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Tourblog

24. Dezember 2024: Bald ist Heilige Nacht… ❤️

Foto: Knauf Orgel Elters

Heute erinnere ich an die schwedische Autorin Kerstin Ekman. Und an Wislawa Szymborska, die polnische Lyrikerin mit Nobelpreis – ich habe mir ihre Gedichte zu Weihnachten gewünscht.

Und morgen ruhe ich meine Hände aus, mind. 27 Knochen, 35 Muskeln, 2000 Nervenzellen.

Wenn ihr Weihnachtslieder singt, bitte singt „Oh Tannenbaum“ rhythmisch. Es ist das Weihnachtslied, das immer völlig unrhythmisch gesungen wird.

Mein Lieblingslied 2024 neben Maria durch ein Dornwald ging: Hört der Engel helle Lieder. 😍

Der neue Bach-Film gefällt mir nicht. Ich finde ihn viel zu oberflächlich und überspitzt und gestellt und künstlich. Ich kann mir zudem beim besten Willen nicht vorstellen, dass Johann Sebastian so gewesen sein soll. Aber vielleicht bin ich auch zu streng, weil JSB mein Favorit ist.

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Neue CD Biblische Bilder. Neue Orgelklänge

 

 
 

23. Dezember 2024: Gesegnete Weihnachten!

Foto: Konzert Orgel St. Vitus und St. Anna Kirche Elters Dipperz bei Fulda

Heute erinnere ich an die schwedische Dichterin Anna Maria Lenngren (1754-1817).

Guido Knauf Orgel 1890 katholische St. Anna und St. Vitus Kirche Hofbieber Elters bei Fulda, Rhön, 2 M, 12 R, Strahlentraktur

Die hübsche, hessische Dorfkirche mit Schutzhäuschen im verschlafenen Elters besitzt einen neugotischen Hauptaltar und 4 Glocken. Die Kirche wurde 1956 renoviert. Chor-und Apsisgewölbe sind geschmückt, der Chorbogen läuft spitz zu.

1985 wurde die Orgel mit Schleifladen von Erich Hey aus der Röhn saniert. Der Orgelprospekt hat 3 Flachfelder, die seitlich von Holzpfeilern und oben von Giebeln begrenzt sind. Die neugotischen Ornamente sind Blumen. Auf den Spitzen sieht man Kreuzblumen und auf den Giebeln sogenannte Krabben, also „Kriechblumen“ mit verbogenen Blättern.

Die Orgel wurde 2007 von Otto Hoffmann saniert, ist aber im Großen und Ganzen im Original erhalten. Die späte Knauf-Orgel hat wie so oft ihre Registerzüge seitlich angebracht.

Man muss auf die Bank steigen, beinahe wie auf ein Pferd. Die Nebengeräusche der Tasten stören mich nicht. Meine 16. Knauf-Orgel. Es ist Eibe Denkmal-Orgel.

Elters (früher Rodung Elderich) gibt es bereits seit 1413 und hat heute 500 EW.

Als wir die Kirche erreichten, schneite es, wie oft in der Rhön. Es war gemütliche Adventsstimmung. Der Kreuzweg von 1723 ist sehr beeindruckend, ebenso der Herrlein-Kreuzweg von 1789.

Samtig-leuchtende Akustik; der spätromantische Klang dringt durch die Weihnachtsbäume, zu den bunten Fenstern und zur Krippe.

Es war sehr schön, hier zu spielen: Schnee, Kerzen, Glocken, große Krippe. Die Kirche ist wunderbar weihnachtlich geschmückt.

Das Konzert war sehr gut besucht, die Kirche voll.

Anschließend waren wir auf dem Weihnachtsmarkt in Fulda, der noch lange auf war. Der Weihnachtsmarkt in Fulda ist wunderschön: Es gibt Themenparks wie den Winterwald mit Bäumen und Pellets und Holzspänen, den historischen Weihnachtsmarkt beim Museum, einen auf dem Häuserdach, eine Pyramide, in die man hochsteigen und Glühwein trinken kann und eine Art Kirmes, Wein-Karussells mit sich drehenden Scheiben, in denen man sitzen und Warmes trinken kann.

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22. Dezember 2024: Gesegneter 4. Advent!

Foto: Knauf Orgel St. Vitus und St. Anna Kirche Elters Dipperz bei Fulda

Ich bin in Hofbieber-Elters in der Rhön angekommen. Es schneit! ❤️ Die schöne späte Guido Knauf Orgel von 1890 gefällt mir. Es ist meine 16. Knauf-Orgel. Es ist sehr schön, hier zu spielen: Schnee, Kerzen, Glocken, Krippe. Die Kirche ist wunderbar weihnachtlich geschmückt. 

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21. Dezember 2024: Wir sind alle Wolken der Zeugen.

Foto: Ladegast Orgel Merseburg

Ich liebe die KdF. Viel Spaß mit meiner Reihe auf YouTube.

Heute erinnere ich an Gisele Pelicot, die Geschichte gegen Männergewalt geschrieben hat. Sie sagt: „Die Schande muss die Seite wechseln.“ So ist es. Davon sind wir noch weit entfernt.

Gut finde ich, dass viele Länder Misswahlen abschaffen. Das abstruse Frauenbild hat nicht gerade geholfen.

Ich bin unterwegs zum nächsten Konzert und freue mich.

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20. Dezember 2024: Musik und Kunst dürfen nie verschult werden. (Ann-Helena)

Foto: Weimbs Orgel Zülpich

Schön finde ich an künstlerischen Berufen, dass man ein Stück weit immer Kind bleiben darf und tatsächlich auch kindlich bleibt – im positiven Sinn.

Heute erinnere ich an die Dichterin Audre Lorde.

Ich wurde angeschrieben, wieder Filme zu empfehlen. Ich empfehle folgende Filme:

Unser täglich Brot von Nikolaus Geyrhalter (Wien)

Dieser unkonventionelle Film ist eine Revolution. Eine riesige, stille Kritik. Eine Horror-Meditation von 90 Minuten. Er ist ganz leise. Ohne Musik. Ohne Worte. Hervorragend geschnitten. Er zeigt in erschreckend realer Weise zum Geräusch der Fließbänder, wie die internationale Nahrungsindustrie weltweit abläuft. Arme Menschen. Geschändete, gemästete Tiere, deren Geburt, Atmen, Essen und sogar Sexleben missbraucht wird.

Die ganz schrecklichen, verstörenden Momente sind sehr sensibel gefilmt. Dennoch ist der Film ab 12 Jahren. Zurecht.
Und man könnte schon fast sagen, geschändetes, gemästetes Obst und Gemüse. Eine missbrauchte, plastifizierte Welt, vor unseren Kauf-Augen verborgen. Eine Welt der Produktion. Wir sehen nur den glitzernden Supermarkt.

Musste weinen.

Geyrhalter wurde mehrmals an den Akademien abgelehnt, drehte aber nicht durch wie Hitler, sondern dachte sich: Jetzt erst recht.

Havarie von Philip Scheffner (Berlin)

Man sieht in gewisser Weise immer dasselbe Bild des Schlauchbootes. 90 Minuten lang. Ohne Schnitt. In Zeitlupe. Fast stehend. Jeder Mensch soll hier selbst ins Nachdenken kommen. Im Hintergrund laufen Interviews. Nicht nur Politik trifft auf eine neue Art des Films. Keine Filmmusik. Stille Kritik. Obwohl auch dieser Film 10 Jahre alt ist, ist er im Grunde aktuell (siehe Italien) und zeitlos wie der obere, der mittlerweile 20 Jahre alt ist. Heute hat sich alles eher verschärft.

I Am Not Your Negro von Raoul Peck (2016)

Der amerikanische Film („das schwarze Amerika“) von 90 Minuten dokumentiert die unterdrückte Perspektive der Geschichte. Es gibt viele unterdrückte Perspektiven. Diese Perspektive ist auf schwarze Männer fokussiert. Bürgerrechtler, Polizeigewalt, Mobbing, das „Neger-Problem“ aus der Sicht eines „Fremden daheim“. Ein beängstigendes Leben. Wo Landsleute Feinde sind. Als wäre der Haß zwischen Weiß und Schwarz „natürlich“. Wo ein Massaker zur Legende gemacht wurde. Ein „glubschäugiges Entsetzen“, „spukende Gesichter“. Ohne Filmmusik. Ebenfalls ein stiller, poetischer, weiser Film.

Dreams Rewired von Manu Luksch (2015)

Die Österreicherin Manu Luksch ist beeindruckend. Ich habe den Eindruck, dass man ihr ansieht, dass es schwer ist als Frau auch in der Filmbranche. Sie sieht „männlich“ und etwas „hart“ aus. Wie ein männlicher Kollege. Aus Schutz? Auch ihr Name lässt offen, um wen es sich handelt.

Ihr Film ist einzigartig und witzig: Ein Filmarchiv zu einem Film zusammengesetzt, aus Schnipseln, ein Mosaik, Montage, Utopie, über unsere Träume bis heute. Eine Fabrik der Kommunikation. Überall zugleich sein. Der Erdball – ein Dorf. Ihr Film hebt die Leistungen von Frauen hervor.

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19. Dezember 2024

Foto: Ehrlich Orgel Bad Wimpfen

Mein Notenschrank ist gekommen, ich freue mich. Das neue Buch ist endlich auch fertig.

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18. Dezember 2024: Immer möchte ich aufliegen, mit den Zugvögeln fort; Buntatmen mit den Winden in der großen Luft. (Else Lasker-Schüler)

Foto: Burg Bodenstein

Hier ist nun der langersehnte Link, hier könnt ihr die CD als kompletten Download-Link bei mir im Shop kaufen für 13.99 €:

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Neu: Hier könnt ihr nun die Hörproben zur neuen realen CD hören, bevor ihr kauft: – ich liebe es immer, ein reales Produkt in Händen zu halten – Viel Spaß!

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17. Dezember 2024: I danced on a Friday, and the sky turned black: it‘s hard to dance with the devil on your back: they buried my body and they thought I‘d gone, but I am the dance and I still go on. (Jesus)

Foto: Jehmlich Orgel Worbis

Ich spielte auch auf der anderen Orgel in Worbis:

Jehmlich Orgel St. Nikolaus Kirche Orgel Worbis, Eichsfeld

Kath. Pfarrkirche Worbis-Leinefelde (1756 / 2000), VEB Orgelbau Dresden Jehmlich Opus 980: Neobarocke Jehmlich Orgel St. Nikolaus Orgel Worbis Leinefelde, Eichsfeld, Thüringen. 2 M, 21 R

Die Register der mechanischen Schleifladen-Orgel befinden sich alle auf der linken Seite.

Das helle Kirchenschiff ist kreuzgratgewölbt, vier Strebepfeiler.

Der spätgotische Altarschrein ist von 1475, der Taufstein von 1723, die Chorfenster von 1962. Es gibt 6 Glocken.

Der Epitaph an der Chorsüdwand ist aus dem 17. Jahrhundert.

Der Klang ist hell und direkt, das Instrument raumfüllend. Man muss gut abmischen für eine gewisse Grundtönigkeit.

Es war schön, hier zu spielen. Nachdem ich alle drei sehr verschiedenen Orgeln an einem Tag spielte (Burg Bodenstein, St. Antonius und St. Nikolaus Worbis), kann ich sagen, dass mir die große Barockorgel am besten gefiel.

Das Hotel „Zur Wipper“, wo ich untergebracht war, hat mir gut gefallen. 

Jehmlich Orgel St. Nikolaus Kirche Orgel Worbis, Eichsfeld

 

 

 


Barock-Orgel Burg Bodenstein Burgkapelle Kapelle, Eichsfeld, Worbis, Thüringen

 

Oehninger Orgel St. Antonius Kirche zu Worbis Leinefelde, Eichsfeld, Orgelbau Waltershausen (Öhninger Orgel)


Hier ist meine neue CD auf Ambiente Audio:

Ambiente Audio: Biblische Bilder


16. Dezember 2024: Barock-Orgel Burg Bodenstein Burgkapelle, Eichsfeld, Thüringen, ev. Schlosskapelle der Höhenburg (1648)

Das Konzert in Worbis an der Barockorgel war sehr schön und gut besucht. Der Stadtdechant Engelbert Dietrich sagte die Grußworte. Ich war die erste Frau mit Konzert an dieser Orgel. Es war das erste Winterkonzert und trotz Kälte gut besucht. Es hat noch nie jemand bei diesen Temperaturen hier konzertiert. Es ist in der Kirche nämlich kälter als draußen. Es könnten Minusgrade sein. Nach einer Stunde ist frau ausgekühlt. Ich merkte das gar nicht. Es geht schleichend. Trotz Heizung unter der Bank.

Denn die Orgelschuhe wärmen kein bisschen. Die große dunkle Kirche kann nicht geheizt werden, weswegen es sehr kalt ist. Daher bin ich froh, dass ich immer zum Essen abgeholt wurde, sonst wäre ich erfroren. Ich saß dann lange am Kamin oder Kachelofen. Im Konzert selbst bin ich so unter Strom und positivem Adrenalin, dass mir fast heiss war.

Die Tasten der Orgel waren zuerst eiskalt. Ich musste sie mit meiner Körperwärme wärmen. Die Frage war, wer gewinnt: Dass ich die Tasten und damit die Orgel wärme oder mich die Tasten erkalten. Ich gewann. Die Orgel war on fire. Ich habe wieder selbst registriert und geblättert bis auf die letzte Fuge. Eine Setzeranlage gibt es natürlich nicht. 

Es ist sehr schön, hier zu spielen. Meine dritte Orgel im Eichsfeld. Die Öhninger-Waltershausen-Orgel spielt sich trotz allem angenehm, auch wenn sie mit HW auf dem dritten Manual und begrenztem Umfang und sehr lockerem Pedal nicht einfach zu spielen ist.

Man läuft den langen Kreuzgang der ehemaligen Mönche hoch und entlang zur Orgel. Das Franziskaner-Kloster musste 1824 aufgelöst werden, als das Eichsfeld preußisch wurde. Nun wird das große Gelände von der Stadt gepflegt. Dazu gehört auch ein riesiger Friedhof mit Kapellen. Lange Zeit wurde das Areal für andere Zwecke genutzt und steht nun leer.

Der Franziskaner Adam Oehninger war ein Franke wie ich, er kommt aus Unterfranken, aus Lohr am Main, wo ich auch schon gespielt habe.

Es war ein großer Aufwand, diese Orgel zu rekonstruieren. 200 Pfeifen waren noch ungestimmt original erhalten, was recht einmalig ist, davon Prinzipalpfeifen und Rückpositiv-Pfeifen, alle über 300 Jahre alt. Viele Pfeifen wurden jedoch leider von Orgelbau Krell (Auleben) umgestimmt.

Die Orgel erinnert mich sehr an die Orgel in Gräfenroda. Sie macht zudem die gleichen Motor-Balg-Geräusche, wie im Schiffsbauch.

Vor dem Konzert war ich mit meinen lieben Gastgebern und Veranstaltern auf Burg Bodenstein: 

Weiße Barock-Orgel Burg Bodenstein (900 Jahre alt), Burgkapelle, kleine Kapelle, Eichsfeld, Thüringen, Schleifladen, pur mechanisch, 1 M, 5 R, ohne Pedal, gleichstufig

Orgelbauer: unbekannt / Orgelbaufirma Kristian Wegscheider (Dresden), 1730 / 1994

Die schmucke Orgel ist Teil des Altars in der winzig kleinen barocken Kapelle, direkt oberhalb als Krone sozusagen, auf der Altarspitze. Wie der Stern auf dem Weihnachtsbaum. Sie erinnert mich an die Eule-Orgel in der Kirche in Burg Blankenstein in Hattingen/Bochum.

Diese ist ebenfalls eine Altar-Orgel als Einheit mit dem Altar. Hier in Burg Bodenstein ist das Ganze in Miniatur-Format mit winzigen Orgelpfeifen.

Die fünf klingenden Register auf einer Schleiflade für ein Manual klingen hell, direkt, voll. Leider ist nicht herauszufinden, wer die Orgel gebaut hat. Wer die Windlade im 18. Jahrhundert einbaute, ist ebenfalls unbekannt.

Kristian Wegscheider rekonstruierte die Orgel, nachdem jahrzehntelang kein Hahn nach der wertvollen Orgel krähte und sie völlig verwahrloste und unspielbar wurde.

Die Stimmtonhöhe des Instrumentes ist 465 Hz, ca. ein Ganzton über den Kammerton (440 Hz), welche übernommen wurde. Zur Windversorgung dient nun ein elektrisches Gebläse. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde ein Subbaß 16′ eingebaut, dessen Pfeifen seitlich hinter der Orgel stehen.

In den 1950iger Jahren wurden die Register Quinte 1 1/3′ und Cymbel 2fach hinzugefügt. Auch hier weiß man nicht, wer die Orgel verändert hat. Auch die Vorgänger-Orgel ist unbekannt.

Der riesige, fliegende Barockengel (1910) als Taufengel schwebt mächtig vor den kleinen Orgelpfeifen. Hoch zur Orgel zu gelangen ist wahrhaft abenteuerlich.

Geradezu gefährlich, da man über ein Loch springen muss. Ich habe Höhenangst. Nach oben zu gelangen war dennoch leichter, als nach unten. Ich musste herabgeholt werden, da ich mir nicht kurz vor dem Konzert das Bein brechen wollte. 

Die mittelalterliche, gut erhaltene Burg oberhalb des Dorfes Wintzingerode bei Leinefelde-Worbis im Landkreis Eichsfeld in Thüringen im Ohmgebirge ist wunderschön. Sie ist nicht zu verwechseln mit Schloss Bodenstein.
Heute ist es ein evangelisches Familienhotel.

Das Stallgebäude wurde in eine prachtvolle Kapelle umgebaut, im Stile des Bauernbarocks. Doch konnte Adolph Ernst von Wintzingerode die Vollendung der Kapelle nicht mehr miterleben. Sein Sohn Heinrich Jobst vollendete sie. Über dem Altarbild ist das Wappen der von Wintzigerode angebracht, von einem goldenen Löwen umrahmt.

Die Bänke und Emporen sind herzallerliebst schief und alt. Unten stehen Stühle. Eine Martin-Luther-Statue steht hinten auf einer geräumig-gemütlichen Empore, der Jäger-Empore. Luther war aber wohl nicht vor Ort.

Die oberen Plätze waren für die Knechte, die unteren für die Mägde vorgesehen. Das Jägerzimmer war den Adeligen vorbehalten.

Besonders schön sind die bunten Fenster der Kapelle aus dem 14. Jahrhundert.

Auf dem Epitaph an der Ostwand wird die Kindersegnung dargestellt. An den Seiten stehen Justitia mit dem Schwert der Gerechtigkeit und Fides mit Anker und Ruder für Glaube und Vertrauen. Die Kanzel zeigt die drei Evangelisten Markus, Lukas und Matthäus, mit Jesus.

Eine samtig-trockene Akustik. Mitten im katholischen Eichsfeld die evangelische Festung. Man könnte die Orgel als schrill bezeichnen, aber ich mag diese klisternden Klänge.

Es war sehr schön, hier zu spielen. Die Orgel ist eine Augenweide und ein Wagnis. Sie ist sehr leichtgängig und rutschig.


Barock-Orgel Burg Bodenstein Burgkapelle Kapelle, Eichsfeld, Thüringen

 

Oehninger Orgel St. Antonius Kirche Worbis, Eichsfeld, Orgelbau Waltershausen (Öhninger Orgel)


Hier ist meine neue CD auf Ambiente Audio:

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Und hier die ersten Hörbeispiele meiner neuen CD auf jpc:

jpc Biblische Bilder


15. Dezember 2024: Oehninger Orgel St. Antonius Kirche Worbis, Eichsfeld, Orgelbau Waltershausen (Öhninger Orgel)

Kath. Klosterkirche Wallfahrtskirche St. Antonius Worbis (Leinefelde) im Eichsfeld, Thüringen: Adam Oehninger / Orgelbau Waltershausen

Modifiziert mitteltönige Adam Oehninger Orgel kath. St. Antonius Kirche Worbis Leinefelde, Eichsfeld, Thüringen, 3 M, 35 R, rekonstruiert von Orgelbau Waltershausen 2009-2012: 

Das Hauptwerk ist hier auf dem dritten Manual und damit die erste Orgel meines Lebens, bei der das HW tatsächlich ganz oben ist! Und ich habe schon fast 2000 Orgeln gespielt!

Es ist meine zweite Oehninger Orgel. Die erste steht im Dom zu Fulda, hier habe ich 2021 konzertiert.

Schleifladen, pur rein mechanisch: Die einzigartige Barockorgel (462,5 Hz bei 15 °C) besitzt ein großes Rückpositiv und ist damit die einzige Orgel mit Rückpositiv in der großen Region Eichsfeld.
Das katholische Eichsfeld im sonst evangelischen Thüringen liegt direkt an der Grenze zum Südharz und ca. 100 km von Göttingen entfernt. Der ganze Landkreis Eichsfeld besitzt nur einen einzigen bezahlten Kirchenmusiker. Alle anderen sind Laien.

Die kleinen Orte wurden alle zusammengefasst in den großen Ort Worbis-Leinefelde oder umgekehrt (ca. 8000-10.000 EW). Die Barockorgel steht in diesem ehemaligen Franziskaner-Kloster.

Die Akustik ist brillant-samtig: luftig rauchig wie die singenden Gedackten und Rohrflöten. Eine geniale Einheit!

Das Konzert ist morgen. Adventskonzert. Es ist sehr schön, hier zu spielen. Die Öhninger-Waltershausen-Orgel spielt sich angenehm.

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