30. Januar 2026: Ist Gott ein Mann?
Manche würden vermutlich Ja sagen, weil Jesus ein Mann war.
Heute erinnere ich an Julia Wegat, Performance-Künstlerin. Und an Waschti, die völlig verkannte Königin der Bibel.
Heute haben wir das Thema Können-Kunst. Es ist natürlich richtig, dass Kunst auch von Können kommt. Eine Profi-Musikerin hat mind. 20.000 Stunden geübt, wenn sie ihr Diplom bekommt. Hat sie zwei Instrumente professionell studiert bis Konzertexamen, sind es 30.000 – 40.000 Stunden.
Aber Kunst ist nicht nur Können. Sonst wäre ja jeder Könner ein Künstler. Und dem ist nicht so, wie wir wissen. Also, diesem Phänomen versuchen wir auf die Spur zu kommen.
Zuvor: Nun gibt es Leute, die diese vielen Stunden Arbeit am Instrument honorieren und erkennen. Aber leider gibt es in der „Orgelszene“ und in der Welt auch Laien, Leute und Kollegen, die kaum 50 oder 100 Stunden Übezeiten an einem Instrument vorweisen können, geschweige denn 40.000 Stunden (knapp 5 Jahre wären das am Stück) und dennoch nicht die Arbeit von Profis und Künstlern anerkennen und honorieren. Es gehört Bildung dazu, um Kunst, Talent und künstlerische Arbeit neidlos anzuerkennen und zu erkennen. An dieser Bildung fehlt es in der Kirchenmusik. Und in der Welt.
Ich hatte schon über 10.000 Stunden am Klavier gearbeitet, bevor ich als Jugendliche überhaupt die Hochschule als Jungstudierende betrat. Das ist für viele in der sogenannten Orgelszene bis zum Lebensende insgesamt komplett out of reach. Wenn sie sich dennoch aufplustern, kann man nur sagen: Jesus, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.
Dennoch: Der Unterschied zwischen Können-Kunst und Kunst in dem Sinne, wie ich es meine, was über Können geht, ist die Connection zum Herzen und zum Himmel in der Musik, zu berühren und zu verändern. Wahre Kunst verbindet Gräben zwischen Kontinenten und kann (spirituelle) Erdbeben auslösen. Können-Kunst kann das nicht, da diese nicht diese höhere Dimension erreicht hat, um die es letztendlich aber geht.

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