27. August 2025: Ist wirklich keine Kunst illegal?
Foto: Kunstfestival ibug Kulturhauptstadt Chemnitz, Sachsen
Ich werde manchmal gefragt, ob man als Musikerin idealisiert wird. Ich würde sagen, ja; vor allem, wenn man eine charismatische Person ist; und damit muss man auch umgehen können. Aber dass man idealisiert wird, passiert schon lokalen Hobby-Kirchenmusikern. Und das wiederum kann schon ein Problem sein, da diese ihre diversen Schwächen dadurch vergessen, die Kriterien für Profimusik nicht kennen und keinen Unterschied machen zwischen sich und Profikünstlern.
Studierte, gelernte Musiker werden dann als gleichwertige, vielleicht sogar als unliebsame Kollegen betrachtet, was sich atmosphärisch auswirkt. Dies ist gerade in der Kirchenmusik aufgrund der starken Laienarbeit geradezu mindblowing und in keinem anderen musikalischen Bereich so deutlich. Warum ist das so? Zudem: Ehrenamtliche Menschen werden (in der Kirche) oft mehr idealisiert als bezahlte Profis. Und was für eine angenehme Abwechslung, falls man in seinem normalen Beruf nicht mal ansatzweise so viel Anerkennung erfährt?
In der Kirche wird oft geschwatzt, Schub und Schwall und Gestus, und dies hat leider auch starke Auswirkungen auf die Kirchenmusik. Haben wir zu spät geschrien?
Doch durch alle Poren dringt das Morgenlied.

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