11. April 2023: Die Schöpfung ist eine Künstlerin. (AHS)
Foto: Schweden
Heute war ich endlich im Film TAR. Ich bin immer noch sehr mitgenommen. Der Film ist schockierend und ich muss erst mal drüber schlafen. Nur so viel: Er hatte Überlänge und ist sehr anstrengend zu sehen. Noch dazu war ich mit einer Freundin da, in einem kleinen Programmkino in „Katakomben“, sie, die keine Musikerin ist und daher nicht so viel verstanden hat.
Cate Blanchett als lesbische Dirigentin Lydia Tar, die jung aussieht (53!), hat phantastisch geschauspielert, und auch die Kameraführung: top! Aber der Film hat auch etwas Horrormäßiges, Absurdes.
Was habe ich daraus gelernt?
1. Auch und besonders ganz oben ist die Luft dünn und man kann niemandem trauen.
2. Man sollte nie ein Charakterschwein werden, wenn man oben angekommen ist – und überhaupt nie.
3. Es ist eine Tragödie, dass Chefdirigentinnen in großen deutschen Orchestern erfunden werden müssen, weil es sie real nicht gibt, weil „die bürgerlich elitäre Klassik“ (Frankfurter Rundschau) ein „männerdominierten Beruf“ ist – ganz zu schweigen von der „Kirchenmusik“ – darüber sollte man mal einen Film drehen, was da abgeht, wie sich da Stellen und Konzerte zugeschustert werden unter Männern und Machtmissbrauch an der Tagesordnung steht
4. Frauen sind nicht besser als Männer, aber eben auch nicht schlechter – werden aber schlechter behandelt
5. Männer werden in der elitären Klassik oft als „Genies“ gefeiert (siehe Süddeutsche) – aber Frauen, in ihrer Vita, wenn sie genauso angeben wie Männer, werden attackiert
6. Dass man nicht vielfältig sein darf heutzutage – das weckt Missgunst und wird nicht gut geheißen in einer Welt der „Spezialisten“
7. Frauen werden bei exakt gleichen Fehlern, die auch Männer machen und die Männer ihnen vorgemacht haben, viel drastischer abgestraft. So als dürften Frauen gar keine Fehler machen. Und schon gar nicht die der Männer, die tagtäglich ungestraft gemacht werden.
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Heute erinnere ich an die Tänzerin Valeria Kratina-Köhler, und an Marta Fraenkel, Ärztin, 1896.
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Sehr schön geschrieben
Bin da etwa ich gemeint ???? Ich verstehe nicht alles sofort und liebe daher klare Ansagen
Eine ganz prosaische Frage: Wie komponieren Sie?
Honni Soit Qui Mal Y Pense.
Musik ist Ergebnis einer geistigen und künstlerischen Leistung und darf nicht im verstockten Provinzialimus hängen bleiben. Die meisten *Kirchenmusiker* aber sind mehr oder weniger provinzial. Du gehörst zum Weltbürgertum des Geistes. Welcher Kirchenmusiker sonst kann schon dichten und schreiben? Das konnte nicht mal Bach.
Dein Daddy und Mamma sind beide die Quelle, deiner schöpferischen und universalen Kunst.
Danke für den musikalischen Film Hinweis. Dem angesehenen Trailer und deiner Einschätzung zufolge, schien er als Oscar würdig … Sehenswert!? Deine Gedanken und shorts im Blog sind gut.
Verschwende deine kostbare Lebenszeit bitte nicht mehr mit deinen blöden Hatern… Die allermeisten triffst du am härtesten mit Nichtbeachtung. Ich schätze, dass über 95% deiner Hater männlich sind und total verliebt – fixiert auf dich sind. Deren Lebenselixier ist wahrscheinlich der Neid auf deine Existenz und künstlerische Schaffenskraft. Anstatt sich an Dir ein Beispiel zu nehmen und selbst am Instrument nach Perfektion zu streben und dann schöpferisch in Aktion zu treten, hängen Sie lieber in bestimmten Foren herum und verschwenden Ihre Lebenszeit mit nutzlosem Getue…
Andlen, das ist alles meine Meinung, aus der sicheren Entfernung.
Das Manny Greens wo sich die Citychurch trifft ist übrigens ein ziemlich schäbiger Nachtclub in ner hässlichen strasse mit ziemlich üblen Bewertungen wo ein Poster mit halbnackten Brüsten am Eingang hängt. super Atmosphäre für Gottesdienst wenn in de Nacht noch durchgesoffen und sonst was getrieben wurde. Die geben sich bestimmt die Klinke in die Hand. Die Citychurch putzt danach und darf den Laden dafür umsonst haben? Es wird natürlich ehrenamtlich geputzt. Von Frauen?