25. Januar 2026: Wenn die Männer Unrecht tun, geschieht es aus Härte, bei den Frauen geschieht es aus Schwäche. (Germaine de Staël)
Heute erinnere ich an die wunderbare jüdisch-katholische Schriftstellerin Irene Marinoff, 1901, viel zu unbekannt. (Wenn sie ein Mann wäre, würde sie im Internet 1000 x zu finden sein und von anderen Männern schwer salutiert. Viele Männern salutieren andere Männer in einer Art und Weise, die mich an schreiende Esel erinnert (ich mag Esel übrigens sehr gern, nichts gegen Esel).)
Der Biograph Andreas Mäckler hat ein Buch herausgegeben zu: Was ist Kunst? Man kann es wahrscheinlich kaum glauben – oder habt ihr es euch schon gedacht? – der gute Herausgeber zitiert rauf und runter fast ausschließlich Männer. Zugegeben, es ist ein altes Buch, von 2000. Aber eigentlich sollte das Buch heißen: Was ist Testosteron? Solche Bücher fangen das alles auf: Phallozän, Patriarchat, die in Mann getauchte Sprache, das in Mann getauchte Denken. An sich ist nichts dagegen zu sagen, wenn es nicht die Frau gäbe. Ist es nicht extrem langweilig und dumm, alles nur in Mann zu sehen? Wo es doch was ganz anderes, was ganz Wundervolles noch dazu gibt? Direkt nebendran?

schön formuliert: In MANN getauchtes Denken