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5. März 2021

So schlaf! Dein Name bleibt vom Untergang frei! Die Schüler deiner Zucht und ihrer Schüler Reih‘ bereiten für dein Haupt des Nachruhms Ehrenkrone. (Telemann über Bach) 

Wie schön und prophetisch, dass Telemann Bach ehrte und liebte, an das kollektive Musikergedächtnis dachte.


Das Finale des Literaturwettbewerbs Zeilen.lauf in Österreich findet online statt. Bin gespannt.

Bald kommt mein vierter Lyrikband heraus.

Ich freue mich, Orgeln im Ausland kennenzulernen. Und ich hoffe, dass Ende 2021 mein Clavichord kommt, das „sanfte Clavier“, das empfindsam ist, expressiv, Lieblingsinstrument vieler Musiker heute, damals. Manche schreiben über das Clavichord, es würde beruhigen, trösten, versüßen, eine Vertraute sein, zum Lächeln bringen.

Es sind einige neidisch auf meine Sponsoren. Aber es ist wichtig zu wissen: Sponsoren unterstützen, worin sie Potential und Kunst sehen. Harte Arbeit und Fleiß sind absolute Voraussetzungen. Zudem braucht es Kraft und Talent, Sponsoren zu generieren. Und eine Beziehung zu Gott, dem alles gehört und für den Millionen nichts sind. Vertrauen in Fülle muss man trainieren. Ich war einmal vor längerer Zeit auf einer teuren Bibelschule im Ausland mit Jugend mit einer Mission. Damals wusste ich noch gar nicht, dass ich Organistin werde. Ich ging bewusst hin ohne einen Cent, um Gott zu vertrauen, ans Ende der Welt, nach Australien. Das war eine enorm wichtige Übung für mich. Eine schwere, verrückte. Am Ende hat Gott die gesamte Bibelschule (über 30.000 Dollar) nicht nur bezahlt, sondern ich hatte noch 10.000 übrig. Ab da vertraute ich ihm große Summen an. Ich bekam wenig später meinen nagelneuen Steinway-Flügel. Er war schon in den USA extrem großzügig zu mir. Gott ist zu jedem großzügig, er ist unendlich reich. Aber das Geld ist es gar nicht. Oft kommt die Summe auf den allerletzten Drücker. Es braucht Vertrauen, viel Fleiß, Kraft, Mut, Arbeit und Hingabe. Denn ich bin abhängig von Gottes Segen, was mir eine Ehre ist. Als ich klein war, sagte er mir: Du wirst große Dinge tun. Das mag für Atheisten verrückt klingen. Aber wir werden am Ende sehen, wer recht hat.

Eine Frau hatte 2013 eine Art Vision und sah mich “mit den Füßen spielen”. Ich dachte: Wie verrückt, mit Füßen auf der Klaviertastatur, wie soll das gehen. Dass ich Organistin werde, habe ich nicht mal im Traum gedacht.

Empfehlen kann ich das Bach-Buch von dem leider verstorbenen Klaus Eidam, großartiger Mensch.

Es ist ja so, sagte mir jemand: Wenn man Erfolg oder Talent oder beides hat, möchte eine Art “finsterer Schatten” andere besiegen. Daher muss man immer stärker sein als dieser Schatten und an seiner Herzlichkeit genauso arbeiten. – Ich sehe bei mir diesen Schatten nicht, aber andere vielleicht haben Angst oder sehen ihn. Was ich sehe: Wenn man etwas hat, was andere wollen, tanzt man auf einem Hochseil. Doch kann ich mir nicht vorstellen, was bei mir diesen Neid oder dieses Missfallen auslöst, meine Fehler sammeln zu wollen, mir hinterher zu schnüffeln.

Manchmal gibt es Missverständnisse: Meine Offenheit wird von manchen Männern als Interesse gedeutet oder facht etwas an, was ich überhaupt nicht “in mind” hatte. Dann sind manche Männer beleidigt und nachtragend, weil sie etwas erwartet haben, was von mir überhaupt nicht so gemeint war, beispielsweise, dass ich sie heirate. Die Mischung von Verletzlichkeit und Stärke, die ich habe, irritiert manche Männer. Daher habe ich auch Fans, die Hater geworden sind. Das sind übrigens die schlimmsten Hater und die hartnäckigsten Fans. Weil jemand wie ich sucht, fragt, bittet, kindlich ist, Fehler macht, unbekümmert ist und trotzdem macht, was sie will – das ist ja nicht so normal in der heutigen Gesellschaft. Da ist ja jeder recht abhängig. Freiheit ist mir wichtig.

Manche posten da täglich, niemand interessiert es. Aber wenn ich da etwas poste, geht es rund. Ich bin übrigens beinahe die einzige Frau, die dort Orgelvideos postet. Das kapieren viele gar nicht. Jan Wilke und Benjamin Frensel verdächtigen mich, weil sie sauer sind.
Ich habe nichts gegen Laien, im Gegenteil, viele Laien sind sehr musikbeflissen und lieben auch meine Kunst, wie Profis. Sie bringen oft respektable Leistungen. Noch haben diese Männer es nicht geschafft, mir freundlich, höflich und anständig zu begegnen. Ihr Interesse an meiner Kunst trauten sie sich bisher nur negativ auszuleben. Ich hoffe, dass sie es irgendwann schaffen, sich zu entschuldigen, und dass es eine Ebene gegenseitigen Respekts gibt und sie mir mit meinen Leistungen höflich, achtungsvoll begegnen, wir uns gegenseitig. Das würde der ganzen Szene gut tun und wäre dann so etwas wie Kirchenmusik. Würdig des Kirchenmusikalischseins. Jedenfalls bin ich nicht nachtragend. Ein gutes Gespräch, und sicher beruhigt es sich dann, und das Böse verblasst und nimmt eine positive Richtung. Versöhnung finde ich generell schön und christlich. Und durch das Mobbing habe ich viel gelernt. Das war neu für mich. Ich habe halt bisher noch nie Laien wie Lucas Kluck und Martin Schmitz erlebt.

Meine Registrierungen für St. Katharinen in Hamburg habe ich in ein Buch namens „Kaiser Konstantins Taufe“ geschrieben, zwischen die Geschichte. Das kleine, braune Buch bewahre ich auf. Hans-Ola hat Recht: Man muss lernen, alles selbständig zu registrieren und zu blättern. Alle seine Studenten machen alles allein. Ich hasse Blätterer und Registranten, sie machen mich kirre. Ich werde mich in Zukunft daran halten und alles allein machen, so wie Hans-Ola sagt. Tack!

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