29. Juli 2025: … wir müssen zu ihnen gehen, um zu erfahren, wie es mit ihnen steht. (Goethe)
Foto: Sonnholz Orgel Peterskirche Wien
Ich bin in Wien angekommen. Ich habe hier 2013, 2023 und jetzt 2025 gespielt:
Große pneumatische Sonnholz Swoboda Kauffmann Orgel, Barockkirche St. Peter, Peterskirche Wien, 1. Bezirk, am Graben, 3 M, 2175 Pfeifen, 34 R
Rektoratskirche St. Peter / Wien I : Die Kuppelkirche ist eine der ältesten Kirchen Wiens.
Vor der Kirche stehen die Pferdekutschen. Ich habe mich mit den Fahrern angefreundet und bin schon ein paar mal mitgefahren.
Innere Stadt, Österreich: Die prächtige Barockorgel von 1751 von Gottfried Sonnholz (Melk) hat in ihrem wertvollen Gehäuse nun die Orgel von 1903, noch mehrfach verändert. Leider ist von der ursprünglichen Sonnholz-Orgel nur noch das Gehäuse übrig, mit dem prachtvollen Schmuck von J. M. Steinl (1726). Steinl komponierte auch Kanzel und Skulpturen 1716.
Der damals berühmte Orgelbauer Sonnholz (1695-1781) hat hier bewusst auf ein Rückpositiv in der Brüstung verzichtet. Hinter der Brüstung wölbt sich sein wertvoller Barockprospekt mit Engeln, Muscheln und Gold mit den nun leider stummen Pfeifen. Seine ursprüngliche Disposition kennen wir leider nicht.
Die Balustrade ist sehr beeindruckend, darüber die Deckenbemalung von 1715.
Im 19. Jahrhundert aber wurde die Orgel stark verändert und dem Zeitgeist angepasst. Die Orgel war zudem in keinem guten Zustand mehr. Franz Josef Swoboda (1870-1934) aus Wien baute daher 1903 eine neue Orgel mit 34 Registern, pneumatisch. Man sieht hier noch das Kalkantenrad und die Kurbelwelle.
1939 – 1948 wurde Johann Marcellinus Kauffmann (1910-1965) aus Wien beauftragt, die Orgel zu sanieren. 2005 wurde sie von Walcker-Mayer saniert (E-Magneten). Jedoch müsste sie nun erneut saniert werden, am besten rückgeführt werden zumindest auf den historischen Zustand von 1903.
Der nun freie Spieltisch mit Radialpedal, bunten Registerwippen und Pistons steht links auf der Westempore. Schweller, Walze, freie Kombinationen, Tremulant und Spielhilfen (keine Setzeranlage) gefallen mir.
Das schöne Gehäuse unter der schmuckvollen Decke auf der WE, 1751 angefertigt durch G. Sonnenholz (Wien) und dem Schmuck von J. Matthias Steinl, die Orgel später neu erbaut 1903 durch F J Svoboda (Wien), verändert 1948 (J. M. Kauffmann, Wien) und 1973 ev. durch Ph. Eppel, besticht in dieser wunderbaren Akustik.
Die Peterskirche gilt als die schönste Kirche der Millionenstadt Wien. Vor dieser weißen Barockkirche mit grüner Kuppel stehen die Kutschen. Innen an der Presbyteriumswand steht die Chororgel.
Es war sehr schön, hier an den Orgeln mehrfach zu konzertieren. Es war immer sehr gut besucht.
Auch der Nepomuk-Altar von 1729 gefällt mir sehr und die Rottmayr-Seitenkapellen.

Alle Pfeifen zu mir
Bach will und kann ich ja gar nicht spielen
Klasse!
Da bin ich unterwegs zu dir in das konzert