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Tur Blogg

25. August 2021

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Uns wurde beigebracht, wie wir denken können, nicht was. (Elizabeth Phillips)

Heute erinnere ich an Marjorie Scardino (Managerin) und Lina Haag (unfassbar großartige deutsche Widerstandskämpferin ❤️). Ich liebe Bücher. Viele Bücher. Menschen, die nicht lesen oder bewusst keine Bücher haben, sind mir eher unsympathisch.

Die Übersetzung meiner Webseite geht endlich voran. Es ist gar nicht so leicht, sehr gute Übersetzer zu finden.
Die nächsten beiden Konzerte jetzt: Berlin Internationaler Orgelsommer und Wiesbaden Ringkirche. Es passiert mir noch immer, dass andere meinen Terminkalender besser kennen als ich und ich Termine durcheinander bringe oder gar fast vergesse. Aber immer bekomme ich trotz allem alles noch hervorragend hin. Hans-Ola und ich spielen fast zeitgleich in Berlin, er in Pankow, ich in Mitte. Ich versuche, sein Konzert dann noch zu besuchen, ich habe ihn schon öfter gehört. Er wohnt jetzt in Schweden.
Nun übe ich neben Ritter auch Reger op. 59 (Hausaufgabe von Kay). Im Oktober bin ich dann in Luzern, vorher habe ich Unterricht in Stuttgart. Wenn ich an meiner Hausorgel übe, spiele ich meist mit nackten Füßen Pedal. Ich spiele ja auch nicht mit Handschuhen. Es ist zwar etwas unbequem hier und da. Aber ich möchte fühlen.

Sehr gern mag ich Gottfried Benn, Dichter und Arzt. Sehr gern mag ich auch Soßen von Ppura, Datteln, Feigen und Pflaumen. Der Geschmack bringt mich immer nach Israel.

Tipp des Tages:

Badewanne mit Weihnachtslieder-CD im August. Das ist echt schön.

Ich freue mich auf das Buch Hommage an Martin Perscheid, ich bin auch dabei mit einem Text. Ob es zu mir auch mal eine Hommage geben wird?

Köln ist eine super Stadt zum Studieren, und die Musikhochschule eine der größten und besten Europas. Und mein erster Klavierschüler: Martin. Ich wusste damals nicht, dass ich den besten Cartoonisten aller Zeiten als Klavierschüler habe. Er war sehr interessiert, Chopin und Prokofieff zu lernen. Mir zuliebe übte er sogar Bach. Und er spielte mir auch seine eigenen Stücke vor. Martin war ein sehr musikalischer und sensibler Mensch. Wir freundeten uns an. Er holte mich oft ab mit seinem schwarzen Saab Cabriolet, kaufte sich einen Steinway, bekochte mich in Wesseling, übte. Wir fuhren durch die Stadt und waren vor allem bei Ikea anzutreffen. Er verliebte sich in mich. Ich war damals noch gar nicht ready für eine Beziehung. Aber Musik und Kunst verbanden uns. Wir fuhren Motorrad. Er nahm mich auf die Buchmesse mit. Er nahm meine Musik auf und machte Fotos von mir. Er zeigte mir seine Eltern. Wir redeten über Gott und die Welt. Mit Gott konnte er nichts anfangen. Aber es machte Spaß, mit ihm zu diskutieren. Er war klug. Ich versuchte, ihn zu beeinflussen, doch mal ein paar christliche und freundliche Cartoons zu zeichnen. Er lachte mich aus und widmete mir statt dessen ein paar Cartoons, in denen er mich zum Thema machte: Wie ich als „Nonne Ann-Helena“ Pinguine bekehren wollte und seine Gedanken zu mir und der Kunst der Fuge von Bach. Ich war weniger  geschmeichelt. Aber musste auch lachen. Wenn mir Martin Spinat und Fischstäbchen und Bratkartoffeln machte, war alles wieder in Ordnung. Als Nachtisch steckte ich einfach meinen Finger in das Nutella-Glas. Martin liebte mein Klavierspiel und schrieb mir eine Liebesgeschichte mit wunderschönen Bildern. Ich war sehr berührt. Das war ein völlig anderer Stil. Ganz andere Bilder. Sehr romantisch. Da kam die ganz andere Seite Martins ans Licht. Er malte mich als wunderschöne Blume, und am Ende kamen viele Blumenkinder heraus. Viel später veröffentlichte er die Geschichte. Er sponserte mir meinen ersten Flügel, einen schönen Bechstein, der so gerade in meine Wohnung neben der Hochschule passte. Ich beobachtete ihn, wie er zeichnete, im Zigarettendunst umgeben, unter dem Lampenschirm. Wenn ich ihn ärgerte, zeichnete er Schmäh-Cartoons mir mir. Irgendwann war mein Studium zu Ende und ich ging erst nach Detmold, dann nach Würzburg. Für Martin war das schlimm. Er konnte sich im Traum nicht vorstellen, Köln und Wesseling zu verlassen. Ich ließ ein paar meiner Sachen und Kisten und vollen Umzugskartons bei ihm, die ich nicht mehr mitnehmen konnte. Wir blieben immer Freunde. Er illustrierte meine Bücher und Lyrikbände. Er war immer interessiert an meinem Leben und an meinen Veröffentlichungen. Immer wenn ich in Köln war, meldete ich mich bei ihm und lernte viel später seine Frau und Kinder kennen. Er neckte und ärgerte mich noch immer, auch, als ich auch Orgel studierte, und stritt mit mir zwar bis zum Schluss, aber es war immer von etwas Besonderem umgeben, einem Hauch von gegenseitiger Erkenntnis.

„Du hast hier ein christliches Magazin liegenlassen – kann das ins Altpapier?“

  • Martin

24. August 2021

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Wenn ein Mann etwas sagt, aber keine Frau in der Nähe ist, hat er dann trotzdem Unrecht? (Czech/Domzalski)

Die beiden sind wirklich witzig und scharf. Ich werde sie noch öfter zitieren. Dies ist auch von ihnen:
VSS (Verband sensibler Studierenden) fordert Abschaffung des Geschichtsstudiums: Niemand wird dann künftig traumatisiert durch Berichte von Krieg, Sklaverei und Frauenunterdrückung.

Heute erinnere ich an Mariama Jamanka (Sportlerin), Karen Parkin (Managerin) und Ruth Rendell (Schriftstellerin).

Ich freue mich auf Detroit. Es soll in Michigan viele ehemalige Deutsche geben. Aber es gibt auch sehr gefährliche Stellen in der Stadt. Ich war noch nie an gefährlichen Orten in den USA. Ich würde eigentlich gerne diese andere Seite sehen. Was ich kenne von USA sind unglaublich liebevolle Familien mit Hunden, Pools und schönen Häusern.
Wir werden sogar eine Fahrt auf dem Detroit River machen. Das letzte Mal war ich 2017 in den USA, in San Francisco an der großen Ruffatti Orgel mit Konzerten. Das war November, kurz bevor Trump an die Macht kam. Als er dann tatsächlich an der Macht war, war ich leider nie im Land gewesen. Davor 2016 mit Klavierabenden. Ich unterhalte mich gern über amerikanische Politik. Biden und Trump. Aber mit Amerikanern. Ich mag nicht, wenn Deutsche eingebildet über Trump, Bush oder sonst wen herziehen, besonders nicht solche, die noch nie in den USA waren oder nicht länger als zwei Wochen oder für einen Urlaubstrip. Die haben eigentlich keine Ahnung, zitieren nur Medien. Die Amerikaner ticken politisch völlig anders als Deutsche. Da muss man sich sensibel hineinversetzen und zuhören. (Ich werde in einem großen Truck abgeholt. Viele Leute haben Waffen und große Hunde. Das ist einfach total andere Mentalität.) Ich habe nichts gegen andere Mentalitäten. Ich bin neugierig. Als ich von meinem Studium in den USA (2 Jahre) zurück kam, war ich „amerikanisiert” und traurig über die „Amerikafeindlichkeit“ vieler meiner deutschen Freunde. Ich bin eigentlich politisch. Aber behalte lieber vieles für mich wegen Mainstream und Media. Aber jetzt geht es erst mal nach Berlin.
Und ich freue mich auf Ronneburg und Schmölln.

Ich finde, je talentierter man ist, desto wichtiger ist es, regelmäßig gecoacht zu werden – vor allem als Bühnenkünstler.

Kleine Ladegast Orgel Dom Merseburg – Orgel Date AHS (Reincken)

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Gehirnmuskelkater! (AHS)

Heute erinnere ich an Diane Arbus (Fotografin), Jacqueline Lölling (Pilotin und Polizistin) und Martina Hill (Schauspielerin). 
Also, ich muss sagen, Ritters zweite Sonate ist ❤️. Aber es gibt auch einige, die seine Musik nicht mögen und eher schwach komponiert finden, zB Hans-Ola. Ich verstehe, warum, aber ich sehe es so: Manche Kunstwerke sind im Detail unansprechend oder seltsam oder geradezu schlecht. Aber im Gesamtbild taucht erst die wahre Schönheit auf. Das ist bei Monet auch der Fall. Und wenn ich ein paar Schritte zurückgehe, ist es so wahnsinnig gut, dass ich weinen muss. Und manche Kunst ist abstrakt und im Detail schön, so wie Bach, fleischgewordenes Talent. Und manche Kunst ist eben einfach nur im sprudelnden Ganzen großartig. Es ist vielleicht eher selten, dass Kunst sowohl im Detail als auch im Ganzen hervorragend ist. Jedenfalls gibt es auch die andere Seite Kunst.

Es ist interessant, was Laukvik über Ritter, Liszt, Rheinberger, Reubke und Reger schreibt. Alle diese mögen keine scharfen Klänge. Volltönig, sanft, deutsch, grundtönig, wenig Cymbel oder scharfe Mixturen. Wenig scharf auch bei Zungen und Streichern. Was ich nicht verstehe – warum nennt Laukvik Flöten dumpf? Das sehe ich überhaupt nicht so. – S. 171. Was denkt ihr?

Ich war noch nie ein Fan von Rheinberger. Sein Leben war irgendwie normal, langweilig und gefällig. Das merkt man an seiner Musik, die sich oft zieht. Aber vielleicht ändere ich meine Meinung beim Üben. Mal sehen. d-Moll-Sonate.

Interessant: Stephan Hermlin: Die Zeit der Einsamkeit. Ich bin angetan, wie dicht und spannend Stephenie Meyer schreibt. Richtig gut! Sie schafft es, lustig, weise, grausam, romantisch zu schreiben. Cooler Humor. Schade ist nur, dass ich immer vorher weiß, wer überlebt.

Hans-Ola ist zur gleichen Zeit in Berlin wie ich…

Kompositionen

Neu: Restaurierung und Intonation der großen Ladegast Orgel Weißenfels:

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Ladegast Orgel

9. Oktober 2021

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Frauen und Männer passen einfach nicht zusammen. (Loriot) – Äh … wir haben jetzt doch eine Stelle gefunden. (Gemischtes ostfriesisches Forscherteam)

Czech/Domzalski!

22. August 2021

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Allein in einer fremden Stadt zu erwachen, ist das vergnüglichste Gefühl der Welt. Du bist umgeben von Abenteuern. (Freya Stark)

Das kenne ich, dieses Gefühl. Es ist ein abenteuerliches Reise-Gefühl. Heute erinnere ich an Sophie Passmann (Autorin), Gerlinde Kaltenbrunner (Bergsteigerin), Annie Jump Cannon (Astronomin). Und Stephenie Meyer. Geniale Unterhaltung, besonders The Chemist.

Heute alle vier Sonaten geübt.
Danke für eure Kommentare von gestern. Viele waren wirklich interessant.
Daher habe ich noch ein paar Punkte zu gestern ergänzt, auch aufgrund eurer Nachrichten:

Weitere Thesen (Fortsetzung) zur Kirchenmusik:

21. Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker müssen deswegen gläubig sein, weil es bei Musik in der Kirche nicht nur um adäquate Aufführung und Interpretation geht, wie in der Oper oder im Theater, auch nicht um Unterhaltung, „Kultur“ oder Tradition, sondern um Gottesdienst. Auch Konzerte können Gottesdienste sein.

22. Was Gottesdienst ist, muss das erste sein, was sie kennen sollen. Hierzu ist Glauben und eine Beziehung zu Gott nötig. Denn wozu jemanden dienen, den es nicht gibt oder den man nicht kennt oder an den man nicht glaubt? Gottesdienst und Kirche sind keine Farce, keine kulturelle Spielwiese. Es ist echt, ernst zu nehmen, kein Schauspiel. Kirchenmusiker sind keine Schauspieler mit Rollen, die sonntags „christlich tun“.

23. Sie sollen Künstler und Künstlerinnen unterstützen und lieben, nicht bekämpfen oder verachten. Sie sollen selbst bemüht sein, künstlerisch tätig zu sein.

24. Kirchenmusiker sollen nicht herrisch, grob und gehässig sein.


Was mir auffällt:

Es ist auffällig, dass die meisten Frauen nicht solidarisch sind. Im Gegenteil. Diese komplette Unsolidarität trifft dann auf die Seilschaft von Männern. Nur durch diese Kombination haben es Männer geschafft, zu herrschen und Frauen zu unterdrücken.
Zudem: Frauen sind sehr gewöhnt daran, Hotel Mama oder Hotel Ehefrau für Männer zu sein. Damit wird die Männer-Herrschaft weiter unterstützt.
Und den tiefen Stimmen von Männern vertrauensvoll erliegen viele Frauen. Tiefe Stimmen sind sachlicher, ehrlicher, klüger und vertrauenswürdiger? Nein! Hier sind viele Frauen sehr schief gewickelt.
Aber es schäkert sich viel besser mit Männern? Mag sein, aber das führt nirgendwo hin!

Frauen sind untereinander eher Konkurrenz. Ehrgeizige Frauen sind Konkurrenz, sowohl für Männer als auch für Frauen. Doppelt doof.
Aber ein Mann: Könnte ja der Sohn, der Bruder, der Schwiegersohn sein. Putzig! Herzig! Es ist verrückt, wieviele Ehefrauen auf mich eifersüchtig waren ohne jeglichen Grund.
Ladegast Orgel Merseburg Dom – Orgel Date AHS: Aeoline, Sperrventile, Rückpositiv, Schweller, Rabe

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Ladegast


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RainSong

21. August 2021

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4 Kommentare
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Ich bin eine Weltensammlerin. (AHS)

Das Flugticket ist gekommen, ich muss meinen Reisepass suchen. Aber ist ja noch lange hin bis April. Michigan ist eine Art Insel, von großen Seen umgeben.
Mein 2. Impftermin ist 16.9.

Ich übe Ritter-Sonaten 1-4. Heute kam die 2. Sonate an. Verlag Forberg. Ich habe auch alte Leipziger Peters-Ausgaben.
Ich höre Arno Strobels Krimis.

Ich spüre und rieche, dass es Herbst wird. Heute las ich: Macht ist weiblich.
Ja, wahrscheinlich ist sie das, und ich merke es gar nicht.

Wie versprochen meine Thesen zur Kirchenmusik ala Martin Luther (siehe mein Blog-Eintrag 27. Juni 2021):

  1. Musik in der Kirche repräsentiert Gottes Wort.
  2. Kirchenmusik soll den Menschen helfen, Gottes Wort zu verstehen.
  3. Kirchenmusiker und Kirchenmusikerinnen müssen Gläubige sein.
  4. Musikerinnen und Musiker in der Kirche sollen christliche Werte leben, nicht nur sonntags, sondern auch und besonders im Alltag und im Umgang mit anderen Menschen. Neid, Missgunst, Lästern und Heuchelei sollen fern von ihnen sein.
  5. Kirchenmusiker sollen glaubwürdig sein.
  6. Sie sollen fleißig üben und exzellent spielen.
  7. Sie sollen nicht andere Musikrichtungen verurteilen.
  8. Sie sollen nicht klüngeln und mauscheln.
  9. Kirchenmusiker sollen gut mit Pfarrerinnen und Pfarrern zurecht kommen.
  10. Sie sollen nur so schnell spielen, wie die Gemeinde singen kann.
  11. Sie sollen auch regelmäßig Klavier üben.
  12. Sie sollen sich um ihre Orgeln kümmern und generell großes Interesse für ihr Instrument und für Orgeln in ihrem Land zeigen.
  13. Sie sollen anderen Musikern nicht den Zugang zur Orgel verwehren.
  14. Sie sollen nicht Tausch-Konzerte durchführen und hier ihre Vorteile suchen.
  15. Sie sollen die Lieder selbst aussuchen.
  16. Sie sollen Bibel lesen.
  17. Sie sollen das Evangelium und die Bibel und die Liedtexte und Psalme gut kennen und verstehen.
  18. Sie sollen niemanden diskriminieren.
  19. Gebet, Lobpreis, Andacht und Versöhnung sollen zu ihrem Leben gehören.
  20. Sie sollen vom Geist erfüllt sein. Vom Heiligen Geist.

Was habe ich vergessen? Schreibt mir.

Neu:

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Merseburg

20. August 2021

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Erfolg macht begabt. Man gewinnt Mut und Selbstvertrauen. (Katja Riemann)

Heute erinnere ich an Rosetta Getty (Designerin) und Gudrun Pausewang (Schriftstellerin). Sie hat mehr als 90 Bücher veröffentlicht!

Ich freue mich auf die Wiegleb Orgel in Ansbach, mein zweites Mal an ihr.

Nürtingen, Dortmund, Osnabrück, Thüringen.

Die Impfung war nur ein kleiner Stich…

Ich habe die Butz-Ausgaben von August Gottfried Ritter, aber mein Lehrer mag lieber Peters, da Butz-Ausgaben manchmal fehlerhaft sind. Aber das Blättern geht perfekt bei Butz-Ausgaben, bei Peters auch nicht schlecht. Das ist bei Bärenreiter ja oft ein Dilemma. Ich nehme meist die Noten, wo das Blättern möglich ist.

Neu:

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Chopin

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Maria

Registrierung ist die Kunst des Weglassens, nicht des Zusammenziehens. (Kay Johannsen)

Heute erinnere ich an Penélope Hobhouse (Gärtnerin), Sabine Lautenschläger (Juristin), Brigitte Kronauer (Autorin).

Ich mag den schwebenden, weichen Charakter von Ritter I im 2. Satz. Und natürlich den 3. Satz.

Sehr besonders ist seine vierte Sonate.

In der Philosophie wird mit dem Begriff Vernunft hantiert. Oft direkt am Ziel vorbei. Da schreibt der irische Eriugena, dass man Gott auch „Natur“ nennen könnte. Ah ok. Und Jesus ist auch „Natur“? Eher das Gegenteil, würde ich sagen.

Welche mir gefallen, sind Alfred Jules Ayer, Adam Schaff und Jakob von Uexküll. Und die Philosophin Karen Gloy aus Heidelberg.
Morgen ist um 10 mein 1. Impftermin. BioNTech. Mein Hausarzt kennt mich ja schon lange und machte eine verschmitzte Miene. Naja.

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Mozart

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Gewandhaus

Bebend die Länge im Ton. (AHS, Orgel-Kalender benno-Verlag 2022)

Mein erster Unterricht bei Kay Johannsen war sehr gut. Er ist ein sehr guter Lehrer und ein weiser Mensch. Wir arbeiteten an der ersten Ritter-Sonate. Ich habe einmal im Monat Unterricht. Das ist perfekt, da ich jedes Mal gut vorbereitet sein muss/möchte und viel auf habe. Es ist schön, diese enorme Orgel in der Stiftskirche zu spielen. Es ist nicht nur so, dass man über Orgel lernt, sondern auch über Musik allgemein und darüber hinaus über Menschsein und Verhalten. Was mich sehr interessiert, ist Registrierung und Klang. Und auch, wie ein erfahrener Organist Orgel sieht. Sehr schön ist der Harmonikabass 16 (pp). Besonders zum leisen Streicher Aeoline oder zur leisen deutschen Vox celeste. Der Offenbass: offene Holzpfeife, etwas Besonderes. Noch von früher übrig geblieben. Hier gab es ja mal eine enorme Walcker-Orgel mit Doppel-Pedal! Ich spüre ihre Aura.
Ich mag leise Klänge. Kay meinte, Registrierung ist die Kunst des Weglassens, nicht die Kunst des Zusammenziehens. Absolut. Nicht so viel ziehen! Selbstbewusst wissen, was passt und was nicht nötig ist. In der Familie bleiben (Prinzipalreihe /// Flötenreihe). Wissen, welche Klänge charaktervoll sind und welche nicht. Welche sind eher neutral, ohne Strich, füllen „nur“ (Bourdon 8, Subbass 16…), welche sind echte Klangboomer, die sich stark entwickeln charakterlich – wie mit den Menschen, glaube ich. Und dann das Doppeln – Faustregeln gibt es so nicht, aber man kann sagen (aus Erfahrung): nicht die oberste Fußtonzahl doppeln. Das kann ungut schweben.
Ich mag die erste Ritter-Sonate, das Dramatische. Merseburg lässt grüßen.
Insgesamt gibt es noch „Orgelspezifisches“ in Technik, das bei mir noch mehr in „Fleisch und Blut“ übergehen soll, vor allem, was sich unterscheidet zum Klavier. Mehr rein in die Taste, weniger raus. Weniger „zappelig“. Fußsatz. Sequenzer mit dem Fuß. Wobei er mein Pedalspiel schon recht gut findet, für mich das schönste Kompliment. Und dann die alten Flaggen: Tempo, Rhythmus, Ruhe. Aber er ist auch sehr genau. Aber so muß es sein. Ich bin ja völlig freiwillig da. Hinterher sprachen wir auch über meinen Blog und was damit zusammen hängt. Das rechne ich ihm hoch an. Dass er sich kümmert. Dass er damit begonnen hat. Es hätte ihm ja auch egal sein können. Aber seine Ausbildung ist umfassend, wie er sagte. Und dann sagte er etwas Weises, das ich nie mehr vergessen möchte und ab jetzt einhalten möchte und werde: Ich soll nicht andere abwerten, auch wenn mich andere abwerten. Warum soll ich das gleiche tun? Er hätte auch schon Kritik und Presse bekommen, wo er sich dachte, was ist das jetzt… If you can‘t stand the heat, stay out of it. Komplett ignorieren. Gar nicht darauf antworten. Und wenn ich das bisher falsch gemacht habe – egal. Ab jetzt! Immer mit Wertschätzung schreiben. Und mich auf meinen eigenen künstlerischen Prozeß konzentrieren.
Was mich daran besonders beeindruckt hat: Es war absolut authentisch, ohne mich zu verurteilen, ohne mich zu manipulieren. Jemand, der nicht naiv ist. Jemand, der selbst schon Dinge erlebt hat. Ich würde sogar sagen, es war liebevoll. Müll hinter sich lassen. Neu anfangen. Ernst. Aber auch mit einem Lächeln. Sich auf das konzentrieren, auf was es ankommt. Manchmal muss man erst Fehler machen, um zu erkennen, was mehr als ein Rat ist – was ein unbezahlbares Geschenk ist. Freiheit! Manchmal muss man sein Bauchgefühl um 180 Grad drehen. Was sehr anstrengend ist. Im Zug schlief ich wie ein Stein. Und wie man mit Verleumdung umgeht? Frage ich das nächste Mal.
Wir sprachen auch über das Impfen. Ich habe ihn einfach gefragt, weil ich ihn vertrauenswürdig finde. Man kann ja über Politik verschiedener Meinung sein. Nichtsdestotrotz rät er mir sehr, mich impfen zu lassen, ich soll da keine Bedenken haben und morgen gleich gehen. Gerade als Künstler geht das nicht anders, wenn man reist. Und warum soll ich es nicht freiwillig tun?
Alles, was ich freiwillig tue, ist gut für mich, glaube ich. Ich hasse Zwang.

Meinen Spielzeug-Beetle habe ich verschenkt. Ich hatte ihn aus Kampala.
Gestern habe ich zum ersten Mal eine Hand-Pflege-Maske (Handschuhe) verwendet. 🙂 Eigentlich inakzeptabel viel Plastik-Müll! Never again.

Stuttgart ist doch eine schöne Stadt, besonders die Innenstadt, alles rund um die Stiftskirche. Ich kaufte auf dem Markt Gemüse und Obst und aß türkisches Cigköftem, von dem ich bis heute nicht weiß, was es ist (vegan und schmeckt nach Tomate), und kaufte Many Mornings-Socken (Kaufhaus Mitte, die haben Obst, Blumen und Gemüse und sogar Nüsse als Stofftiere!), die unterschiedlich pro Fuß sind und total süß. Ich habe welche mit Herzen und Eichhörnchen. Ähnlich wie Happy Socks. Der Bahnhof wird jedoch immer schlimmer. Ein einziger Krater, eine riesige Baustelle; wir mussten komplett außen herum.