27. April 2026: Rotkehlchensocken
Foto: Pedal Späth Orgel St. Johann Baptist Kirche Obsersulm Affaltrach bei Heilbronn
Anhand der Kegellade spielt sich op. 73 wie ein Flügel. Die kurzen Registerzüge müssen eingehakt werden, was typisch ist für Kegellade. Späth hat auch vollpneumatische Orgeln gebaut, also pneumatische Kegelladen, und sogar pneumatische Membranladen als Windlade, da Gebr. Späth sehr experimentell waren.
Ich freue mich, dass ich bald ein Harmonium geschenkt bekomme. Ich finde, Harmonien werden unterschätzt. Es sind wundervolle Instrumente, ob nun Saugwind- oder Druckwind-Harmonien. Ich spiele sie sehr gern.
Diese Woche spiele ich 5 Konzerte und freue mich auf jedes einzelne davon. Es sind sehr unterschiedliche Instrumente.
ps: Die fränkischen Dörfer rings um Würzburg sind die schönsten Dörfer der Welt. Besonders Randersacker und Sommerhausen. Jetzt im Frühling mit Spargel und den Antiquitäten-Läden, die sogar sonntags aufhaben, und mit den Patria-Fahrrädern zurückfahren und viele gebrauchte Noten aus den Antiquitäten-Läden auf dem Rücken haben mit Fahrradgurten über der Schulter, so dass man schlingert. Überholt werden von alten Hornissen-E-Bikern oder von Papageien-Rennrädern.
Neue CD 2026: BACH BERÜHREN:
https://www.ann-helena.de/orgelinformation
https://www.ann-helena.de/shop
https://magazin.klassik.com/records/teaser.cfm?RECID=41534

Hallo Ann-Helena,
Johann-Sebastian Bach Goldberg-Variationen“ (BWV 988), ursprünglich für ein mehrmanualiges Cembalo gedacht, wurden schon vielfach auf anderen Instrumenten eingespielt. Legendär ist die des kanadischen Pianisten Glenn Gould auf einen Konzertflügel (1956). Eine Herausforderung dabei war hier das für ein zweimaualies Instrument komponierte Werk auf ein einmaliges zu übertragen. Auch die Übertragung auf eine Orgel mit ihren vielfältigenKlangfacetten, gerade einer zweimanualigen, bietet dem Hörer ganz neue Erlebnisse und eine barocke Klangästhetik an. Auch aufgrund des kontrapunktischen barocken Stils ist hier eine Übertragung gut möglich und sicher beim Hören ein Höhepunkt barocker Variationskunst zu genießen. Auch Einspielungen auf der Orgel gibt es eine Vielzahl. Renomierte Organisten sind darunter zu finden. Nun gibt es eine CD-Einspielung der in Würzburger Organistin Ann-Helena Schlüter. Auffallend ist schon allein das Cover. Es zeigt die Hände der Organistin. Sind die Noten gegeben, dann noch ein passendes Instrument, so sind die Hände das notwendige „Werkzeug“ um diese wunderbare Musik entstehen zu lassen. Insgesamt ist das Cover in seiner Gestaltung sehr ansprechend. Ein kleines Begleitheft gibt zusätzliche Informationen, auch zur Auswahl des Instrumentes. Das scheint mir nicht unbedeutend zu sein. Es handelt sich hier um die historische Barockorgel in St. Antonius, Worbis. Die Orgel verfügt über schöne Stimmen, wobei hier nur zwei Zungenregister vorhanden sind. Insgesamt zeigt dieses barocke Instrument auf der CD einen warmen, weichen und transparenten Klang, der sicher auch mit der herausragenden Aufnahmetechnik zu tun hat. Bei der technisch sehr anspruchsvollen Partitur zeigt sich Ann-Helena Schlüter sehr souverän und sicher. Dabei wird die musikalische Spannweite der Variationen von eher meditativ, verspielt, beschwingt und tänzerisch wunderbar auch durch die überlegte Registerwahl überzeugend ausgedeutet. Es zeigt sich eine tiefe Spielfreude, eine feinfühlige Auswahl der Klangfacetten der Orgel für die einzelnen Variationen, so dass hier eine stimmige und sehr schöne CD entstanden ist. Bleibt abschließend zu erwähnen, dass die Übertragung auf die Orgel nicht eine Bearbeitung darstellt, sondern als neue klangliche Realisierung für die Ohren des 21. Jahrhunderts.
Herzliche Grüße aus Warendorf
Klaus
Ich habe die CD auch