7. September 2026: Wer Verpflichtungen gegenüber seinen Mitmenschen leugnet, hat in seinem Herzen bereits einen Bund mit dem Verbrechen geschlossen. (Jacques Cabaud)
Foto: Konzert I Orgeltriduum Marienstatter Abteikonzerte 2026
Heute erinnere ich an Władysław Szlengel, polnischer, jüdischer Dichter, der selbst im Ghetto noch Gedichte schrieb. Szlengel starb 1943 im Ghetto. Er war blutjung und wurde ermordet. Das deutsche Wikipedia schreibt NICHT, dass er Jude war und ermordet wurde. So viel zu Wikipedia. Es heißt da nur lapidar: „Er starb im Ghetto…während ‚des Aufstands‘“. Unterdessen nutzen viele Männer unbehelligt ihre Selbstlob-Möglichkeit auf Wikipedia.
Mein Konzert war schön hier und sehr gut besucht in Marienstatt im Westerwald, es kamen über 300 Leute, und ein goldenes Herbstwetter lockte am Nachmittag. Es riecht nach zerquetschten Äpfeln und Pflaumen. Längtan und B-A-C-H wurden besonders geliebt, die FLÖTENUHREN und Bach. Ich verkaufte alle CDs. Anschließend waren wir essen. Presse war auch da, 3 verschiedene Zeitungen.
Die große weiße Abtei Marienstatt mit Park, Klostergarten, Gästehaus und Kirche im Westerwald gehört zu Streithausen bei Hachenburg. Ihre Orgel ist die größte im Westerwald und wegen ihrer schönen Solostimmen sehr berühmt.
Sie ist aus massiver Eiche und besitzt 6 Schwellwerke!
Die Orgel ist keine „Rieger-Orgel“ in dem Sinn mehr, war auch nie eine eher typisch neobarocke Rieger aus den 70er Jahren, da Georg Jann das Instrument special und universal gemacht hat. Orgelfirmen wie Seifert haben die Orgel verändert. Jedoch die Vision für die Orgel hatte stets Frater Gregor, welche nicht die Vision Riegers war, weshalb diese schon lange nicht mehr kommen. Klais betreut die Orgel.
Das Instrument ersetzt eine Feith-Orgel aus dem Jahr 1912, die 1969 nach Köln verkauft wurde. Feith-Orgeln habe ich auch schon gespielt.

Anbei meine neue CD bei Naxos:
https://www.naxos.de/neuheiten/4029897020553
Neue CD 2026: BACH BERÜHREN:
https://www.ann-helena.de/orgelinformation
https://www.ann-helena.de/shop
https://magazin.klassik.com/records/teaser.cfm?RECID=41534

Mich würde ja mal interessieren:
– ist es nicht sehr viel günstiger für die Organistin, wenn sie „auf Ohrenhöhe“ mit dem Publikum spielt und so, im Gegensatz zur Empore, das gleiche hört wie dieses ?
– bei den vielen „versperengten“ Werken — wie hat man da die Timing-Probleme gelöst ? Das ist verdammt anspruchsvoll und juckt mir in den Fingern. Mit einem PLC ist das machbar, aber mit „klassischer“ Elektromechanik kaum zu schaffen.
Cavallier-Coll, als „Trendsetter“, hat elektrische Steuerungen stets abgelehnt, weil er nur eine „Hilfsenergie“ einsetzen wollte, das war halt der Wind. So setzte er auf Pneumatik und vorgesteuerte Ventile („Barker-Hebel“). Hätte er der Elektrizität doch eine Chance gegeben !
B-A-C-H – ein anspruchsvolles Stück an einem ungewöhnlich komplexen Instrument – Glückwunsch, daß Du so easy diese Konstellation bemeistert hast.
Während der Dom in Trier die Bro-Kultur in der Kirchenmusik feiert, feiern andere Kirchen Konzert-Organistinnen!