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Bürgy Förster und Nicolaus Orgel

Förster & Nicolaus Orgel St. Ursula Kirche Oberursel, Taunus

kath. Pfarrkirche St. Ursula

Orgelbauer:

Johann Conrad Bürgy / Klais / F & N (Lich)

Baujahr:

1789 / 1923 / 1960 / 2006

Datum des Erstbesuchs:

Juni 2025

Disposition und Spielhilfen

Große Bürgy / Klais / Nicolaus & Förster Orgel St. Ursula Kirche Oberursel bei Frankfurt, Taunus, Hessen, 3 M, 30 R, 2000 Pfeifen

Das schöne elektrische Schleifladen-Instrument mit dem freien Spieltisch, an dem frau mit dem Gesicht zum Bürgy-Prospekt sitzt, der eher schlicht und engellos ist (man sagte, der einzige Rauschgoldengel hier sei ich) hat mir sehr gut gefallen.

Der Prospekt ist von Johann Conrad Bürgy von 1789, nach seinem Tod von seinem Sohn Philipp Heinrich Bürgy 1793 vollendet.

Das vorherige Bürgy-Instrument verfügte über 21 Register, zwei Manuale und Pedal.

Klais ersetzte 1923 das Werk, erweiterte es auf 24 Stimmen, während 1960 ein Neubau mit 30 Registern von F & N aus Lich hinter dem historischen Gehäuse von Bürgy entstand.

Seit der Restaurierung 2006 orientiert sich der Sound wieder am barocken Original.
Zugleich wurde die Schleifladen-Orgel um das Register Salicional 8′ ergänzt. 

Die Kirche inmitten des malerischen Ortes im Taunus (man sagt, Speckgürtel Frankfurts) steht auf einer Anhöhe umrundet von Fachwerkhäusern, Gassen, dem Marktplatz mit Brunnen und ist im Sommer angenehm kühl. Bad Homburg ist nur wenige Kilometer entfernt.

Die Orgel wird von Orgelbau Mayer betreut und wurde auch von Mayer 2006 saniert. Sie hat schöne Zungen, Tremulant und keine Setzeranlage, was mich nicht stört.

Der Hochtaunus gefällt mir gut. Die Kirche besitzt Gewölbe-Schlusssteine, einen spätgotischen Taufstein und eine Kanzel von 1650. Die Madonna ist von 1684, der Altar von 1513.

HW I

Pommer 16′

Prinzipal 8′

Rohrflöte 8′

Oktave 4′

Spitzflöte 4′

Prinzipal 2′

Mixtur 6f

Trompete 8′

P II

Spillflöte 8′

Gedackt 4′

Schwiegel 2′

Sesquialtera 2f

Zymbel 2f

Krummhorn 8′

Tremulant

SW III

Gedeckt 8′

Salicional 8′

Prinzipal 4′

Nachthorngedackt 4′

Nasard 22/3

Blockflöte 2′

Oktave 1′

Scharf 4f

Oboe 8‘

Tremulant

Pedal

Prinzipal 16′

Untersatz 16′

Oktavbaß 8′

Gedackt 8′

Prinzipal 4′

Gedacktpommer 4′

Blockflöte 2′

Pedalmixtur 5f

Posaune 16′

Klarine 8′

Konzert Oberursel

 

 

Spielhilfen

Koppeln 

II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P

3 freie Kombinationen, Organo Pleno

Zungeneinzelabsteller, Handregister Ab

Klang und Akustik

Die Kirche besitzt eine feine Akustik: klar, nicht diffus, mit einer hellen, brillanten Note darin. Das Konzert war sehr schön, wir waren danach indisch essen.

Die Orgel hat einen schönen barocken Bürgy-Klang, ohne neobarock zu sein. Die modebedingten Veränderungen wurden 2006 entfernt und man kam zurück zum Vorbild Bürgys.

Persönliche Note

Ich spielte auch die bezaubernde große alte Klais-Orgel, 4 M, in der kath. Liebfrauenkirche Oberursel, die jetzt, dieses Jahr von Orgelbau Mayer ausgebaut und gereinigt wird für 44.000 Euro, nachdem die Elektronik ebenfalls erneuert wurde.

Ich konzertierte schon mal vor langer Zeit, vor meinem Orgelstudium, in Oberursel mit einem Klavierabend und einem Gottesdienst in einer großen Klinik hier.

In St. Hedwig gibt es eine Klais-Orgel, die jedoch „verhunzt“ worden sein soll, und in St. Antonius eine Späth-Orgel

Auf dem Sporn eines Taunusausläufers ragt der Turm der spätgotischen Hallenkirche auf. Die Kirche besitzt 4 Glocken, die älteste ist von 1508. Seit 1351 wird die heilige Ursula in Oberursel geehrt.


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