Grundsatz
Spielen ist Ausdruck der Seele. Singen ist Berührung mit Sehnsucht.
Wenn etwas schwierig oder nervig ist: Es lohnt sich immer. Es kommt gerade bei nervigen Sachen sehr viel Gutes heraus! (AHS)

Tags: Ann-Helena Schlüter, Gedanke, Musik
Spielen ist Ausdruck der Seele. Singen ist Berührung mit Sehnsucht.
Wenn etwas schwierig oder nervig ist: Es lohnt sich immer. Es kommt gerade bei nervigen Sachen sehr viel Gutes heraus! (AHS)

Upprörd Meditation
En storm får kvarnens vingar att vilt gå runt
i nattens mörker, malande intet. – Du
hålls vaken utav samma lagar.
Gråhajens buk är din svaga lampa.
Diffusa minnen sjunker till havsens djup
och stelnar där till främmande stoder. – Grön
av alger är din krycka. Den som
vandrar till havs vänder styvnad åter.
(Thomas Tranströmer, 1954: Dikter)
Aufgewühlte Meditation
Ein Sturm lässt die Schwingen einer Mühle wild herumgehen
in das dunkle, antreibende Nichts der Nacht. – Du
wirst wach gehalten von dem gleichen Gesetz.
Nur der Bauch des Grauhais ist deine schwache Lampe.
Diffuse Erinnerungen sinken in die Tiefe des Meeres
und versteinern dort zu fremden Säulen. – Grün
von Algen ist deine Krücke. Die, die wandert,
bis das Meer sich steif wieder dreht.
(Ann-Helena Schlüter)

Tags: Ann-Helena Schlüter, Gedanke, Klavier, Preisträgerin
von einem fallenden streichelnden tropfen ist musik gekommen (AHS)

Tags: Ann-Helena Schlüter, Klang, Lyrikerin, Musik, Poesie
Musik ist sinnliche Wahrnehmung. Ein Baldachin von Klang, ein Firmament der Töne. Leere gibt es gar nicht: Das Universum singt: In Musik baden. Wir können uns auf unsere Sinne verlassen. Wir sind ein Instrument. Ein sinnlicher Globus. Kunst wird nie überholt sein; wird immer gedeutet werden.
Innen-Wahr-Nehmung: zwischen Wahrheit und Sinnen. Staunend. Dankbar. Die Ebene der Kunst: Mutterboden der Unschuld: Alle Heiligkeit ist Unschuld. (AHS)

Das laut knisternde Hustenbonbon
Satter Laien macht das Rondo
Hungrig

Kopf rangiert
Züge im Kopfbahnhof
Ein- und Ausstellung
Der eine wichtige steht nicht dort
Zug auf der Kopfhaut
Wo
Einen sanften Durchschnitt habe ich nicht
Haar nach unten fällt
Gedankenfahrt
Nach oben weil dort Dutt der blonde Punkt
Duett

Kirchturm und Himmel
Lauter Alltag gegangen
Der heute alles nicht mehr ist
Singt Meise Spatz Adler
Was er mal war
Singt Glocke
Singt leise

Tags: Ann-Helena Schlüter, Bachvermittlerin, Gedanke, Klavier, Lyrikerin
Am Hörendsten sein in der Stille. Preisgegeben. Ich höre das Helle, die Fülle. Musik ist Lobgesang. Die Sonne singt, das Meer. Schmelz und Schichten. Musik ist Anschein und Substanz. Höre Israel.
Erhöre mich.
“Alles erfahre ich, indem ich schweige, auf dass ich höre.”
Liebe hört. Liebe hören. Weibliche Schwingungen. Wie hell muss Gottes Stimme sein, wie schwingend, voll Klang. Eine Stimme voll Freude. Höhe ist Freude! Steigerung!
Hörende Wesen: Ein winziger Fötus hört im Bauch der Mama schon nach 7 Tagen. Aber die Wissenschaft will meist nur das, was die Gesellschaft will: Männermacht. Augen. Dabei bleibt jeder Mensch drei mal so sensibilisiert für weibliche Schwingungen. Warum? Liebe hören. Gott hören: Er kann und wird nicht Teil der Männerdominanz sein. Gott sei Dank!

Tags: Ann-Helena Schlüter, Bachexpertin, Klavier, Malerei, Preisträgerin
Ich schätze Vincent van Gogh, ich bin berührt und erschrocken über sein Leben und seine Hartnäckigkeit in der Kunst, seine Leidensbereitschaft, seine Vision. Unglaubliches Leben. Regeln fielen ihm schwer. Sehr schwer.
Wunderbar schwer. Seine Revolution. Seine Not. Nicht zu fassen. Wie konnte ein solcher Mann mit allen Tiefen und Höhen solche Werke schaffen? Ja, sein Schmerz hat seinen eigenen Stil erschaffen. Er malte seine Gefühle. Seine Krankheit. Seine Seele.
Er ist in seinem Leben ganz anders als Bach, ein Stück weit gegensätzlich, unsicher, verletzlich, sensibel, genauso unschuldig und kindlich, und hat dennoch genauso seinen eigenen Stil erschaffen, Ablehnung und Zorn und dennoch so viel Zartheit, immer auf der Suche nach Vollkommenheit. Dennoch ist mein Lieblingsmaler Monet.

Die Beflügelung der Angst, sie zu verlieren. Sound ist etwas Weibliches, Echo erst recht, etwas Schöpferisches, etwas, das aus Herz und Bauch kommt, aus Brust, Kehle und Tiefe. Die Kunst kommt aus den tiefen Regionen des Körpers, schwingt. Ist edel.
Es tut gut, Jazz zu hören. Tiefenentspannung. Kontrabass, Saxofon. Mehr nicht. Simpel. Augen schließen.
Wie ein Amen. Singen. Hören.
