16. Januar 2026: Der Tempel wurde mit Rauch erfüllt…
Was schade ist, dass die Häuser in der Innenstadt Lissabon aufgrund der horrenden Mieten teilweise komplett leer stehen. Dasselbe sah ich auch in Spaniens Städten und Küstenorten letztes Jahr. An dem Punkt ist Lissabon wie eine Geisterstadt für Touristen geworden. Und es gibt viel Armut, die jedoch versteckt ist. Die Löhne sind schlecht. Die Mieten hoch. Lehrer z.B. verdienen kaum etwas. Promovierte Geschichtslehrer verdienen mehr mit Walking Tours durch die Stadt, da sie sich bei Booking.com für einen Euro oder for free anbieten und am Ende der Tour von jedem 15 Euro bar oder per PayPal kassieren.
Es gibt viele Schwarze in Lissabon, die jedoch eine Extra-Community sind und für sich wie abgeschottet am Rande existieren. In den engen Gassen liegt oft viel Müll auf der Straße.
Schön ist es, mit der Tram 28, den alten winzigen historischen gelben Straßenbahnwaggons Eléctrico 28 E aus den 30er Jahren in Lisbon die engen Gassen und Kurven heraufzufahren durch das gesamte Altstadtviertel; auch an der Kathedrale vorbei; die Leute steigen hinzu, checken sich ein; abends ist es relativ leer, jedenfalls im Januar; kostet fast nichts. Manchmal kommen sich die Waggons eingleisig entgegen und haben dann Rot, damit man nicht zusammenstößt. Als ich mitfuhr, gab es eine Störung. Wir standen hundert Jahre an einer solchen roten Ampel. Das gefiel mir, so konnte ich den Waggon in Ruhe genießen. Die Fahrer sind sehr nett. Ich habe viele Kirchen angesehen, auch die kleinen am Rande; manche waren ohne Orgel.
Besonders schön ist die Altar-Orgel des Kloster São Vicente de Fora, die São Vicente-Orgel von 1765, ein portugiesisches Instrument von einem unbekannten portugiesischen Erbauer. Sie klingt historisch-barock-süffig, was ich fast noch schöner finde als das Süffige von historisch-romantischen Orgeln. Die große weiße Igreja de São Vicente de Fora besitzt viele historische Fliesen. Die Erbauer der Orgel könnten sein: Machado de Cerveira oder João Fontanes de Maqueixa.

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