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17. November 2021

Jesus war der erfolgloseste Blogger aller Zeiten. Gerade mal 12 Follower. (Czech/Domzalski)

Oben: Homburg/Saar

Es war wieder super mit Kay in Stuttgart. Heute haben wir uns auch mit Improvisation beschäftigt: Er findet vieles gut, was ich mache, Effekte und Ideen, jedoch arbeite ich nun auch daran, „in einem Raum zu bleiben“ und Ideen und Motive zu festigen und auszuarbeiten, ohne wieder eine neue Tür aufzumachen. Und metrischer zu sein, so dass mehr Fundament und Form da ist.
Ich mag seine trockene und ironisch lustige Art. Hinterher sagte mir eine Dame (er stand dabei), es wäre so nett und besonders, wie ich immer von der Orgel der Stiftskirche herunter lachen würde. Hier in der Akustik hört man das gut. Und vermutlich lachen kaum Leute an der Orgel. Kay durchschaut musikalisch recht schnell und witzig, besonders meine Liebe zu Trillern…, so dass ich lache.

Und wir arbeiteten auch an der „strengen Improvisation“, Triosatz, 4stimmig enge und weite Lage, und an „Jazzfiguren“. Er macht das alles ganz erfahren und toll. Besonders Trio. Da ist die kirchenmusikalische Ebene, die faszinierend sein kann.
Und natürlich legato-Pedal, denn es geht um Klang
 (parallel, Fußsatz, staccato erst mal legato üben, nicht hinsehen, beide Beine, Drehen und Einsatz und Drehen von Ferse, Ballen, smooth, unbetont, leicht, dicht, nicht hoch, kein Strampeln). Das Wichtigste ist, dass beim Pedalspiel die Hände nicht beeinträchtigt, sondern frei, cantabel, unabhängig sind. Ich spiele ja nicht an einem Stummelpedal oder an einer Ahlborn. Es darf einem nie um die Bequemlichkeit gehen, sondern immer um den Klang. 

Dann Gottfried Ritter 4. Sonate A-Dur, Liszt WKSZ.

Es stimmt: eine halbe Stunde druckloses, konzentriertes Üben (ohne Konzertstress und Druck) ist Gold wert.

Überall Weihnachtsbäume. Auch in Frankfurt Flughafen Fernbahnhof. Ich schreibe Blog im Laufen nur mit dem linken Daumen auf iPhone.

In Stuttgart liebe ich den Markt direkt rings um Kirche und Schloss, in dem ich hinterher übe, und dass dort immer ein alter Schachspieler sitzt, mit dem man spielen kann. Er spielt gegen zwei auf einmal und gewinnt wohl immer. Ich bin stets zu busy oder zu müde gewesen, aber ich möchte gern mit ihm spielen. Erstens sind es fast nur Männer. Und zweitens mag ich Schach. Leider habe ich viel da vergessen. Früher habe ich gern gespielt und ganz schnell diese Schach-Diplomas geschafft und war Feuer und Flamme ❤️, vor der Orgel.Presse Saarbrückener Zeitungen

Und ratet mal, wo ich noch die einzige Frau bin bald… Ohne mich wären viele Orgelveranstaltungen reine Männer-Meetings.
Und Presse: Rheinpfalz

Übrigens, bei Politik- und Covid-Diskussionen auf facebook etc. äußere ich mich nicht mehr. Das habe ich gemacht zwischen März und Oktober letzten Jahres. Aber meist bringt es nichts. Ich kann alle verstehen. Und gegen Leute, die anonym stänkern, ihre Arbeitszeit dazu nutzen oder nichts zu verlieren haben, ist es Zeitverschwendung und vergeudete Liebesmüh.

Ernstweiler, Oberlinger Orgel

Pfalz

Johann Speth – Magnificat Primi Toni. Praeambulum, Hugo Mayer Orgel Contwig-Stambach, Pfalz


7 Antworten auf “17. November 2021”

  1. Jürgen G.

    Sie sind eine bikulturelle Künstlerin, liebe Frau Schlüter, und eine mutige Innovatorin. Ich freue mich über neue und kontroverse Stile in der Musik.

  2. Johannes Riecher

    ‘@MAT: Das kann ich alles gut verstehen. Mit Gehänge kenne ich mich auch gut aus. Da läuten bei mir alle Alarm-Glocken !!

  3. MAT the Boy Theising

    mein Helfer und ich haben beide Wappen
    Leider sind wir ansonsten total verbaut
    Besonders unten
    The Theising Family

  4. Matthias Vierzig

    Da bin ich nun schon etwas neidisch. Ich übte früher so viel und werde heute auch vom Staat bezahlt. Und trotzdem kann ich vieles immer noch nicht. Nun bin ich schon etwas älter und alles dauert etwas länger. Vor allem kann ich keine Fingersätze neu eintragen. Ich bin völlig abhängig von alten Eintragungen, da ich ja nicht mehr übe. Old 30.

  5. Die Künstlerin, vielfach begabt, die Orgeln, die ich noch nicht kenne…und auch nach und nach solche, die ich kenne, für mich und die Nachwelt zum Klingen zu bringen. Dafür danke ich ihr von Herzen. Ihr virtuosenär Stil als gelernte Pianistin ist unnachahmlich. Jeder und jede Besucher*in eines ihrer Konzerte wird das bestätigen können.

    • Andreas Friedrich

      Spitzenkommentar durch denjenigen, der sich hinter WGL verbirgt, über das Engagement und außergewöhnliche Talent der Musikerin. Besten Dank dafür.

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