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Erspielter Rausch!

23. Mai 2024: Nur Gott kann Seele schaffen. 

Hart erspielter Rausch. Für mich als Berufsmusikerin ist Musik etwas anderes als für Hobbyspielende. Ja, es ist Rausch, Blut, Muße und Genuss – aber es ist auch Arbeit, viel Arbeit, nüchterne und erkämpft, Disziplin und große Opferbereitschaft.

Diese Opferbereitschaft trennt mich von vielen Laien, Musikanten und Semispieler: Die meisten Menschen sind nicht bereit, so viel für eine Berufung zu opfern. Dass man dazu bereit ist, als wäre es leicht, das zeigt die Berufung oder verdeutlicht diese.

Was mich zudem antreibt, ist der Hunger und die Neugierde, meine Musikalität immer weiter auszubauen. Das kann man Ausbildung nennen. Ich nenne es, meine Musikalität bis zum letzten Atemzug weiter zu entwickeln. Es ist so: Zuerst sieht man das Boot, die Segel, dann das Meer, die Wellen, dann die Sonne, dann noch die Sterne, den Wind … es geht immer weiter, es hört nie auf, es gibt so viel zu entdecken! Und das ist wunderbar so. Alles Künstlerische ist ein unendliches Abenteuer. Hat man das eine erkannt, ergibt sich daraus das Nächste.

Deswegen mag ich auch KI nicht. Ich hasse Computerstimmen. KI ist eben nicht künstlerisch und kann es gar nicht sein. KI besitzt keine Seele und wird es auch nie. Es wird nie künstliche Seelen geben, Gott sei Dank. Das wäre ja KS. Zwischen künstlich und künstlerisch besteht eben ein erheblicher Unterschied. Selbst der dümmste Mensch, der sich für unmusikalisch hält, besitzt eine Seele und ist daher künstlerischer, als es KI je sein kann. Nur Gott kann Seele schaffen. Eine Computerstimme oder eine KI-Stimme, auch noch so gut gemacht, wird nie konkurrieren können mit der Stimme des „dümmsten“ Menschen. Stimme, Sprache ist eben schon Musik und Seele und künstlerisch.

Wie wohl Gottes Stimme klingt?

Teschemacher Orgel ev. Kirche Essen Werden

2 Antworten auf “Erspielter Rausch!”

  1. Hans Bonfigt

    “Jedem Menschen kann sich Kunst erschließen — außer dem deutschen Bildungsbürger”, läßt Heinrich Böll seinen Protagonisten Prof. Büren in “Ende einer Dienstfahrt” sagen.
    “Kunstapathisch” sind auch viele kirchliche “Haltungsmusikanten” und ihre Zeremonienmeister.
    Bitte aber den “Nicht-Künstler” nicht unterschätzen: Meine Sachen betreibe ich mit der gleichen Leidenschaft wie Du und versuche ständig, mein Wissen zu erweitern und mein Können zu perfektionieren. Und es gibt viele, die das tun.

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