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Sonnenkonzert Konzert Ellichleben

Die Orgel gehört wie eine weitere Girlande zur Kirche.

22. Juni 2025

Foto: Historische Schulze Orgel 1776 Ellichleben

Mein Konzert um 20 Uhr gestern zur Sommersonnenwende war schön und sehr gut besucht, die Kirche war voll, über 110 Leute. Wunderbare, samtig-trockene Akustik. Durch die vielen Menschen wurde die Akustik dann ganz trocken. Danach gab es für alle Sekt und lecker belegte Brote.

Ich bin die erste Frau seit Beginn der Konzertreihe, also seit 15 Jahren (!), die hier konzertiert hat. In Deutschland gibt es noch unzählige Konzertreihen, die hauptsächlich Männer besetzen.

Auch Orgelbau Schönefeld aus Stadtilm waren da, die die Orgel saniert haben. Bereits im nahen Dornheim habe ich in Bachs Traukirche die Schönefeld-Orgel gespielt. Bach ist dann sicher mal durch Ellichleben hindurch gekommen? Jedenfalls spüre ich ihn.

Besonders schön finde ich das Nachthorn 4 und das Glockenspiel. Und natürlich den Tremulanten.

Im 19. Jahrhundert bekam die Schleifladen-Orgel neue Manualklaviere von Orgelbau August Witzmann aus Stadtilm, und einige neue Register. Witzmann hat hier in der Gegend wunderbare romantische Orgeln gebaut, u.a. in Greußen, Witzleben und Riechheim, die ich spielte. Witzmann erinnert mich manchmal an Orgelbau Ratzmann.

Dann kam der Krieg und forderte die Zinnpfeifen im Prospekt. Wieso werden Pfeifen plötzlich kriegswichtig?

Die Firma Eifert wurde die Nachfolgefirma von Witzmann und besorgte noch im Krieg den zinkenen Ersatz für die Kriegslücken, reinigte und elektrifizierte die Orgel.

Ich freute mich auf mein Konzert heute zur Sommersonnenwende.

Warum Sonnenkonzert?

Die Abendsonne scheint gegen 21 Uhr durch die Fenster neben der Orgel und bringt die Sonne an der Spitze des Kanzelaltars zum goldenen Leuchten, ein wunderbarer Licht-Effekt, der echt toll ist.

Wenn man die schlichte evangelische Dorfkirche betritt, die 1770 und 1777 ohne Schäden zwei Brände überstanden hat, ist man erstaunt über ihre prunkvolle Ausstattung: Die zweigeschossigen Emporen sind rosa, blau und türkis mit geheimnisvollen, knarzenden, alten Treppen und mit bunten Wappen und Blumen bemalt und betonen die Stimmung im Raum und im Langhaus. Die Brüstungsfelder sind mit Rankenornamenten ausgestattet. Der Taufstein ist aus dem 15. Jahrhundert.

Über all dem thront die weiße Orgel mit goldenen Engeln. Die Orgel gehört wie eine weitere Girlande zur Kirche. Sie ist geschmückt mit Intarsien und breiten Registergesichtern. 

Die Bänke sind weiß-türkis. Es gibt eine Glasloge. Es ist manchmal gut, wenn Kirchen erst mal kein Geld haben, denn so konnte der Zeitgeist die Orgel in den DDR-Zeiten nicht brechen. Sie musste nur warten, dass sie wieder entdeckt wurde.

Viele Orten rings um Arnstadt im Ilm-Kreis heißen hier „Leben“: Elleben, Ellichleben, Bösleben, Elxleben, Witzleben…

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Disposition und Fotos:




8 Antworten auf “Die Orgel gehört wie eine weitere Girlande zur Kirche.”

  1. Rainer

    Ist da nicht Franziska Remdt Pfarrerin, die als Familie 2018 ankam mit zwei kleinen Kindern und dann Ehebruch beging und die den Jugendpfarrer begehrte, der verheiratet mit Kindern war? Die aus dem Pfarrhaus auszog zu ihrem neuen Lover, dessen dritte Frau sie wurde, und die Familie auseinander riss? Und die trotzdem Abendmahl austeilt? Die Konzerte und Orgeln überhaupt nicht interessiert? Die sich weigerte, im Seniorenheim Gottesdienst zu halten? Der 2x geschiedene „Jugendpfarrer“ bekam daraufhin eine besser bezahlte Leitungs-Stelle als Belohnung für Ehebruch. Das ist die Haltung der EKD.

    • Steven

      Christian Rämisch? Kreisjugendpfarrer
      Kann sein, dass die gar nicht verheiratet sind, sondern so zusammen leben als Geschiedene oder Getrennte

  2. Anette

    Dariiia will nur Lobpreisungen hören. Selbst für mittelmäßiges Bach Spiel . Lernt man das in Herford nicht besser ?

    • Hans Bonfigt

      als musikalischer Laie möchte ich eine gefühlsmäßige Einschätzung abgeben: Und so kam es mir vor: Dariia spielte „ohne Punkt und Komma“. Das war m.E. dem wunderschönen Stück nicht angemessen und sie hat wohl auch nicht den Beethoven-typischen Spagat zwischen Harmonie und Jähzorn umgesetzt.
      Ann-Helena hat ein unglaubliches Gespür für Musik und liefert, auch ohne großes Üben, wunderschön inspirierte Beethoven-Interpretationen. Ich glaube, daß Dariia dieses Gespür noch weiter entwickeln muß. Doch bereits jetzt kompensiert Dariia durch beständiges, hartes Üben.

      Wir sollten wir uns doch ALLE von Herzen freuen, wenn es immer mehr FRAUEN gibt, die die Kultur des Orgelspiels pflegen, zur Freude der Rezipienten. Schlechte männliche Organisten oder stinklangweilige wie Ludwig Kaiser gibt es genug !

      Ich wünsche, in diesem Sinne, Dariia und Ann-Helena viel Erfolg und viel Freude als Konzertorganistin.

      Und auch wenn Ann-Helena Allüren hat wie Arturo Benedetti Michelangeli, so fände ich es ganz toll, wenn sie sich einmal mit Dariia zusammensetzen würde. Im christlichen Sinne. Oder daß Dariia mal den ersten Schritt macht. Beide würden persönlich und künstlerisch gewinnen.

  3. Fritz Orlos

    Es wundert mich dass der depressiv verstimmte Tom Anschütz nicht wieder versucht hat, dein Konzert zu zerstören, damit die Reihe weiterhin eine Männer-Reihe bleibt. Hat er Theophil Heinke nicht mehr im Griff? #gaslighting

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