18. April 2023: Viele haben kein Talent, zu lieben. (AHS)
Ich lese gern jüdische Geschichten. Und höre den wunderschönen Pergolesi.
Foto: Zeichnung AHS und Martin Perscheid
Stellt euch vor, erst 1956 wurden Frauen in Deutschland erlaubt, ohne Erlaubnis des Ehemannes arbeiten zu gehen und ein eigenes Bankkonto zu haben! Vorher waren sie komplett abhängig. Das ist nicht lange her.
Zu dieser Zeit wurden die Haterfans geboren oder waren schon auf der Welt. So lange ist das also nicht her.
Wie aussergewöhnlich diese bestimmten Menschen, die Frauen sind, aussergewöhnlich in der Zusammensetzung ihrer Gaben, Schwächen, Familienumstände und ihres Seins. Die Künstlerinnen. Ihrer Herkunft und ihrer Förderung, ihres Zerrissenseins, ihrer Hilflosigkeit. Lass mich Teil sein dieses großen Geschehens, Gott. Das Leben vieler Künstler scheint von Tragödien, Stolz und Angriffen gezeichnet zu sein, auch und gerade von Malern und Komponistinnen. Das gibt mir zu denken.
Die Parksituation der Würzburger Innenstadt ist eine Zumutung und Katastrophe geworden durch Tiefbau Stadt Würzburg, die Stadt und deren „Ansprech-Partnern“ u.a. in der sogenannten „Verkehrsüberwachung“, die sich im Internet tatsächlich „Hüter des ruhenden und fließenden Verkehrs“ nennen, in Wirklichkeit aber nur Geld eintreiben und keine Ahnung oder kein Interesse haben von und für die Strassen der Innenstadt und die selbst natürlich kein Auto fahren oder nicht in der Innenstadt leben, sondern irgendwo außerhalb.
Zuständig sind ein Herr Pecher, der für das Geldeintreiben zuständig ist, ein Herr Erich Winkler, eine Hanna Zimmermann und eine schnippische Frau Leonie Müller von der „Verkehrsüberwachung“ am Telefon, die Kunden auslacht und Gespräche per Lautsprecher ins Büro schallen lässt und die von den Innenstadt-Straßen noch nie etwas gehört hat. Zig B-Parkplätze wurden durch Elektro-Ladestationen und teilweise 4 (!) Behinderten-Parkplätze nebeneinander, die nun ständig leer stehen, blockiert und ersetzt, und immer mehr Parkraum für Anwohnerinnen entfernt.
Alte, sinnlos gewordene Parkkreuze, die mindestens 3 Parkplätze auffressen, wurden bis heute nicht entfernt. In solchen Behörden sitzen anonyme Unbekannte, deren Namen man im Internet nicht oder nur schwer findet. Daher meinen sie auch, unbehelligt Macht ausüben und vor sich hin wursteln zu können.
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Man kann Dissonanzen in den Metaphern, im Bildbereich hören, die sich auflösen. Ich liebe die deutsche Sprache; am Flügel bin ich Lyrikerin; wenn ich schreibe, Musikerin. Lyrik ist von jeder Form des sprachlichen Ausdrucks die, die der Musik am nächsten ist, da sie über klare Begrifflichkeit hinausgeht. Manchmal ist Lyrik ein Songtext.
Lyrik ist nicht nur weich, höflich und rund, sie kann auch anecken, provozieren, dramatisch, wild, aggressiv sein. Symbolische Stränge ineinander laufend, manchmal heimlich, persönlich, zweideutig, dann wieder in einem balladenhaften, singenden Deutsch mit Rhythmen aus der zeitgenössischen Musik.
Nicht immer harmonisch, mal aus der Alltagssprache, manchmal bewusst a-rhythmisch. Ich schreibe am liebsten beim Klavierspielen, um dort neue Wörter, Zusammenhänge und Sinn hinter Wort zu finden.
17. April 2023: Alles bringt man heute übers Herz. (Gertrud von le Fort)
Foto: gestern Konzert in Frechen bei Köln
Ich bin wieder daheim und höre Marcello. Im ICE Sprinter las ich Alban Berg und Martha Argerich. Sie war so wunderschön, als sie jung war. Sie ist Mama und Argentinierin.
Es ist so gut, dass ich immer wieder vor Augen geführt bekomme, dass man als Mensch die Wahl hat zwischen Gut und Böse. Ich komme oft parallel, ja zeitgleich mit wundervollen und mit boshaften Menschen in Kontakt. Die einen sind auf der einen Seite und schauen mich geradezu mit Augen von Engeln an. Und dann laufen auf der anderen Seite die Boshaften, wie es in den Psalmen steht, die keine Kosten und Mühen scheuen, boshaft zu sein. Beide sind nah und real und zur selben Zeit im selben Raum.
Die boshaften Menschen sind oft in Gruppen und Mobs unterwegs und fühlen sich dadurch stark und prägen sich gegenseitig in ihrer Bosheit. Es ist ein gutes Zeichen, wenn man nicht zu einem Mob gehört und das auch nicht will, sondern das Eigene macht. Im Endgericht wird die Spreu vom Weizen getrennt. Noch atmen und wachsen wir alle gleichzeitig, Unkraut und edle Pflanzen. Es wird dauern, bis das Böse abgeschnitten wird. Aber es wird. Das Böse wird böse bleiben, darf aber noch leben. Ich sehe das schon jetzt im Leben, denn alles im Leben ist spirituell.
Empfehlen kann ich übrigens „Die Pilgerfahrt nach Lübeck“ von Hans Franck. Eine JSB-Novelle.
Video Reubke in Alt St. Ulrich in Frechen
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Wir sind übrigens vor dem Konzert vorgestern in den Hambacher Forst und zum Terra Nova gefahren. Ich sah hinab in die Grube, in das größte Loch Europas. So etwas habe ich noch nicht gesehen, diese riesigen Schaufeln. Die „Grube“ hat mich fast an den Grand Canyon erinnert:
Video: Die Grube in NRW und „Hambi“
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Lyrik überträgt Musik symbolisch auf das Leben. Lyrik empfinde ich als bedingungslose Kreativität, intuitives Denken. Poesie ist wie Musik und berührt sprachlos das Herz. Lyrik ist ursprünglich gesungen, daher ist in Gedichten Klang zu hören: Klanggedichte, lyrische Sonaten. Sie sind Musik.
Ich mag hier auch Agostino Agresta.
Video: Chopin
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Der Komponist Agostino Agresta (1598–1617) wurde in seinem Schaffen musikalisch beeinflusst durch Carlo Gesualdo, ein italienischer Komponist (1566-1613) für sakrale Musik und Madrigale, der seine Frau und ihren Liebhaber ermordete. Ein Killer, der Madrigale schrieb!
Agresta wurde erwähnt durch Informationen von Scipione Cerreto, der Agostino Agresta als Komponist betitelte. Agresta ist heute verhältnismäßig unbekannt. Wir wissen nichts über seine Kindheit oder wie und wo er genau geboren oder gestorben ist.
Auch er schrieb sakrale Musik und unbegleitete Madrigale und vor allem ein ganzes, komplett erhaltenes Buch mit Stücken für sechs Stimmen.
Sein Name wird auch genannt bei Giuseppe Ottavio Pitoni (Notitia de’ contrapuntisti e de compositori). Er und sein Bruder Giovanni Antonio, der Musiklehrer und Komponist war, werden bei Cerreto 1601erwähnt.
Von diesem Bruder sind leider keine Werke erhalten geblieben. Von Agostino Agresta jedoch besitzen wir: Madrigali a sei voci. Libro primo (1617), veröffentlicht von Constantino Vitale, gewidmet Don Roderico di Salazar.Bekanntere Werke von Agresta sind: Io mi sento morir (in: Giovanni Vincenzo Macedonio, Il secondo libro de madrigali a cinque voci, Neapel 1606) und Caro dolce ben mio.
Und ich mag Schubert. Ich liebe seine Spätwerke.
Neu: Video: Contemporary Classical Music
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Der Hirt auf dem Felsen, komponiert 1828 nach Gedichten von Wilhelm Müller („Der Berghirt“ und „Liebesgedanken“) und Karl August Varnhagen von Ense („Romanze“ und „Nächtlicher Schall“), für Gesangsstimme, Klarinette und Klavier, ist Schuberts vorletzte Komposition und eine mehrteilige Gesangsszene.
Die Idee des Werkes und der Auswahl der Texte und Inhalt hatte die Sopranistin Anna Milder-Hauptmann, mit Schubert befreundet. An sie erinnere ich heute.
Nach einem eleganten Vorspiel im Dialog Klarinette und Klavier erfolgt in B-Dur das fröhliche, strahlende, leicht einfältige Lied als naives Duett zwischen Hirt und Schalmei, bevor der Mittelteil in g-Moll, modulierend über As-Dur, a-Moll nach G-Dur, erfolgt und eher schmerzvoll im Kontrast dazu erklingt.
Es geht um die Klage der Einsamkeit und des Verzichts und des Verlangens, die durch Schubert in unruhigen, rastlosen, schließlich „resignierenden“ Modulationen wiedergegeben werden. Das mehrteilige Lied endet zurück in B-Dur, virtuos und erneut strahlend in einer heilen Welt.
Heute erinnere ich an Julie Salinger-Brann, Frauenrechtlerin, 1863 geboren.
Übrigens, neue Rekordzahlen auf meiner Webseite.
Fotos: Peterhof, Moskau, Baltisches Meer, Ägypten
Man kann Dissonanzen in den Metaphern, im Bildbereich hören, die sich auflösen. Ich liebe die deutsche Sprache; am Flügel bin ich Lyrikerin; wenn ich schreibe, Musikerin. Lyrik ist von jeder Form des sprachlichen Ausdrucks die, die der Musik am nächsten ist, da sie über klare Begrifflichkeit hinausgeht. Manchmal ist Lyrik ein Songtext.
Lyrik ist nicht nur weich und rund, sie kann auch anecken, provozieren, dramatisch, wild, aggressiv sein. Symbolische Stränge ineinander laufend, manchmal heimlich, persönlich, zweideutig, dann wieder in einem balladenhaften, singenden Deutsch mit Rhythmen aus der zeitgenössischen Musik.
Nicht immer harmonisch, mal aus der Alltagssprache, manchmal bewusst a-rhythmisch. Ich schreibe am liebsten beim Klavierspielen, um dort neue Wörter, Zusammenhänge und Sinn hinter Wort zu finden.
16. April 2023: Manche meinen, über Orgeln urteilen und entscheiden zu können, ohne sie je gespielt zu haben. (AHS)
Schwemmend legt Gedankenband den Ton. An schwarzen Samtbändern Klang hinunter in den Abgrund von Seelen. Die Antwort summt aus der Tiefe: Singt frei, singt frei! (AHS)
Heute erinnere ich an Eugenie Marlitt.
Foto: Halberstadt
Orgel & Klavier: Orgel plus by One
Sehnsuchtsort Orgel
Das Konzert in Frechen bei Köln gestern war sehr schön, Eintritt 15 €. Das Konzert war in zwei Teile gegliedert. Vor der Pause spielte ich einen Klavierabend (auswendig) mit Chopin Etüden und Balladen, Beethoven Waldstein-Sonate und meinen Himmelsliedern auch mit Gesang, nach der Pause ein Orgelkonzert mit Bach, Mozart, Reubke und Schlüter. Die roten Stühle wurden dementsprechend für das Publikum drapiert.
Es wurde aufgenommen. Es gab eine schöne kleine Anlage und gute Mikros. Die hübsche Kirche wurde mit großen Strahlern und silbernen hohen Kerzenständern beautiful ausgeleuchtet, in der ersten Hälfte mit rosa Farben, in der zweiten Hälfte rot. Eine liebe ukrainische Dirigentin hat mir oben an der Orgel geblättert.
Es war das erste Orgelkonzert in dieser Reihe. Premiere! Und ich habe diese schöne Orgel auch zum ersten Mal ins Netz gestellt.
Das Konzert wurde sehr schön moderiert, in der Pause gab es Sekt, ich habe viele CDs verkauft. Ich habe auch moderiert, da ich es liebe, mit dem Publikum zu interagieren. Ich erzählte von meiner Familie, von meinen Komposition und meinem Leben. Es gab Standing Ovations.
Es sind auch ein paar meiner „Edelfans“ gekommen, wie der Veranstalter sie nannte, einer fuhr 700 km, um mich zu hören, dann kam auch ein seltsames Grüppchen, ein alter Riese mit Sonnenbrille, um unerkannt zu bleiben, und einer Neo-Windjacke in Orange. Sein Kumpel trug Vollglatze und wirkte verlegen. Die Dritte im Bunde wirkte eher im Schatten der restlichen Edelfans.
Für mich ist es nicht immer einfach, von Klavier direkt zur Orgel zu wechseln. Der Switch ist doch immer noch enorm, obwohl es besser geworden ist. Es ist eine Mind-Sache. Da ich aber in der Pause mit dem Publikum und den CDs beschäftigt war, konnte ich mich nicht genug auf die Orgel umstellen mindmässig.
Was ist der größte Unterschied? Am Klavier bin ich ein virtuoses Rennpferd, völlig abgetaucht. Ich schließe viel die Augen. Ich spiele auswendig usw. An der Orgel muss ich mich massiv an die Kandare nehmen. Für die Orgel bracht man eine ganz andere, eine stoische Konzentration, ein anderes Gehirn.
Ich teile ja ohnehin mein Gehirn so oft auf: Lyrik, Klavier, Komposition, Schreiben, Orgel… Und Üben.
Am Klavier habe ich ein total anderes Gehirn. Ich spiele so schnell, dass es direkt an meinem Gehirn vorbei geht, ich weiß selber nicht, was ich da mache. Aber an der Orgel muss ich mich zügeln. Denn die Orgel macht das nicht mit. Viele Organisten sind ja so stoisch, dass es zum Davonlaufen langweilig ist. Daher ist es gut, dass jemand Wildes die Orgel erobert. Aber ungezügelt geht es absolut nicht!
Zudem wenn die Akustik durch das Publikum sehr trocken wird.
Aber bei meiner eigenen Komposition konnte ich mich wieder verausgaben. Das machte enorm Spaß. Mein „Schlüter“ kam sehr gut beim Publikum an. Danke an alle! I love you! ❤️❤️
Barbara Dennerlein on Hammond
76. Greifswalder Bachwoche „Bach illuminiert“, Samstag 18. Juni 2022, 20 Uhr, ev. St. Jacobi
Es war ein bewegender Moment, Barbara Dennerlein das erste Mal live im Konzert zu erleben, und noch dazu von der ersten Reihe aus.
Die Kirche war ungewöhnlich beleuchtet in rosa und violetten Farben und mit abendlich-gemütlichen Strahlern, beinahe heimelig. Mit Blick nach vorn, auf die kleine erbaute Bühne, ähnlich wie die eines Jazzkellers, stand zierlich im Rampenlicht die Hammondorgel und zog alle Blicke auf sich.
Die Orgel wurde extra für dieses Konzert geliehen. Die schmale und extrovertierte, sehr authentische, kaum gealterte Barbara Dennerlein eroberte dieses wackelig wirkende Podest majestätisch, ihre großen, schmalen Füße in extravaganten Orgelschuhen steckend.
Vor jedem ihrer Songs gab sie ein kleines Intro, berichtete, wie das Stück entstanden ist, wie es heißt und warum (es gab kein Programm), und schmückte stets, spontan wirkend, ohne Zettel oder Notizen, private Randbemerkungen aus ihrem Leben hinzu, meist in witziger Art, so dass das Publikum schmunzeln und auch gedämpft lachen musste.
Was jedoch besonders bemerkenswert war, war die Tatsache, dass sie auch sehr authentische, beinahe „peinliche“ Dinge dabei preisgab und sich dafür nicht zu schade war. Dadurch gab sie einen bescheidenen Eindruck, so als würde sie daheim im Wohnzimmer für Freunde spielen.
Ihr Spiel war natürlich, besonders anfangs, optisch sehr interessant, zu betrachten, wie ihre großen Hände und Füße stets schwingend und rhythmisch akkurat und virtuos die Hammond Orgel zum Singen brachten.
Jazzig und virtuos improvisiert spielte sie solo, wie eine Band, was eine enorme Leistung und sehr anstrengend ist, als Solo-Entertainerin, Bass und Schlagzeug und Melodie, alles auf einmal allein auf einem doch recht limitierten Instrument zu verkörpern.
Ihre Füße waren das Schlagzeug, die Dirigentin. Sie gaben den Puls, den Drive vor, peitschten sie vorwärts. Es wirkte jedoch immer verspielt und „easy going“, sehr relaxed. Nach einer gewissen Weile jedoch (das Konzert war sehr lang), wiederholten sich die Klänge und ähnelte sich der Stil so sehr, so dass die Lieder, egal, wie sie hießen, miteinander verschwammen zu einem sehr langen Lied, das einschläfernd wirkte, vielleicht auch der späten Stunde und dem entspannten Licht geschuldet: Bach illuminiert. Wobei Bach gar nicht gespielt wurde.
Es wurde eine Art Hintergrundmusik, man wünschte sich ein Glas Martini oder etwas zu knabbern. Dieser Art Musik über eineinhalb Stunden allein als Musikgenuss zu inhalieren, war trotz aller Improvisation, Verspieltheit und Jazz anstrengender als gedacht.
15. April 2023: Die Grundlage aller Demut ist Geduld. (Christa Franze)
Es ist schön hier in Frechen, wir waren lecker griechisch essen (Bifteki), die Leute sind alle so nett und lieb. Die Orgel hier in der Kulturkirche ist eine W. Peter-Orgel aus Köln (1992), 2. M.
Da ich sehr kontaktfreudig auf meinen Konzerten bin, werde ich mit vielen Leuten sehr schnell sehr nah, weil Gott erstaunliche Netzwerke unbeirrt weiter baut, wie ein kunstvolles Spinnennetz. Heute lernte ich eine Dirigentin kennen, und wir hatten so tiefe Gespräche über Musik und das Leben. Wir waren beide zu Tränen gerührt.
Dann übten wir beide stundenlang simultan. Sie studierte unten Partituren auf dem iPad, ich übte oben die Orgel. Im selben Kirchenraum Draußen schien die Sonne. So muss das Leben schön sein. Zusammen üben. So möchte ich das.
Im Sprinter hatte ich übrigens Probleme mit der Deutschen Bahn App. Das hat einer gesehen. Wie sich herausstellte, ein muskulöser Arzt. Der hat dann mein Ticket gekauft mit seiner App. Einfach so. Sachen gibts. Ich habe es ihm natürlich gleich wiedergegeben.
Julius Reubke
Ich mag es, spielt jemand diese komplexe Sonate des früh verstorbenen hochromantischen Komponisten und Lisztschüler selbständig ohne Registranten und Blätterer oder sonst einen Helfer und hat sich somit per Setzeranlage und notentechnisch das Orgelwerk so arrangiert, dass sie dieses virtuose Werk von ca. 20-30 Minuten mit seinen vier Sätzen allein bewerkstelligen kann.
Dies geht nur, wenn die Orgel eine umfangreiche Setzeranlage besitzt und er diese sowohl per Fuß als auch per Hand bedient.
Reubke muss, was das Umgehen mit den Schwellern angeht, so eingerichtet sein, dass sie genau weiß, wann sie wo schwellen kann, ohne in Konflikt zu geraten mit dem Fußsatz.
Insgesamt schwingt das mächtige Werk und wirkt keine Sekunde langweilig, da man sowohl in den schnellen Sätzen in Satz 3 und 4 als auch in den langsamen Stellen in Satz 1 und 2 Extreme wählt und es dadurch spannend und abwechslungsreich gestaltet ist, wie aus einem Guss gespielt, ohne Brüche.
Die Tempi mancher sind viel schneller als die anderer mit demselben Werk auf youtube. Natürlich spielt hierbei immer eine Rolle, was für eine Orgel man unter den Fingern hat und wie die Akustik der jeweiligen Kirche interagiert.
In manchem Fall ist man aufgrund der großen Akustik gezwungen, alle Läufe leggiero zu spielen, damit nichts verschwimmt, während ein anderer in der dumpferen, trockeneren Akustik viel mehr legato spielt. Die Registrierung muss dabei sehr gut gewählt sein.
Die Dynamik spielt bei Reubke eine sehr große Rolle. In fast jedem Takt passiert etwas Neues, in Extremen, ständig Crescendo und Decrescendo, was nur durch Registerwechsel und durch die Schweller zu erreichen ist.
Es muss entschieden werden, welche Farben man verwendet, ob Tremulanten oder nicht, welche Streicher und Zungen. Frau hat ihre Farben passend und überzeugend zu wählen, besonders wenn sie nur drei Manuale zu Verfügung hat und nicht wie Gowers, der einen Blätterer und Helfer hat, vier Manuale, was Farbwechsel erheblich erleichtert bei einem solchen Werk.
Bei drei Manualen muss man konzentrierter arbeiten und kann nicht in klangliche Extreme ausweichen. Wichtig: Man verwendet die Schweller in hervorragender Weise, dass diese nicht zu spät, nicht verzögert oder zu früh agieren, wie dies oft bei Wiebusch der Fall ist und dadurch der Klang gestört wirkt.
Man könnte manchen vorwerfen, dass durch seine schwingende kompakte Art des Spielens das schwere, süffige Werk etwas zu verspielt wirkt, zu leicht, zu angenehm.
Denn das Werk basiert auf verstörende Passagen der Bibel, auf den 94. Psalm, der nichts Leichtfüßiges, nichts Verspieltes hat, im Gegenteil. Es fehlt durch die behände, lächelnde Art mancher Spieler manchmal das Schmerzvolle, Gravitätische als tragender Grundgedanke.
Es ist ein Balance-Akt, dass das Werk auf der einen Seite nicht als sportliche Etüde verkommt, besonders in der zweiten Hälfte der Komposition, und auf der anderen Seite nicht schleppt oder auseinanderfällt.
Es muss einen Spannungsbogen haben, der ca. 30 Minuten durchträgt und alle wiederkehrenden Motive und Themen vereint, denn es gibt keine Pause – darf aber auch nicht durchgetrieben oder durchgepeitscht werden.
Die Andacht in den sehr schmerzvollen Passagen des Werkes dürfen nicht zu schnell und zu leichtfüßig gespielt werden, als hätte die Orgel keinerlei Druckpunkt und wäre so leicht wie ein Keyboard zu spielen. Dieser Gefahr muss man sich bewusst sein.
Ich mag auch sehr das große, eineinhalbstündige Oratorium von Georg Friedrich Händel „Israel in Ägypten“ HWV 54: das Leben der Kinder Israels in der Gefangenschaft und Knechtschaft in Ägypten beschrieben und vertont, bis zum dramatischen Auszug aus der Not durch Mose und Aaron.
Diese bewegende Geschichte der Bibel, bis heute Kernpunkt des Glaubens, in Musik getaucht, lässt durch die Vertonung noch einmal neu und anders verstehen, was wir im Gottesdienst bekennen: Die Befreiung durch Gottes Gnade aus Elend und Kummer.
Bach Fuga g-Moll BWV 542 Shorts AltSanktUlrich Kulturkirche Frechen bei Köln, Willi Peter Orgel
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14. April 2023: Aber ich male lieber Menschenaugen als Kathedralen, denn in den Augen steckt etwas, was in den Kathedralen nicht steckt: die Seele eines Menschen. (van Gogh)
In Kölle
Heute erinnere ich an Lisa Bengtsson, schwedische Designerin und Formgeberin. Was für ein schönes Wort.
Neue Musik
Manche neuen Komponisten haben eine Art Bauform beim Komponieren, zB eine Reihe, mit Rotation und Permutation usw. Ich finde aber, die Form sollte bereits in einem sein, wie verdaut, und nicht erst mühsam und seriell „gebaut“ werden. Bei mir entsteht die Form wie von alleine, ist DNA der Musik.
In der Lyrik ist es bei mir ähnlich: Ich habe eine Schau der Form beim Schreiben. Das heißt nicht, dass das jeder gleich erkennt. Für manche mag es zufällig sein. Zu zufällig. Aber sogar Stockhausen schrieb am Ende seines Lebens, die sogenannte Zufallsmusik klinge letztendlich mehr oder weniger genauso wie seine streng serielle Musik der Ordnungsschemata. Anders empfinde ich es bei Messiaens Modi. Die Verwendung seiner Skalen und Leiter ergeben eine Tonsprache, die eben nicht einfach nur „Ergebnisse“ sind oder etwas Durchdachtes, Gebautes. Das sind Farben. Himmlisch. Spontan. Musikalisch.
Heute aber ist neue Musik und Komposition oft Politik, Ideologie und Macht der Männer.
Mir tut Vincent Van Gogh so leid. Sein Kummer ist in seinen Selbstportraits, in seinem Gesicht so deutlich zu sehen. Es zerreißt mir das Herz. Mit seiner Kunst hat van Gogh das Gegenteil von facebook erreicht. Und eine Seelen-Kunst erschaffen, die mir den Atem nimmt. Danke Vincent!
Foto: ❤️
Reger:
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Musik ist ein Spiegel der Gesellschaft. Warum sollte das Künstlerische nur leicht, günstig und ohne Arbeit oder gar billig zugänglich sein? Ich empfinde Vergnügen darin, dem Geheimnis nachzuforschen; zu ringen, zu verstehen. Niemand sollte der Lyrik und der neuen Musik vorwerfen, nicht leicht genug zugänglich zu sein. Forschen ist eine Aufgabe für Königinnen und Könige.
Foto: Kloster
Morgen fahre ich nach Köln zum nächsten Konzert an der Orgel. Die Stadt, in der ich Klavier studiert habe und die ich immer noch sehr mag. 5 Jahre habe ich hier gewohnt, zuletzt mitten in der Stadt.
Gestern kam mein neues Klavierkonzert zu mir, Furore Edition 2649b:
An der Geräuschempfindlichkeit von Menschen kann man ihre Intelligenz erkennen. (Schopenhauer) Viele Menschen scheinen so stumpf, sie hören gar nichts mehr. Selbst die hässlichsten Geräusche stören sie nicht.
Ich laufe mit Reubke Ohrwurm umher. Das heißt, ich habe eine Art Tristan-und Isolde-Soundtrack zu meinem Leben. Überall Dramatik, aufs Äußerste gespannt.
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12. April 2023: We may be tossed upon an ocean where we can see no land- but there is a compass. (Daniel Webster)
Ist es nicht erstaunlich: Auf den Klassik-Radio-Sendern gibt es oft ein Kirchenjahr, da werden Feiertage musikalisch begleitet. Auf den Pop-Sendern gibt es zu Ostern das Gleiche wie sonst auch. Kein Unterschied. Nur „Xmas“ hat seine Popsongs.
Chagall malte die Bibel, Monet Brücken und Seen und Menschen… In beiden kann ich Gottes Kunst erkennen. Beide malten Seele.
Wenn ich Geist und Seele spüre, dann ist es für mich Kunst. Die menschliche Seele, wie sie riecht. Mal vor Angst, mal duftend. Der Geist, mal trotzig, mal edel.
Foto: Nürnberg
Ich finde es verstörend, was ich von Luthers Kindheit lese: Sowohl bei seinen frommen Eltern als auch in der Lateinschule Mansfeld und später der Domschule Magdeburg, in der er es nur ein Jahr aushielt (er war 14), wurden er und seine Mitschüler hart, streng und mit Gewalt und Angst erzogen. Das hat ihn sehr geprägt. Ob es Bach besser erging in seiner Kindheit?
Im Film TAR (Lydia Tar) wird Bach von schwarzen homosexuellen Studenten als „frauenfeindlich“ betitelt, der seine begabten Ehefrauen rücksichtslos pausenlos geschwängert hat und seine Töchter nicht musikalisch erzogen.
Es trifft mich, das zu hören. Was soll ich dazu sagen?
Es ist natürlich nicht komplett von der Hand zu weisen. Warum gönnten Männern ihren Frauen in Zeiten hoher Kindsterblichkeit und hoher Frauensterblichkeit (da ohne gute Versorgung) kein Jahr Ruhe? Warum mussten sie jedes Jahr schwanger werden, mit der Gefahr von Tod und Schwäche im Auge, nur weil der Mann mal wieder Lust hatte (die Frau vermutlich hatte nichts davon außer Kummer)?
Michael Maul schrieb etwas lapidar, dass Bachs Dichter, der Hofpoet Salomon Franck, mal wieder traurig eine hochschwangere Tochter zu Grabe tragen musste, die „das Zeitliche gesegnet hat“. Ohne die traurigen Hintergründe zu nennen. Aber in der Musikwissenschaft werden Männer bis heute als Helden und Genies gefeiert.
Musik möchte aus Angst, Enge und Verklemmtheit führen. Sie nur in Bildern zu hören: assoziativ, sie nur in der Bewegung oder in der Bewegungssuggestion zu hören, befreit noch nicht; aber doch, wenn sie sprechen darf in die Tiefe der Seele. Im Konzert halten die Menschen Stille oder langsame Passagen oft schwer aus. Gruppensounds sind Wiederspiele.
Es wird dann in einer Art Gegendemonstration gehustet oder mit viel Geraschel ein Bonbon ausgepackt. Doch Musik ist durchaus fragil, zerbrechlich, geradezu melancholisch, spricht tief ins Herz. Manche Menschen haben Angst vor Tiefe, Trauer, Moll.
In der Citychurch damals bin ich gebeten worden, Lieder nur in Dur zu schreiben. Warum nur?
Mein Bach hatte seine guten Seiten: Er litt in den Kirchen unter den obersten Leitern. Diese Chefs erkannten nicht, was seine Herzenseinstellung bezüglich der Musik in der Kirche war, die er erneuern wollte.
Die Verwaltung wollte an alten Systemen festhalten. Eine Herzenseinstellung kann man nicht verbieten oder verkrümmen. Und wenn man durch Musik erneuern will, dann ist es nicht nur die Musik, die erneuert wird: durch die Musik wird vieles andere auch gleich mit erneuert.
Heute erinnere ich an Pietsch Charlotte, Dachdeckermeisterin, 1908 geboren. ❤️
Fotos: Sizilien
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11. April 2023: Die Schöpfung ist eine Künstlerin. (AHS)
Foto: Schweden
Heute war ich endlich im Film TAR. Ich bin immer noch sehr mitgenommen. Der Film ist schockierend und ich muss erst mal drüber schlafen. Nur so viel: Er hatte Überlänge und ist sehr anstrengend zu sehen. Noch dazu war ich mit einer Freundin da, in einem kleinen Programmkino in „Katakomben“, sie, die keine Musikerin ist und daher nicht so viel verstanden hat.
Cate Blanchett als lesbische Dirigentin Lydia Tar, die jung aussieht (53!), hat phantastisch geschauspielert, und auch die Kameraführung: top! Aber der Film hat auch etwas Horrormäßiges, Absurdes.
Was habe ich daraus gelernt?
1. Auch und besonders ganz oben ist die Luft dünn und man kann niemandem trauen.
2. Man sollte nie ein Charakterschwein werden, wenn man oben angekommen ist – und überhaupt nie.
3. Es ist eine Tragödie, dass Chefdirigentinnen in großen deutschen Orchestern erfunden werden müssen, weil es sie real nicht gibt, weil „die bürgerlich elitäre Klassik“ (Frankfurter Rundschau) ein „männerdominierten Beruf“ ist – ganz zu schweigen von der „Kirchenmusik“ – darüber sollte man mal einen Film drehen, was da abgeht, wie sich da Stellen und Konzerte zugeschustert werden unter Männern und Machtmissbrauch an der Tagesordnung steht
4. Frauen sind nicht besser als Männer, aber eben auch nicht schlechter – werden aber schlechter behandelt
5. Männer werden in der elitären Klassik oft als „Genies“ gefeiert (siehe Süddeutsche) – aber Frauen, in ihrer Vita, wenn sie genauso angeben wie Männer, werden attackiert
6. Dass man nicht vielfältig sein darf heutzutage – das weckt Missgunst und wird nicht gut geheißen in einer Welt der „Spezialisten“
7. Frauen werden bei exakt gleichen Fehlern, die auch Männer machen und die Männer ihnen vorgemacht haben, viel drastischer abgestraft. So als dürften Frauen gar keine Fehler machen. Und schon gar nicht die der Männer, die tagtäglich ungestraft gemacht werden.
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Heute erinnere ich an die Tänzerin Valeria Kratina-Köhler, und an Marta Fraenkel, Ärztin, 1896.
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10. April 2023: … aber da findet sich, das diese hochlöbliche Kunst Musica mit Irem lieblichen Thon eine Gabe Gottes ist … (N. Nützel, 1586)
Einer Nebelkerze gleich ist die Fortspinnung der Melodie,die mir ins Herz gewachsen, in Wellen den schwarzen Orgelpunkt angespült. (AHS)
Foto: Acryl AHS
Gesegneter Ostermontag!
Heute erinnere ich an Elisabeth Moltmann-Wendel, die das Buch „Frauen um Jesus“ schrieb. Sehr berührend.
Habe ich zu Ostern bekommen. Sie erinnert, dass inChristus weder Jude noch Grieche, weder Mann noch Frau ist. So steht es in der Bibel. Na … Wer kennt die Bibelstelle?
Oh, wie weit ist unsere Erde, insbesondere die Kirche davon entfernt.
Da sehr viele Männer in ihrem Gehirn pausenlos an Frauen denken sollen laut Studien, allerdings meist in sexueller Art, ist es ihnen vermutlich zu viel, sich auch noch in anderen Kategorien des Lebens um Frauen zu kümmern.
Sobald man Frauen also in beruflichen Kategorien etc. nach vorn holt und sich um sie kümmert, in nicht-sexueller Art, ist man „feministisch“ … was genauso ein Schimpfwort durch Männer wurde wie zuvor neutrale, schöne Worte wie „Weib“, „Frauenzimmer“ und oft schon gar das Wort „Frau“ an sich, das dann wohl wieder durch ein neues Wort ersetzt werden muss, bevor erneut abgewertet. Wie Frauen sich selbst und andere Frauen sehen und behandeln, wie sie aussehen und aussehen wollen, wird von Männern beeinflusst.
Es ist im Grunde pervers: So wie die Sache mit dem Kastratengesang: Frauen durften nicht in der Kirche singen, um Männer nicht von Gott abzulenken. Wie pervers ist das! Und dann wurden Jungs kastriert, damit sie wie Frauen singen. Doppelt pervers. Und doppelt doof. Und letztendlich hieß dies dann „Schöner Gesang“ oder „Belcanto“ – 3x pervers. Und das ist in der Kirche! 4x pervers.
Doch am liebsten würde man so auch heute noch verfahren? Die wenigen Professorinnen in Hochschulen sind gerade mal die für hohen Gesang, weil Kastraten leider … nicht mehr erlaubt sind.
Und heute: wie Frauen verschleiert herumlaufen müssen, damit Männer nicht getriggert und „abgelenkt“ werden und nicht alle 5, sondern sonst gar alle 3 Sekunden an Sex denken müssten…
Kurzum: das Leben von Frauen wird im Beruf und privat eingeschränkt, weil Männer sich nicht im Griff haben, für deren eigenen egoistischen „Schutz“? Und das auch in Europa. Das egoistischste Geschöpf im kompletten Universum ist neben Luzifer daher der Mann, stelle ich hiermit ganz sachlich und stoisch und ohne Gefühl fest.
Natürlich gibt es dennoch auch ein paar nette Exemplare ☺️🌷hihi
Ich mag den Beruf der Bauern, u.a. weil die Vorfahren vieler „großer Menschen“ Bauern waren, so auch die Vorfahren Luthers.
Ende des Jahres kommt mein Buch HATER auf den Markt.
Ich habe mich übrigens gestern eine Weile mit dem Maler Marc Chagall (1887) auseinandergesetzt, da ich zu Ostern ein tolles Buch über Chagall bekam.
Was viele nicht wissen: Er ist kein französischer Maler so wie Monet (1840), den ich liebe. Er ist ein jüdischer Russe, der später den französischen Pass annahm, was etwas völlig anderes ist. Er hieß eigentlich Schagal und kam aus einer armen russischen Familie „im Nirgendwo“.
Er hatte ein unfassbar spannendes, emotionales, unkonventionelles Leben und ist eigentlich Weltbürger, Kosmopolit, sehr politisch, und er bestand die Aufnahmeprüfung an der Kunsthochschule nicht.
C. Bornheimer & Hater hätten vermutlich hier gelästert. Ob auch Chagall seine Bornheimer hatte? Bestimmt.
Ein Jahr darauf schon malte Chagall ein Bild, das später weltberühmt wurde. So viel zu unseren Hochschulen.
Er hatte auch keine Liste von Preisen, die er vorlegen konnte. Er malte einfach und hatte Gönner, die ihn finanziell unterstützten…
.. Nun, wehe, frau hat Sponsoren, da lästern die Hater & Co. …
… und ihm Reisen und Ausstellungen und Material ermöglichten…
… was für Hater kein richtiger Beruf ist.
Lebende deutsche Künstlerinnen sind für manche Deutsche nicht viel, da sind Ausländer mehr (Ausländer ist übrigens hierbei ein neutrales Wort, kein Schimpfwort.) Deutsche Künstler werden erst dann für Deutsche wertvoll, wenn fest steht, was aus ihnen am Ende geworden ist – meist nach ihrem Tod.
So simpel gestrickt sind sie.
So ging Chagall nach Paris. Und ab da ging es erst richtig los. Ich bin fasziniert von seinen Farben. Übrigens, er war auch Dichter!
Foto: Phoenix, Graduation Master of Music, Arizona State University, USA
ps: der nationale Vogel Schwedens ist übrigens die wunderschöne Amsel.
9. April 2023: Lieben und Wachsen. (Carol Ann Hierl)
Ostersonntag. ❤️ Ich bin bei meiner Family und genieße Ruhe. Auch wenn meine Mom schon um 6 Uhr früh im Posaunenchor spielt …
Der Herr ist auferstanden! Er ist …
Wahrhaftig auferstanden!
Ob man Bachs Kirchenkantaten aus Weimar irgendwann finden wird?
Foto: Hamburg
Ich höre björk. I love her voice.
Musik ist Wort. Eine Nach-Schöpferin schreibt mit der Tinte der Hände. Sicher arbeiten. Künstlerinnen und Künstler schaffen meist aus der Not, aus dem Tiefpunkt heraus. Daran kann man sie erkennen.
Gut, dass echte Kunst zu viel Tiefe, zu viel Not hat, um zur Sucht zu werden. Im Gegenteil, sie heilt.
Art must go on.
Zeit ist ihr Maß, Rhythmus und Zyklus eine Gebärmutter. Nachschöpferin. Melancholie und Leidenschaft gehören zusammen.
Foto: Los Angeles
Ich mag schwedisches Design so gern. Die Sofas von Carl Malmsten… ahh ❤️
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