26. Januar 2026: Denn Kunst ist durchblutetes Können. (Irene Marinoff)
Heute erinnere ich an die Künstlerin Ulrike Grossarth.
Im Grunde wird die Rolle des Leidens und Todes von der Evolution anders beantwortet oder erklärt als von der Theologie, indem die Evolution sich als neutral und biologische Mechanismen und natürliche Selektion erklärt und von Sünde und Gott nichts weiß. Wieder andere nennen die Evolution die Schöpfungsmethode Gottes, also dass Evolution von Gott bewusst erschaffen wurde. Evolution an und in sich und im Kern scheint jedoch nicht wirklich mit Gottes Schöpfungsmethode viel zu tun zu haben.
Denn: Das Gleichgewicht in Welt, Weltall und Universum muss von einem weisen, liebevollen Künstler, der uns den Verstand gegeben (und auch wieder geraubt) hat, hergestellt und geordnet sein. Dass nicht der Mond auf die Erde stürzt, dass Samen und Tiere im Winter schlafen und im Frühjahr wieder aufwachen, blühen und leben, dass wir im Schlaf atmen und unser Herz schlägt, dass 200 Stare im Sturzflug nicht zusammenstoßen, aber 20 Autofahrer an einer Engstelle Probleme haben, dass wir uns erinnern, was vor 30 Jahren war, obwohl die Zellen unseres Gehirns und Körpers nur eine Lebensdauer von 7 Jahren haben … all das reicht nicht aus, um einige viele Menschen zum Staunen zu bringen?
Kann man denn 25 Euro bezahlen, indem man einen 50-Euro-Schein in zwei Teile reißt? Nein. Jedoch nur von der einen Hälfte spricht heute die Kirche, von Liebe und Vergebung, aber nicht von der anderen (unangenehmen) Hälfte, von Buße und Umkehr von der Sünde. Wozu aber Versöhnung und Befreiung, wenn es keine Sünde gibt? So ist Sünde heute Alltags-Standard geworden in unserer Gesellschaft, deren Teil die Kirche ist. Und was ist die Sünde? Gott nicht zu lieben und nicht zu gehorchen.

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