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Organistin Wesseling

O ye who taste that Love is sweet…

27. September 2025: … set way-marks for the doubtful feet that stumble on in search of it. 

Ich bin im hübschen Rendsburg bei Hamburg bzw. Kiel im Norden angekommen. Das Nordkolleg ist ein großes grünes Gelände. Es ist sonniges Wetter. Wir sind eine interessante große schöne Gruppe mit völlig unterschiedlichen Backgrounds. Das ist spannend.

Chorleitung ist etwas Natürliches. Wie Singen. Manche machen daraus eine Wissenschaft, etwas Abgrenzendes. Dabei ist es etwas so Natürliches und Menschliches, gerade für musikalische Menschen. Ich glaube, dass gerade die daraus etwas Ausgrenzendes oder Abgehobenes machen, die in anderen musikalischen Gebieten versagen, z.B. darin, ein Instrument zu spielen oder gut zu spielen.

Aber eigentlich ist Chorleitung etwas, das jedem steht und liegt. Etwas, das man gut lernen kann. Etwas, das sehr individuell ist. Nicht gefährlich, maskulin oder autoritär. Im Gegenteil. Etwas, das bei jedem „funktioniert“, wenn man musikalisch ist.

Leider gibt es Leute, die Chorleitung beherrschen oder kontrollieren wollen, oder daraus einen Wettbewerb machen, nach dem Motto: Das ist erlaubt, das nicht. Das darf man machen, das nicht. „Es geht nur so“. „Nur so ist es gut.“ Das ist falsch.

Deswegen ist Chorleitung ein Prozess. Erfahrung. Vertiefung. Bühnenpräsenz. Gruppendynamik. Um den eigenen Weg zu finden.

Hier sind wir eine schöne Gruppe mit tollen Komponistinnen. Wir lernen viel. ❤️ Ich gehe schlafen mit überkreuzten Ohrwürmern.

Ich habe Clara Schumanns Gandoliera dirigiert.

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