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Pedal Schlimbach Orgel Wallfahrtskirche Faehrbrueck

Menschlichkeit ist eine Frage des Verstandes und eine Antwort der Seele. (Anni Mathes)

22. Februar 2026: Menschlichkeit ist eine Frage des Geistes. (AHS)

Interessant ist, wie Haydn die Schöpfung komponierte. Er verwendete die Sinfonik als etwas Revolutionäres, Neues, Monumentales, mit musikalischen Charakteren, Kontrasten und in organischer Einheit von Chor und Orchester. Der Klang sollte durch große Transparenz, Beweglichkeit und weiche Fülle gekennzeichnet sein. Das Orchester untermalt den großen Chor und die Episoden der Schöpfung: den Aufgang der Sonne, die Beschreibung des Mondes, der Tiere und der Wasser.

Selbst hat Joseph Haydn nie Komposition studiert. Er wuchs in den alten Bauerntraditionen des Burgenlandes auf. Aber er kam schon früh mit allen Instrumenten in Berührung durch den Dorflehrer und Kantor. Er wurde in den Chor geschickt und wirkte in der Kirchenmusik seines Dorfes mit, so gut er konnte. Er war verwurzelt in inniger Volkstümlichkeit und liebte die Tänze und Lieder seines Ortes.

Trotz seines fast ununterbrochenen Dienstes später am Hof gelang es ihm, mit seiner Musik die Herzen des Volkes zu erreichen und seine Kunst immer auf der Höhe der Zeit und des Volkes zu halten. Papa Haydn wurde in Wien sehr verehrt. Er bekam regelrecht ‚Fanpost‘, während er allmählich siebzig Jahre alt wurde, was zu seiner Zeit ein Greisenalter war. 

 Haydns Schöpfung inspirierte die Musikwelt so sehr, dass Oratorien wieder in Mode kamen und sogar Oratorienschulen gegründet wurden.

Es wurde ihm aber vorgeworfen, dass er die biblische Schöpfungsgeschichte als reales, direktes, tatsächliches Geschehen in seinen Tonmalereien darstellte und nicht als Legende oder als Mysterium. Er glaubte doch nicht etwa wirklich daran?

Und es war in all dem Erfolg schwer für Haydn, die Vorwürfe zu ertragen, seine Kirchenmusik sei weltlich. Es wurde ihm vorgeworfen, warum er die Schöpfung ohne Gottesdienst in den Kirchen aufführte, sozusagen außergottesdienstlich, was ihm sogar verboten und untersagt werden sollte. Schon damals gab es Cancel Culture: das systematische Bestreben zum (sozialen) Ausschluss von Personen, Werken, Konzerten und Aufführungen.

Joseph Haydn wehrte sich und legte sich mit der Kirche an. Er schrieb: „Diese Erregung heiliger Gefühle sollte Entweihung der Kirche sein?“

Und er geht noch weiter:“ Ich bin der Überzeugung, dass die Menschen nach Anhörung meines Oratoriums mit reinerem Herzen aus der Kirche gehen als nach so manchen Predigten.“ Und drohte, er würde bei weiterer Ablehnung den Kaiser und die Kaiserin einschalten.

Heute gibt es keine Kaiserin mehr, an die man sich wenden kann, wenn die Kirche cancelt oder verbietet. Wer kümmert sich heute?

https://www.ann-helena.de/orgelinformation

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