12. Oktober 2025: Die Banalität des Bösen
Ich mag pneumatische Orgeln.
Ich empfehle sehr den neuen dokumentarischen Film über die jüdische deutsche Denkerin Hannah Arendt, ein Film von der genialen Chana Gazit. Viel Neues über unsere Geschichte ist hier zu lernen. Er ist sehr berührend. Man kommt nicht umhin, zu weinen, wenn man die originalen, teils schockierenden Bilder, Zitate, Stimmen und Aufnahmen von den Zwanziger Jahren bis heute sieht und hört.
Die Zeit von 1923 bis 1933 ist sehr lehrreich auch für unsere eigene Zeit. Wer hat damals wirklich begriffen, wie schlimm es werden würde? Wieviele sagten damals wie sie es heute sagen, es ist doch alles noch irgendwie ok… Ist doch alles nicht so schlimm… Das sind die, deren normales privates persönliches Leben überhaupt nicht tangiert wird. Die morgens zur Arbeit radeln und den ganzen Tag im Büro sitzen. Die eigentlich keine Ahnung haben, was uns bevorsteht. Und die es auch nicht sehen wollen.
Hannah Arendt hat schon früh die Zusammenhänge erkannt und war nicht überrascht über das, was kam. Wie viel weniger sollten wir überrascht sein. Sie war dennoch überrascht über den Massenmord an den Juden. Ich frage mich immer noch, wie das überraschen konnte!
Schockiert hat mich, dass Martin Heidegger Nazi und Ehebrecher war und dennoch bis heute als „Philosoph“ gefeiert wird, er, der jahrelang Studentinnen in Affären lockte und sofort klein beigab, als die Nazis an die Macht kamen. Und wieviele andere Männer! Was nützt es, wenn ein solcher Mann über ein neues „Weltverständnis“ schwafelt? Seine Lehren haben nichts verändert und hatten eher etwas Heuchlerisches und Sektenartiges.
Laut Hannah Arendt waren es gerade die Akademiker, die sofort eingeknickt sind. Sie hatten ja viel zu verlieren. Ist es nicht heute genauso? Die Banalität des Bösen.
Wenn man über diese kluge Frau hört und liest, die ja auch später massivst kritisiert und angefeindet wurde, so denke ich: Was unsere Welt verbessert und verändert hätte, wäre gewesen, kluge Frauen anzuhören und ernst zu nehmen und wertzuschätzen.

Von der Banalität des Bösen habe ich auch schon gehört. Wer interviewt mich und gibt mir die dringend benötigte Bühne ? Ich wäre gerne Stadtgespräch
Also ich hab zwar von Musik keine Ahnung, aber in der Bibel steht, die Frau solle schweigen und lieber nur musizieren.
Die Anfänge der Banalität des Bösen sieht man doch schon im Pfeifenorgelforum finde ich oder wenn man Leute wie Rochus Schmitz oder Jan Wilke oder den alten Saarstalker liest oder was in der Kirchenmusik generell abgeht, besonders in Heidelberg, Köln oder Wangen…
Saarspast: Banalität des Banalen
Ach könnte ich nur Orgel spielen. Ist das Kunst oder kann das weg?
Aber wenigstens bin ich kein Komplettlaie ? Siehe Barmen Nord bis Süd.
Hab Er-Barmen, ob Süd-Ost oder Nord-West.
Die Nazis sind nicht an die Macht gekommen, sondern wurden demokratisch gewählt.
So wie die Grünen.
Haben wir etwas gelernt ?
Offener Verfassungsbruch durch die Grünen, Ausschluss von Fraktionsmitgliedern bei abweichenden Meinungen.
Kriminalisierung abweichender Meinungsäußerungen.
Kollektive „Spracherziehung“.
Ein Besitztum von Fürstin Gloria von Thurn und Taxis wird von „Demokratieverteidigern“ abgebrannt und alles freut sich.
Am 2. Jahrestag der palestinensischen Greueltaten feiern „Aktivistys“ öffentlich Freudenfeste.
Die Rezension ist dir für den Film gelungenen: „Sie wollte Leben…“ – Traurigkeit, Beklemmung doch auch Hoffnung und Zuversicht. Liebe Ann-Helena eindrucksvoll im heutigen Blog artikuliert. Du bist nicht nur eine super Musikerin, sondern zugleich eine großartige Autorin die Worte im Bild und als Gefühl spiegelt … Herzlichen Dank dafür