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Organistin Organ Noten

Winter grast wie ein Rentier das Land. (Julien van Remoortere)

21. Dezember 2025: Frauen sind wie nährende Mangroven. Sie wurzeln aufsteigend oberirdisch.

Heute erinnere ich an den Komponisten Luigi Dallapiccola, fleißig und facettenreich.

Joseph Haydn arbeitete Jahrzehnte ruhig und abgeschieden am reichen Hof von Fürst Nikolaus Esterhazy in Österreich und war dort fleißig und kreativ und komponierte viel. Er schrieb Hunderte Werke – instrumentalsinfonisches Schaffen und Klavierwerke. Jedoch wurde er schließlich doch neugierig, was für Musikstile im bürgerlichen Leben aus den anderen Ländern, außerhalb von Adel und Hof, an die Oberfläche traten und immer beliebter wurden.

Besonders die neue Musik aus England interessierte ihn, da sie authentisch war, eine künstlerische Spiegelung von Gefühl und Zeit auch aus der Sicht der normalen Bevölkerung, nicht nur aristokratisches Repräsentieren von Macht und Politik, was ihm langweilig und eng wurde. Das Konzertwesen trat in Erscheinung; die Menschen bezahlten Eintritt. Natürlich war dies ein kapitalistisch organisiertes Unternehmen, die Konzertwelt, von Anfang an. Aber immerhin wollten die Leute nun hören, was ihre eigene geistige oder psychische Welt widerspiegelte.

Es erstaunte Haydn, dass er für diese englischen Konzerttourneen ebenfalls eingeladen wurde, von dem reichen Unternehmer Johann Peter Salomon – und noch mehr erstaunte es ihn, dass London ihn, Haydn, feierte, ihn, den eher zurückgezogenen und konservativen Komponisten am Hofe bei Wien. Er war doch nur ein Sohn eines Bauern, der nun in fürstlicher Anstellung war. Aber vielleicht sprach seine Musik gerade deswegen das Volk an, denn er stammte aus einer bürgerlichen Familie, in der es von Bauern und Handwerkern wimmelte. 

In England schrieb er 12 Sinfonien und wandte sich nun auch der Vokalsinfonik zu, von Händel in London inspiriert. Hier begann Haydn die dramatische und mächtige Schöpfung, und sie kostete ihn unglaublich viel Kraft: „“Die Welt macht mir zwar täglich viele Komplimente, aber niemand will mir glauben, mit welcher Mühe und Anstrengung ich alles hervorsuchen muss“, schrieb er 1799 an seinen Verleger Breitkopf.

Er vollendete die Schöpfung nach seinen Englandreisen zuhause am Hof und führte sie dort auch auf. So gehört die Schöpfung zu seinen letzten großen Werken.

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