9. Oktober 2025: Bei mir kerzt es das ganze Jahr über.
Die wahre Form des Dirigierens und der Chorleitung, die wirklich führen ist, sticht absolut heraus. Es stimmt, dass es einiges an Chorleitung und Dirigieren gibt, das eher an Choreographie erinnert, aber nicht an Leiten und Führen. Das wahre Führen, Formen und Färben des Klangs und auch das konkrete klare rhythmische Führen setzt voraus, dass man das Stück in-und auswendig kennt und auch das richtige Handwerkszeug besitzt.
Besonders das Arbeiten mit Profis hilft hier. Da das Arbeiten mit Profi-Sängern und Orchestern etwas anderes ist, als mit Laien zu arbeiten. Beides ist wichtig.
Man muss einfach in der Praxis stehen. Es ist ein Unterschied, ob ein Professor etwas erklärt, der kaum noch in der Praxis steht, oder ob dir jemand etwas zeigt, der absolut in der Praxis steht, und zwar am besten mit Chor und Orchester.
Ich erinnere mich, wie ich in Greifswald nie das Klavier zur Hilfe nehmen durfte. Der Flügel stand abgedeckt und verkettet in der Ecke. Stattdessen mussten wir mit einer winzigen Stimmgabel arbeiten. Wehe, du hattest die nicht dabei. Ich holte mir jedes Mal blaue Flecken, wenn ich aus der Stimmgabel einen Ton herausbekommen wollte, und schrie laut auf, weil du ja auf Knochen schlagen musst, damit ein gequältes a herausbricht.
Am liebsten hätte ich dem Lehrer seine Stimmgabel in den Hintern geschoben.
Seither bin ich allergisch gegen Stimmgabeln.

Der Wahn mit den Stimmgabeln ist Pedanterie und kommt denen zugute die schlecht Klavier spielen.
Schwierig ist es wenn ein Laie seinen Laien was zu erklären versucht – nach Maßgabe eines weiteren Laien, Pfarrer genannt. Pfarrerinnen werden in der Katholischen Kirche ja entgegen der Menschenrechte ausgeschlossen.
Kirchenmusik 2025 in Deutschland
Es gibt mehr Schwaben als man denkt in dieser Welt
Erinnern wir uns noch an unseren Ludwig Kaiser, der sich in der Männerwelt der Kirchenmusik, dicke mit dem männerdominierten
„Förderkreis Kulturraum“ Hans-Joachim Herholz, im Zeitzeichen lächerlich gemacht hat. Erstaunlich ist nur, dass Zeitzeichen mit Philipp Gessler Ludwig Kaisers „Meinung“ überhaupt gedruckt hat. Auf Anfragen diesbezüglich hat er nie reagiert.