28. Juli 2025
Foto: Pedal Friese Orgel III 1871 St. Georgen Parchim bei Schwerin, Mecklenburg 2025
Es war sehr schön, hier in Parchim zu spielen. Spieltisch und Prospekt erinnern mich an eine Mischung Ladegast-Rühlmann.
Das Konzert war schön und stand unter dem Motto Wein und Orgel. Man durfte trinken und zuhören. Manche liefen mit ihrem Weinglas ruhig in der Kirche umher und bestaunten unter meinen Klängen die Kunstschätze. Draußen tobte ein Gewitter.
Die langen Register-Züge sind schwer zu bewegen und quietschen etwas. Der Nachhall ist stark und majestätisch in der großen Kirche, eine besondere Akustik.
Parchim wird liebevoll Pütt genannt und hat ca. 20.000 EW. Als ich die Stadt voll Backsteingotik und Fachwerkhäusern betrat, kam sie mir wie eine Geisterstadt vor: Viele Häuser und Geschäfte stehen leer, auch die Strassen, dafür ein Dönerladen nach dem anderen, und aus den Türen der Häuser traten verschleierte Frauen.
Das Rathaus in Parchim stammt aus dem 14. Jahrhundert. Die kleinere, ältere Marienkirche von 1270 mit jüdischen Grabsteinen aus dem Mittelalter wird gerade renoviert, ebenso die romantische Orgel. Es ist eine wertvolle Faber-Orgel von 1908, die vor ein paar Wochen ihren Geist aufgab. Die Kirche erinnert mich sehr an die „dicke Marie“ aus Greifswald (Marienkirche).
Die Georgenkirche besitzt einen Möckelaltar von 1898, eine Glocke von 1618, Gewölbezwickel, den Leptzowaltar von 1421, Drolerien, Ratsgestühl 1608, große blaue Fenster und in der Winterkirche eine kleine neobarocke Sauer-Orgel von 1973.
Das evangelische Parchim hat auch eine kleine katholische Kirche.

Wie wäre es mit einem kleinen Bonus für unsere Gebrauchten und mich den König? Stöbert bitte in unserem Müll.
Wir haben unsere Orgel noch nie so gehört! Toll auch dass Sie alles selbst registriert und geblättert haben ohne Spielhilfen
Wir haben ja nur den kleinen Schweller keine Setzeranlage
Parchim ist bekannt für ihre hochkarätigen Konzerte!