12. August 2025: Ambiente Audio
Tag 1 CD Aufnahme Bach Goldberg Variationen:
Die ersten 10 Variationen inklusive der beiden Arien sind seit gestern im Kasten. Es ist die erste CD der Bach Goldberg Variationen auf einer mitteltönigen großen dreimanualigen Barockorgel mit begrenztem Umfang. Es gibt generell sehr wenig CDs mit den Goldberg Variationen auf Orgel.
Der begrenzte Umfang hier macht es komplexer, aber die wundervolle Akustik und die genialen Klangfarben belohnen den Aufwand.
Wir haben unsere Ruhe, auch tagsüber, und können uns mit dem Generalschlüssel einsperren. Abends essen wir gemütlich und trinken ein Glas Wein.
Heute kommen die nächsten 10 Variatio dran. Es sind ein paar echte virtuose Zungenbrecher a 2 Clav dabei. Vor allem bei meinen Tempi! Hinzu kommt, dass ich oft oktavieren muss, die Orgel schwergängig ist und insgesamt unbequem zu spielen, hoch, eng, ohne Spielhilfen. Aber genau das finde ich so echt und authentisch, zudem ist sie noch ein Geheimtipp und nicht so ausgelutscht in Aufnahmen. Mit ihren 6 Keilbälgen atmet sie zwischendurch sehr laut durch den Balgaufzug, so wie die Orgel in Gräfenroda.
Außerdem ist die Kirche jetzt im Sommer angenehm kühl, und die Orgel besitzt bezaubernde Flöten und Streicher. Wenn ich euch jetzt noch einen entscheidenden Tipp gebe, dann wisst ihr, wo ich bin. Sie hat nämlich eine Besonderheit, die keine einzige andere Orgel besitzt, die ich kenne.
Und es war ein großer Aufwand, diese Orgel zu rekonstruieren. 200 Pfeifen waren noch ungestimmt original erhalten, was recht einmalig ist, davon Prinzipalpfeifen und Rückpositiv-Pfeifen, alle über 300 Jahre alt. Die Akustik ist brillant-samtig: luftig rauchig wie die singenden Gedackten und Rohrflöten. Besonders gefallen mir Viola da Gamba und der Tremulant (Kanal-Tremulant) und alle original erhaltenen mitteltönigen Pfeifen. Sie ist eine schwergängige Charakter-Orgel.

Zu Bachs Zeiten waren alle Orgeln mitteltönig. Klasse Idee. Außergewöhnlich schön, das modifiziert mitteltönig Klang
Bach berührend – was für ein schöner Titel!
Wobei mir dazu noch einfällt:
Es gab einmal eine ziemlich interessante Einspielung mit ähnlichem Namen von Wendy Carlos, „Switched-on Bach“.
Es waren einige adaptierte Stücke von Bach, gespielt auf einem frühen Moog – Synthesizer.
Ich hätte Dich gern, sehr gern gehört mit musikalisch angepaßten Bach – Stücken für eine Hammond-Orgel. Die ihre Klänge nicht aus Samples abruft, sondern elektrisch (nicht elektronisch) erzeugt nach den von Fourier gefundenen Gesetzmäßigkeiten.
Die Kür für mich wäre ja eine „Anti-Hauptwerk“ auf einer IBM RS/6000 gewesen (heißt tagesaktuell jeweils anders), mit einem speziellen, mit Deiner musikalischen Inspiration generierten FPGA.
Mit einem ganz neuen Instrument, natürlich mitteltönig gestimmt mit A = 432 Hz, ergibt sich etwas ganz tolles: Eine Virtuosin führt alte Musik nach alten Regeln auf einem neuen Instrument auf.
Das hätte ich viel interessanter gefunden als Anna Lapwoods Popkonzert.
Ansonsten finde ich, daß Du eigentlich eine B3 brauchst. Dann erübrigt sich auch der Tremulant, denn wenn man, wie bspw. Jon Lord, die Hammond ankippt, verändert sich natürlich der Ton, weil sich die Winkelgeschwindigkeit der Welle relativ zum Stator ändert.
Das hier wäre etwas für Madame:
https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/hammond-rt3-die-grosse-version-der-b3-c3-erweitertem-fusspepal/3143746958-74-26773
Ich bestelle und bezahle es
Ich kaufe es und lass es direkt an deine Adresse senden. Dann wird es nicht so wie damals als ich ein Fahrrad kaufen wollte und keinen Pfennig in der Tasche hatte.
Tonwelle, Schwingkreise und den Röhren-Vorverstärker saniert. Neue Elektrolyt-Kondensatoren, neue Röhren (New old Stock, keine billigen Russen-Nachbauten), penible Reinigung, präzises Durchmessen und Abstimmen. Aber da wird leider genauso wenig was draus wie mit dem Fahrrad. Ich hab so fixe IDEEN, die ich gar nicht zahlen will.
Ich habe schon 10 bestellt
Viel Erfolg. Du bist die Beste!
Ich hab es rausgefunden: WORBIS
Gnädigste, ich bin neidisch
Guido Krawinkel ist gelb vor Neid. Und die Verlage schütteln den Kopf über seinen Haß.
G. Krawinkel feiert „Tik Tok Organisten“ die Popmusik spielen.
Ja Guido Krawinkel ist Teil vom Hatefluencing. Was hat so ein Verleumder beim Schallplattenpreis zu suchen? Das ist rechtswidrig und manipulativ was der macht
Wolfgang Schäfer hat ein völlig anderes Niveau als Christoph Spengler. In jeder Hinsicht.
Ich freue mich sehr!