20. Januar 2026: Erweckte Menschen schlagen in sich; sie haben mehr Gefallen an Jesus als an sich selbst. (nach Wilhelm Busch)
Foto: Euler Orgel Burghaun Maria Himmelfahrt Kirche 2026
Heute erinnere ich an Heinrich von Kleist und Stefan Zweig, die beide kein leichtes Leben hatten und beide Selbstmord begingen. Auch Georg Büchner starb jung. Heute sind all diese Lyriker Stars. Aber in ihrem realen, wirklichen Leben hatten sie es schwer und waren alles andere als Stars. Ganz im Gegenteil. Sie scheiterten, kämpften, litten.
Und ich erinnere an die wunderschöne Königin Luise von Berlin, unkonventionell, ein “Stern in Wetterwolken”.
Ich träume davon, dass reiche Orgelbaufirmen nicht nur Millionengeschäfte in Dubai oder Shanghai etc. in Neubauten usw. abschließen, sondern sich vielmehr um die vielen wertvollen historischen Kleinode und Orgelschätze in Deutschland bemühen, diese wiederherzustellen, zu sanieren, zu reinigen, zu rekonstruieren und, um es klar zu sagen – zu retten! Und hier nicht einfach wegschauen und sagen, “das ist doof” oder “das wollen oder können wir nicht.”
Neben meiner intensiven Organistin- und Pianistin-Konzerttätigkeit, die ich liebe, meiner kirchenmusikalischen Tätigkeit, dem Dokumentieren, Schreiben und dem Unterrichten in Orgel, Klavier, Blockflöte und Saxofon liebe ich meine intensive Weiterentwicklung in Chorleitung, Saxofon und Dirigieren von Bläsergruppen. Ich finde es außerordentlich wichtig und auch normal, sich als Künstlerin musikalisch, künstlerisch und menschlich stets weiter zu entwickeln.
Man wuchert mit dem Wissen und Können, das frau hat, und gleichzeitig aber ist man stets immer auch Lernende. Das gehört zusammen. Nur jemand, der noch weiter lernt, kann lehren. Zumindest meiner Meinung nach; auch wenn manche das nicht zu begreifen scheinen. Ich lerne beispielsweise enorm für meine eigene Lehrtätigkeit an Jung und Alt dadurch, dass ich beobachte, wie ich selbst lerne im Unterricht. Ich bin mein eigenes Versuchskaninchen, mein eigenes Objekt und Projekt.
Lehren und Lernen sind mit die schönsten Angelegenheiten im Leben, etwas, das wir genießen sollen – und sie sind gehören zusammen. Ich liebe lernen und deswegen auch lehren.
Es ist eine sehr wandelbare, formbare Tätigkeit, da Zeiten und Menschen sich verändern. Wichtig ist, beides zu können: Die, die sehr begabt sind, aber auch die, die nicht so begabt sind, zu führen und anzuleiten. Denn es geht zuerst um den Menschen und die Freude an der Musik. Diese Geduld hat mich Gott gelehrt. Ihm sind oft die Geringsten besonders wertvoll. Ich hatte immer eine Nase für die Begabten. Aber Gott hat auch eine Nase für die Geringen. Und ich lerne am meisten von Gott, dem größten Dozenten aller Zeiten. Ich lerne an ihm im Umgang mit mir, wie ich lehren soll.

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