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Organistin Klais Orgel Oberursel

Herr, ich liebe den Ort, wo dein Tempel steht, die Stätte, wo deine Herrlichkeit wohnt. (Psalm 26,8)

1. Juli 2025: Cäcilia, die Patronin der Kirchenmusik, was sie wohl in Deutschland unter all den männlichen Domorganisten, KMDs und Kirchenmusikern denkt?

Foto: Große Klais Orgel kath. Liebfrauenkirche Oberursel Hochtaunus, Hessen, 4 M

Heute erinnere ich an Amalia Eriksson, Schwedens erste Zuckerbäckerin von 1859.

Sicher denkt sich Cäcilia nicht, ach, wie gut, dass ich die einzige Frau unter Männern bin – wie leider viele Frauen heute denken.

Wir aßen nach dem Konzert in Hauenstein im Landhotel „Zum Ochsen“, wo ich auch untergebracht war. Es gibt dort den leckeren, roten Pfälzer Wein „Sankt Laurent“. Mild, kein bisschen grell und nicht zu trocken.

Allerdings ist das typisch Pfälzer Essen gewöhnungsbedürftig: Saumagen, Magen, Leber, Blutwurst.
Ähm, nein.

Ich mag es übrigens sehr, wenn die Menschen nach jedem Stück klatschen. Ich brauche einfach das Feedback vom Publikum, die Interaktion. Vor allem, wenn frau allein und weit weg an der Orgel sitzt. Applaus inspiriert und berauscht mich. Ich akzeptiere es nur in Ausnahmefällen, wenn erst zum Schluss geklatscht wird – entweder weil die Zuhörenden unsicher sind oder es ihnen verboten wird, während des Konzertes zu applaudieren. Als wäre Applaus etwas Unchristliches, als wäre Applaus automatisch verbunden mit einer Art Fußballspiel.

Ich habe nach dem Konzert schöne Blumen bekommen. Die Presse war auch da. Der Förderverein agiert schon seit Jahrzehnten als eine Art Familienbetrieb unabhängig von Pfarrern.

Manche sind weit angereist zu meinem Konzert, zum Beispiel meine YouTube Fans, einige Stunden.

Eingeladen hat mich der Förderverein, weil sie von mir in der Zeitung gelesen haben, als ich im nahen Zweibrücken konzertiert habe.
Sie waren traurig, als ich 4 Wochen lang nicht reagiert habe und machten sich schon Sorgen, dass Hauenstein zu unbedeutend sei. Das ist es natürlich nicht.

Morgen berichte ich von der schönen großen Klais Orgel der Liebfrauenkirche Oberursel. Mein kleiner verlorener Orgelschuh wurde mir übrigens wohlbehalten per Post zugeschickt.

Übrigens vergaß ich zu Oberursel St. Ursula zu erwähnen:

Der Prospekt ist von Johann Conrad Bürgy von 1789, nach seinem Tod von seinem Sohn Philipp Heinrich Bürgy 1793 vollendet.

Das Bürgy-Instrument verfügte über 21 Register, zwei Manuale und Pedal.

Klais ersetzte 1923 das Werk, erweiterte es auf 24 Stimmen, während 1960 ein Neubau mit 30 Registern von F & N aus Lich hinter dem historischen Gehäuse von Bürgy entstand.

Seit der Restaurierung 2006 orientiert sich der Sound wieder am barocken Original.
Zugleich wurde die Schleifladen-Orgel um das Register Salicional 8′ ergänzt. 

Der Hochtaunus gefällt mir gut. Die Kirche besitzt Gewölbe-Schlusssteine, einen spätgotischen Taufstein und eine Kanzel von 1650. Die Madonna ist von 1684, der Altar von 1513.




5 Antworten auf “Herr, ich liebe den Ort, wo dein Tempel steht, die Stätte, wo deine Herrlichkeit wohnt. (Psalm 26,8)”

  1. Mathilde Tauscherin

    Christian Barthen spielt in München. Wann spielt Ruben Sturm in St. Gallen ? Echt spannend !!!

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