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Orgel op. 1037 Werdau

Dies ist mein Brief an eine Welt, die niemals schrieb an mich. (Emily Dickinson)

1. Juni 2026

Foto: Jehmlich Orgel 1984 op. 1037 Werdau Zwickau Sachsen Konzert 2026, sanierter Trampeli Prospekt 1801

Mein Konzert heute war sehr schön. Ich habe meist manuell registriert, um farbig, süß, vollmundig zu colorieren – auch wenn ich dazu die Farben bzw. Registerzüge auswendig können musste, da die Register alle eng links waren.

Viele Menschen saßen oben nah der Orgel, auch Kinder.

Sehr schön ist die Helle Trompete im Pedal, Holzdulzian, Rohrnasat und Musiziergedackt. Brillant-samtige Akustik, vollmundig, karamellisiert, untergärig und weich:

Mechanische weiße VEB Orgelbau Dresden Gebrüder Jehmlich op.1037 St. Marien Kirche Werdau Zwickau Sachsen, 2 M, 29 R, Neidhardt III-Stimmung, Setzeranlage

Das Schleifladeninstrument mit der Jehmlich-Orgel im alten schönen restaurierten Trampeli-Prospekt von 1801 hier in der Marienkirche im Erzgebirgsvorland ist eine Augenweide. Es ist meine 45. Jehmlich-Orgel. Trampeli-Orgeln habe ich ebenfalls schon gespielt. Die Registerzüge sind alle eng auf der linken Seite.

Die große Kirche hat drei fast durchlaufende Emporen.

Der weiß-goldene Orgelprospekt von 1801 schmückt die Westempore der Stadtkirche St. Marien in Werdau. Die Gebrüder Johann Gottlob und Christian Wilhelm Trampeli (1742-1812 bzw. 1748-1803) in ihrer Adorfer Werkstatt errichteten dieses Schmuckstück. Wie man erkennen kann: Ihre Orgeln standen in der Tradition der sächsischen Silbermann-Schule. In ihr lebt nun ein neobarocker Neubau mit schönen Zungen. Doch die Orgel hatte insgesamt auf dem Weg hierher einige Veränderungen erlebt.

Es war sehr schön, hier zu spielen. Die ganze Kirche wurde innen vor kurzem für viel Geld saniert und strahlt in makellosem Weiß, wie die Wertvolle oben in ihrem Denkmal-Gehäuse. Wie wohl die Originale klang?

1908 gab es hier ein süffiges, pneumatisches spätromantisches Instrument aus dem Betrieb der Dresdner Hoforgelbauer Emil und Bruno Jehmlich (1854-1940 bzw. 1856-1940) im historischen Gehäuse. Das war die neue Klangwelt.

Doch dann kam 1920 die sogenannte „Deutsche Orgelbewegung“. Deren Ideologie war der Barockorgelbau, Rückkehr zum Alten. So entschied man sich auch in Werdau für eine klangliche Veränderung und Erweiterung der vorhandenen Orgel, 1940 ausgeführt von der Firma der Gebrüder Otto und Rudolf Jehmlich (1903-1980 bzw. 1908-1970).
Die technische Steuerung der Orgel wurde von Pneumatik auf die  Elektropneumatik umgestellt. Man blieb bis heute bei Jehmlich aus dem nahen Dresden:


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3 Antworten auf “Dies ist mein Brief an eine Welt, die niemals schrieb an mich. (Emily Dickinson)”

  1. Oliver Proll

    Das Forum der Pfeifen (natürlich nur Männer) zerlegt sich. Der Admin wird als psychisch krank bezeichnet

  2. Domorgelfan

    Wer keine Konzerte spielt landet im Forum und stirbt unter Admin Troll Jürgen Strupat

  3. K. Zettik

    Danke für Ihr tolles Konzert! Sie spielen sehr hochvirtuos, flexibel und nuancenreich mit viel Klangwechsel. Ich saß unten. Gerne wieder!

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