10. März 2026
Foto: Konzert Orgel Hohenmölsen 2026
Heute erinnere ich an Rahel Varnhagen.
Bezaubernder Klang, schüchtern und selbstbewusst zugleich, dunkel und zart, warm, grundtönig, weich. Die Akustik ist schön und sprechend trotz niedriger Holzdecke. Es war sehr schön, hier zu spielen, auch 2026, aufzunehmen und interviewt zu werden. Im Konzert 2026 wurde ich ebenfalls zweimal professionell gefilmt.
Nach der schönen, großen, romantischen, pneumatischen Sauer-Orgel ist die kleine, bezaubernde Ladegast-Orgel in Hohenmölsen eine völlig andere Welt. Besonders schön ist die Aeoline 16, die wie ein Akkordeon oder eine Melodica klingt und mich an Schiffe erinnert.
Diese weiße Ladegast-Orgel mit ihren zwei Manualen und ihrem typisch wunderbarem Spieltisch (ähnlich Schwerin, Leipzig, Rudolstadt, Köthen, Merseburg) und ihrem rohen, wunderbaren Pedal ähnlich wie Alkmaar, ist wie Vollkornbrot, wie dunkle Erde. Ich hatte hier während meines Master-Studiums Online-Orgel-Unterricht bei Pieter van Dijk.
Als ich dort Bachs Passacaglia gespielt habe, merkte ich, dass die Orgel frisch und gesund ist. Sie bog sich mir zart, beinahe schüchtern entgegen. Die Sauer-Orgel von 1902 bog sich mir ganz anders entgegen.
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