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Orgel St. Petri Kirche Stegelitz

Kein anderer Beruf ist im Stande, das Herz mit einer solch Genugtuung zu lohnen, als das Künstlertum. (Rosegger)

8. Juli 2025: Yhesus: Calix Sit Salutaris Nobis.

Foto: Historische Hartmann Orgel 1748 ev. St. Petri Kirche Stegelitz Möckern Sachsen-Anhalt: Rokoko-Orgel

Mein Konzert hier in Stegelitz Möckern bei Magdeburg war sehr schön und gut besucht. Ich bekam Wein, Buch und Schokolade, spielte Zugabe und verkaufte CDs. Als Zugabe spielte ich mein eigenes Lied mit Gesang. Draußen war es etwas windig und abgekühlt. Leider hat es hier seit Wochen nicht geregnet.

Danach fuhren wir nach Burg bei Magdeburg, wo meine Pension war.

Es ist ein schönes Gefühl, diese besonderen Orgeln in den historischen Orten durchzupusten und ihnen Klänge zu entlocken, die die meisten Menschen aus den Ortschaften, die ihre Kirche und Gott lieben und alles pflegen und bezahlen, so noch nie gehört haben.

Die Akustik in St. Petri ist warm, sanft und mild, genauso duftend-holzig wie das Lindenholz des geschnitzten Rokoko-Gehäuses dieser schönen Denkmal-Orgel. In diesen samtig-trockenen Klang tönt das Kleinod mit seiner Pedal-Posaune und seiner geteilten, hellen Manual-Trompete hinein.

Besonders gefallen hat mir der weiche Tremulant, die Zungen, die etwas, also lieblich verstimmt waren, und dass kein Register etwas Grelles hat.

Der Zymbelstern und die Glocken müssen jedoch dringend saniert werden. Bitte spendet dafür. Auch der Turm muss saniert werden für ca. 200000 €.

Es stört nicht, dass es kein Prinzipal 8 gibt und der Umfang etwas begrenzt ist. Gedackt und Quintatön singen dafür umso schöner, und schicke Vier-Füße gibt es auch.

Ich habe mit Socken gespielt, da das Pedal etwas „Stummeliges“ hat, was ich sehr attraktiv finde: ich spüre das alte Holz sinnlich unter meinen Füßen.

Die romanische alte Kirche, von mächtigen Bäumen umgeben, rührt mich zu Tränen. 

Es ist der größte Kirchensaal im Jerichower Land. Auf der Nordseite befindet sich eine Gruft. Im Dachstuhl hängen die beiden kleinen Glocken.

Die Kanzel ist von 1701 und wurde 1999 restauriert. Überall in den Ecken der Kirche sitzen vorwitzige Putten.

Es gibt feierliche Krieg-Gedenkstafeln und Wappen. Hinter einem Verschlag sitzt der Blasebalg der Orgel. Es gibt auch eine kleine 2. Empore und einen Dachboden mit mechanischer alter Turmuhr. Für die alte Glocke gibt es noch den ehemaligen Seilzug.

Ella Haas stickte die Altardecke.

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