20. Februar 2026: Ich setzte den Fuß in die Luft, und sie trug. (Hilde Domin, geboren Hildegard Löwenstein, was viel schöner ist)
Heute erinnere ich an die Schweizer Lyrikerin Andrea Maria Keller, 1967-2021.
Nehmen wir die geliebte geniale Wanderer-Fantasie von Schubert (manchmal denke ich, ach, der arme Schubi, er kann den Hals nicht vollkriegen, jedenfalls nicht bei der Wandererfantasie): Wenn die Akkorde und Arpeggios und Griffe am Klavier für kleine Frauenhände oder gar Kinderhände nicht (gut) machbar sind, dann wäre es misogyn, zu sagen, es muss trotzdem ohne Abänderungen und ohne Streichungen so gespielt werden! Das ist auf Dauer gesundheitlich gefährlich für Pianistinnen!
Die Läufe dieses hochvirtuosen, langen, zyklischen Werkes zeigen deutlich, was die meisten Organistenhände nicht können: ununterbrochen lange Perlenketten zu spielen, die über die ganze Klaviatur gehen (etwas, das eine Orgel ja schon generell nicht bietet: 88 Tasten am Stück, was ich sehr vermisse an der Orgel) und dies gar auch noch zusätzlich mit links und Läufe, die man nicht auf die Hände aufteilen kann (was Organisten sehr gern beim kleinsten Lauf tun) – weil die andere Hand parallel gleichzeitig ebenfalls unabhängig busy ist: In Dynamik, in Forte, in Virtuos.

ich lese jeden Tag
Du spielst also am liebsten Haydn, Schubert und Bach?
Und dabei sind die haarigen Hände von Organisten oft so groß wie die von Lehrer Lämpel.