30. Dezember 2019

Rückblick und Jahresende 2019 Teil 1

Es kommt mir manchmal beim Üben so vor, als wäre meine Wirbelsäule mit meiner Nase verbunden.

Es war spannend, mit Roland Kunz die Beethoven-Abende Saarbrücken und Kaiserslautern Musik für junge Ohren zu planen. Das Buch der BUGA Heilbronn mit den Konzerten Klavier ist ebenfalls angekommen. Freue mich auf die nächsten Bundesgartenschaus.

Mozart an der Orgel ist spannend, weil man ihn nicht nur üben, sondern auch bearbeiten muss.

Es wundert mich, dass Beethoven keine Orgelwerke schrieb. Seine Musik hat so viel Grave und Gravität.

Unter eingefleischten, herkömmlichen Organisten steht das Wort Pianistin oft für zweierlei: Einmal für Ehre, Respekt und Achtung, und einmal für: eben keine Organistin (und wird hoffentlich nie eine werden).

Anbei mein neues Interview:

Neues Interview

Heute einmal Gesundheitstipps:

  1. Lecker und gut gegen Entzündung sind Zink, Zimt, Curry, Kurkuma, Bananen, Zwiebeln, Ingwer, Brokkoliwasser, grüner Tee
  2. Lecker und gesund statt Fleisch sind Buttergemüse, Spinat, Brokkoli und Kohlrabi
  3. Wenn man Reis erneut anbrät, dann etwas Wasser dazu, schmeckt saftiger

Die Orgelbewegung Teil 3

“Das uferlose Nachahmen alter Aufführungspraktiken”, “Stilgetreuheit” und “Klangstil-Thesen” (Eggebrecht) sind wirklich nicht die wahre Musik. Es gibt keine wahre Orgel oder wahre Musik. Alles lebt von Verzicht, das hat Eggebrecht sehr gut dargestellt. Es ist Heuchelei und tatsächlich normativ, dass “im Namen Bachs” oder “im Namen Luthers” die Orgelbewegung agierte (um die “wahre Musik” zurückzuhaben und darzustellen), denn wohl Bach als auch Martin Luther haben abgelehnt, was zum Dogma erhoben wurde und haben beide neue Wege beschritten, waren eher Rebellen. 

Es kann nicht nur neobarocke Orgeln geben. Es geht um Transformation, denn auch perfekt notierte Musik ist lebendig und nicht starr und fixiert. Karl Straube selbst spielte Regers Musik. Warum sollte er sich gegen Reger gewandt haben? Ich verstehe, um was es Schweitzer, Jahnn, Gurlitt etc. ging: Um Werte und die Schönheit und Einfachheit der gottesdienstlichen Musik, um ungemischte Eigenfarben, um die Suche nach Inbegriffen und Symbolen für die Wahrheit – doch Wahrheit ist Liebe und keine Kontrolle und Fixierung. Ich glaube, die Kirche und die Kirchenmusik haben in weiten Teilen Gott nicht erkannt. Unter anderem die Orgelbewegung zeigt dies mehr als deutlich. Sie erinnert mich an die Kreuzzüge. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.