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30. Oktober 2021

Mein Mann hat jetzt endlich sein Idealgewicht. 5 Kilo. Und da ist die Urne schon mit drin. (Czech/Domzalski)

Foto oben: Beckerath Orgel Bielefeld

Das Konzert war schön. Ich war/bin zwar noch krank, aber dafür war es gut. Die Hustensafts bringen nicht so viel, machen mich nur dizzy. Es war sehr gut besucht. Es waren Fans von mir da. Ich spielte an beiden Orgeln der Heilig Geist (Steinmeyer und Sandtner). Die Steinmeyer steht auf der obersten Empore und verschmilzt mit der Decke. Der Dirigent war wirklich süß (=lieb, herzig). Es macht mir immer Spaß, mit Orchester zu spielen. Und Rothenburg ist so eine hübsche Stadt. Besonders mag ich bei Händel F-Dur 3. und 4. Satz. 6/8-Takt ist einfach schön. Diesmal aßen wir im RothenBurger. Heute erinnere ich an Rosalia Mera, spanische Mode-Unternehmerin, Jenny Marx, Sozialistin, und Miriam Makeba, Sängerin aus Südafrika.

Man hat mich gefragt: Was bringt es, sich über die Polizei zu beschweren, wenn diese nicht oder nur schleppend ermittelt gegen Hetze im Netz gegen Frauen? Nun. Da heißt es dann: Passt scho. So eine Post kann man genauso gut aus dem Fenster werfen. Es kommen nur Floskel zurück, landen im Off des „passt scho so“. Zudem scheinen Polizei und Staatsanwalt nicht wirklich unabhängig zu sein, sondern sich gegenseitig zu streicheln. Wahrscheinlich ermittelt die Polizei schon da wenig, wenn die aus Erfahrung weiß, dass es der Staatsanwaltschaft egal ist. Die Justizämter scheinen vor allem verdienen zu wollen: Wenn frau Männer anzeigt, heißt es dann: Wählen Sie den Privatklageweg. Um Gerechtigkeit scheint es der Justiz nicht zu gehen, sondern um Kohlemachen, denn ein Privatklageweg ist teuer. (Ich gehe davon aus, dass im Privatklageweg vor allem Männer vorzufinden sind). Damit macht es sich die Justiz leicht. Ich finde es billig, ungerecht und faul: eine Seite Post mit formellem Blabla, nicht mal mit Unterschrift. Dass mittlerweile viele Richterinnen und weibliche Angestellte bei der Justiz arbeiten, verändert seltsamerweise nicht die Frauenfeindlichkeit: Wieviel Frauenhass wird denn bestraft? Es wird nicht mal gegendert, es heißt: „Lieber Absender“. Justiz: eine Welt, die dringend Veränderung und Reformation braucht. Ich glaube, wenn ich nicht Künstlerin wäre, wäre ich eine sehr gute Anwältin geworden. Es gibt offenbar viel zu viele kriminelle Anwälte. Aber dazu morgen mehr.
ps: Ob es nicht auch Männerhass gäbe? Mag sein. Bestimmt. Aber der ist nur eine Reaktion. Frauenhass kommt immer zuerst.

Ganglöffsömmern

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Steinmeyer op. 46 Rothenburg, Franken

2 Antworten auf “30. Oktober 2021”

  1. Interessant auch eine andere Helena: Marx‘ Hausmädchen Lenchen Demuth aus St. Wendel (sic!)

    Helena war die Tochter des Tagelöhners und Bäckers Michel Demuth (1788–1826) und der Maria Katharine Creutz (1791–1848). Ihre Eltern hatten am 16. Februar 1808 in St. Wendel geheiratet und hatten sieben Kinder, davon war Helena das fünfte.

    Helena Demuth kam 1837 als Dienstmädchen in das Haus des Regierungsrats Johann Ludwig von Westphalen in Trier. 1845 schickte dessen Ehefrau Caroline von Westphalen Helena zur Unterstützung ihrer Tochter Jenny Marx nach Brüssel. Ab Mai 1857 arbeitete zusätzlich auch ihre fast fünfzehn Jahre jüngere Halbschwester Anna Maria Creuz, genannt Marianne, bis zu ihrem Tod 1862 im Haushalt der Familie Marx.Helena Demuth folgte der Familie Marx 1848 nach Paris, 1848/49 nach Köln, 1849 wieder nach Paris und dann 1849 ins endgültige Exil nach London. Sie war nicht nur Köchin, sondern auch eine gute Freundin der Kinder, die sie Nimmy nannten. Gelegentlich spielte sie auch Schach mit Karl Marx, der gegen sie verlor, wie Wilhelm Liebknecht erzählte.

    1851 gebar Helena Demuth einen Jungen, gab den Namen des Vaters jedoch nicht preis. Der kleine Henry Frederick Demuth (genannt Freddy) (* 23. Juni 1851 in London; † 28. Januar 1929 ebenda) wurde in eine Londoner Pflegefamilie namens Lewis gegeben. Entgegen manchen Behauptungen in der Literatur erkannte Friedrich Engels die Vaterschaft von Frederick nicht an, auch nannte Eleanor Marx ihn ihren ‚Halbbruder‘. Jenny Marx bemühte sich im Oktober 1851 um eine Amme für Henry Frederick Demuth bei der Familie Devalek in Brüssel, die auch ihren Sohn Edgar 1847 versorgt hatte. Da es sich nicht mit den Vorstellungen von Marx in der sozialistischen Bewegung vertrug, dass Marx „fremdgegangen“ sein sollte, wurden alle Dokumente auf Befehl Stalins am 2. Januar 1934 als Geheimdokumente der Forschung entzogen.
    Grabplatte vom Familiengrab der Familie Marx auf dem Highgate Cemetery mit Nennung von Helena Demuth

    Nach Marx‘ Tod im Jahr 1883 zog Helena Demuth zu Engels, dem sie fortan den Haushalt führte. Gemeinsam mit ihm ordnete sie Marx‘ historischen Nachlass und entdeckte dabei die Manuskripte zum zweiten Band des Kapitals.

    Im Oktober 1890 erkrankte Helena Demuth an Krebs und starb am 4. November. In ihrem Testament vom 4. November 1890 bedachte sie ihren Sohn Frederick Lewis Demuth als Universalerben, der 95 £ und ihren persönlichen Besitz erbte. Auf Wunsch von Marx‘ Töchtern Eleanor und Laura Lafargue wurde sie im Familiengrab der Familie Marx auf dem Highgate Cemetery beigesetzt. Engels hielt eine Trauerrede an ihrem Grab. In einem Brief an den Neffen von Helena Demuth, Adolf Riefer, schrieb Engels: „Die Verstorbene hat ein Testament gemacht, worin sie den Sohn einer verstorbenen Freundin den sie von klein auf sozusagen an Kindesstatt angenommen und der sich allmählig zu einem braven & tüchtigen Mechaniker herausgebildet, Frederick Lewis, zu ihrem alleinigen eingesetzt hat. Derselbe hat seit längerer Zeit aus Dankbarkeit und mit ihrer Einwilligung den Namen Demuth angenommen.“

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