Ich erinnere mich an meine Anfangszeit mit Registrieren in Frankfurt an der Hochschule. So niedlich! „Wie würden Sie dies registrieren?“ „Ähm …“
Und jetzt liebe ich Registrieren!
Bei Bach finde ich es wichtig, an Schönheit zu denken, nicht an Wildheit. Daran, dass Kadenzen entspannt sind und dennoch keine Spannung verlieren dürfen (klingt das nicht etwas widersprüchlich).
Pedalorientiert, mit exzellent etablierter Bewegungsqualität und Gewichtung, Auftakte timen und variieren, Pausen nicht überwuchern durch Klang, Elastik, Touché, Katabasis, Anabasis, Circulatio. Klein am Ventil und ohne Gewalt.
Super Unterricht gehabt und stundenlang registriert.
Jeder Mensch ist eine eigene Kultur. Wir alle arbeiten an uns, an unserer Kultur. (AHS)
Sonne auf Schnee. Habe an der schönen Orgelbouw Verschueren-Orgel in Hamburg geübt. Sie steht gegenüber der italienischen Orgel von Reil (1994).
Heute habe ich 13 von 14 Stücken geübt.
Wenn ich meinen Blog vorlese, klingt er ganz anders, als wenn man ihn nur leise liest. Weil ich beim Vorlesen auch manchmal lache.
Wir alle arbeiten an uns, an unserer Kultur.
Zum Thema Gendern möchte ich sagen: Manche scheinen kaum zu schaffen, weibliche Formen auszusprechen. Ist das für viele eine Niederlage oder Verlieren?
Weil manche auf das Englische umschwenken oder Dinge ins Lächerliche ziehen müssen, um ja kein in verwenden zu müssen?
Die das Partizip nur in aktueller Tätigkeit wahrnehmen wollen, damit Endungen nde (Fahrende…) nicht gelten? Fühlen sie sich nur wohl, wenn Sprache maskulinisiert bleibt, oder meinen sie mit „Organisten“ wirklich nur Männer?
Warum nimmt man sich heraus, dass sich Frauen maskulinisiert angesprochen fühlen müssen?
„Ist doch ganz normal, dass Frauen auch damit gemeint sind.“ Wie gnädig.
Viele Männer bestimmen also, was normal ist. Und für uns Frauen gleich mit. Und sie haben es so weit geschafft, dass es für viele Frauen tatsächlich „normal“ geworden ist, sich an das Maskuline anzuhängen. Und zwar nicht nur sprachlich.
Sprache hat Macht. Manche Frauen helfen oft (unbewusst) mit, dass Frauen nicht explizit erwähnt werden und dass das Maskuline das Erste und Normale bleiben soll.
Sprache hat Macht!
Manche Männer wiederum verwenden Gendern nur bei mir, um mir zu gefallen. Im normalen Leben sind sie wieder „Machos“.
Eine weitere Art von Seximus und Diskriminierung ist das bewusste Siezen von Frauen, während fremde Männer und männliche Musiker unter sich rasch per Du und schnell als Seilschaft und Kameradschaft unterwegs sind.
Frauen werden von diesen Männern bewusst kühl auf Abstand gehalten. Siezen usw gehört dazu, eine Frau nicht in die Kameradschaft mit aufzunehmen.
Es gibt viele subtile Arten, Frauen außen vor zu lassen.
Manche empfinden ehrgeizige Frauen als Störenfried und wollen unter sich sein. Sie atmen auf und fühlen sich erst wohl, wenn Frauen verschwunden sind. Das Revier Sprache (dazu gehören auch Spielregeln etc.) gehört dazu. Damit wollen diese Männer herrschen.
Eine weitere Art der Frauenfeindlichkeit ist, einen „erzieherischen Unterton“ in der Stimme zu haben. Nach dem Motto: Ich zähle jetzt bis 3 – Eins – Zwei –
„Kollegen. Organisten. Er … Man… Wir…“.
Meine Spielregeln sind anders. Männer sollten anständig, höflich, vertrauenswürdig, respektvoll, helfend, Gentlemen sein, eher schützend als zerstörend, eher sich selbst zurücknehmend anstatt sich vordrängend, ohne Vorwurf, ohne Zwang, warmherzig, gut erzogen, vor allem in Sprache. Und zwar allen Frauen gegenüber.
Der Erfolg soll uns wenig kümmern. Groß sein heißt es, nicht groß scheinen. (Romain Rolland)
Nun schneit es tatsächlich endlich in Hamburg. Ich bin von den Schneemaschinen aufgewacht. Freue mich auf Dirigieren und Orgel und werde erst kurz vor meinem Geburtstag daheim sein.
Sehr interessant ist Dimensionen des Musikerlebensvon Kindern von Silke Schmidt.
Von Reger mag ich sehr die Choralfantasie op. 40 Nr. 2.
Mein Clavichord wird gebaut.
Ich habe festgestellt, um schnell einregistrieren zu können bei langen Werken, muss man wichtige Regeln intus haben und Klang einschätzen, und das auch unter Zeitdruck. Wichtige Merkmale und Gradmesser sind hierbei: Verdoppelungen +-, Kombi Mixturen und 16-Füße, Einsatz von Zungen und von Cornetti, Kombi Flöten und Vierfüße.
Heute hatte ich eindeutig von Gott den Eindruck, dass er möchte, dass ich parallel zur Karriere Mama werde. Wie ich das alles zeitlich schaffen soll, ist mir schleierhaft. Als Mann ist das 100 x leichter. Aber vielleicht ist Corona die beste Zeit dafür, was meint ihr? Bitte betet. Wer weiß, was da für ein Kind rauskommt. ❤️
Der neue schöne Mendelssohn an der Sandtner: – Danke für 1401 Abonennten auf youtubi!
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Die italienische Orgel aus Holland in Hamburg ist eine Wucht. Ich habe Videos von ihr auf facebook gepostet. Ich bleibe übrigens hier oben in HH. Die ICEs fahren alle nicht von HH nach Wü. Es hat ja nun keinen Sinn, 8 Stunden über Frankfurt-Karlsruhe heimzufahren, wenn ich Mittwoch wieder hier sein muss.
Hinterher komm ich nicht zurück. Sachen gibt es. Dafür gehe ich noch mal an die schöne Marcussen-Mühleisen.
Abends übte ich an der Ahlborn-Orgel… ich muss sagen, wenn man an einer alten elektrischen Ahlborn Liszt schön spielen kann, dann überall!
Warum Pinneberg für Hamburger „doof“ ist, verstehe ich nicht, es ist wirklich nett hier, zu übernachten. Auch wenn die S-Bahnen ewig brauchen bis nach Hamburg.
Artikulation ist ja der Joker an der Orgel. Ein Handwerkskoffer für alles!
Manche haben da zwar nur ein oder zwei Tools drin. Andere dafür zwanzig. Und mehr. Aber dann muss man über den Koffer hinaus ins große Ganze kommen. Weiter noch: ins Berühren.
Ein kluger Mensch schrieb mir heute: Betrachte es als eine Ehre, wenn du Feinde hast. Nur wer den Ball hat, wird bekämpft.
Danke für alle, die für mich beten, dass meine Arbeit gelingt und meine Hände gesegnet sind.
Ich glaube, viele Kirchenmusiker und deren Semi-Umfeld sind hart geworden. Vielleicht auch enttäuscht, desillusioniert, abgehärtet – sie müssen sehr getriezt und kritisiert worden sein, um so auf andere loszutreten. Meist von Chorleitern? Das tut mir leid! Das Künstlerumfeld, das ich kenne, ist anders. Es ist viel weicher.
Die fb-Kirchenmusikgruppe von Ansgar Kreutz wird reihenweise verlassen und hat nun Leute wie Benjamin Frensel mit als Administrator, der meinen Blog spöttisch zitiert, verdächtigt, lästert, falsche Dinge behauptet und damit droht und hetzt. Er kommt mir zudem sehr pathetisch vor, der sich selbst als Opfer und Christen sieht. Und den ich selbst nicht blockieren kann. Insgesamt gibt es in dieser Gruppe und Szene, wie ich finde
1. (alte) Gurus, die gehyped werden, die nicht angetastet werden dürfen
2. das ewig lästernde Mittelfeld (Durchschnitt und Laien)
3. und ihre „Voyeure“, die stillen Mitleser und labilen Fähnchen im Wind, die morgen Hü und übermorgen Hott schreien (Laien)
4. dann die schillernden Vögel, Künstlerinnen, Frischlinge (ich) und ihre Fans
5. und die Administratoren, die das Mittelfeld decken, weil sie selbst das Mittelfeld sind. 89 Prozent Männer, 309 Prozent Spott und Neid. Es werden stets neue Opfer gesucht. Das Läster-Forum Pfeifenorgelforum und die fb-Gruppe haben ja die exakt gleichen Leute. Ich denke, Benjamin Frensels Ziel ist, mich aus der Gruppe zu ekeln wegen diesem meinem Blogeintrag. Weil ich mich nicht von ihm bedrohen lasse. Er stellte mir ein Ultimatum. Nötigung? Das Recht auf meinen freien Blog wird mir abgesprochen wie in einer Diktatur.
Dass Carpenter bei Chopin alles mit Füßen spielt – das ist eine witzige Idee. Das probiere ich demnächst auch mal, habe eine Idee.
Rückpositive find ich übrigens immer spannend! Sie sind alle sehr unterschiedlich. Zum Beispiel das ganz schräg gesetzte an der Offner mit pneumatischem Registerzugapparat in Schongau.
Bach BWV 652 – Holy Spirit ❤️
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Ich bin noch immer in HH! Es fuhr kein ICE gen Süden wegen Schnee und Hochwasser. Alle ausgefallen! Nichtsahnend stand ich am Bahnhof. Wunderte mich über alle Sätze wie „Gute Fahrt, drücke die Daumen“ – spinnen wieder alle? Nun. Vor lauter Orgelüben bekomme ich nicht mal mit, wenn es ein Erdbeben gibt.
Dabei ist hier in Hamburg kaum Schnee, nur Wind, Kälte und nachts Sturm. So bin ich nun schon die 5. Nacht hier.
Heute übte ich nun dann an der schönen italienisch-niederländischen Reil/Heerden-Orgel in blau 204 der HfMT. Mit kurzer, gebrochener Oktave.
Ich war in den letzten 14 Tagen nur eine Nacht daheim. Mein Marathon-Orgel-Programm von 145 Minuten.
Mittlerweile habe ich zumindest verstanden, welche Wege am wuseligen HH-Hbf hier wohin führen.
Hoffe, dass ich morgen heim kann.
Ich lese gern Bücher von Susann Nitz.
Die Orgel ist mein Brandopfer, mein Banner. Psalm 20.
Was ist das Leben, wenn man nicht für etwas Wichtiges kämpfen kann? (AHS)
Bald übe ich die Suite von Duruflé, Reger B-A-C-H und Reubke. Jemand sagte mir, ich werde mit Reubke Furore machen. Naja, ich bin gespannt.
Heute möchte ich an die weltweit verfolgten Christinnen erinnern, siehe Asia Noreen Bibi, Christin inmitten von Muslimen in Pakistan. Die zunehmende Christenverfolgung sagt viel über unsere Erde aus. Auch, dass die Christenverfolgung ignoriert wird und Europa ganz andere, „wichtigere“ Themen hat. Selbst in Kanada muss Asia um ihre Familie fürchten. Ihre Kinder sind traumatisiert. Es gibt noch sehr viele Eingesperrte in Pakistan. Aber unser Land und Europa tun viel zu wenig für sie; Unterdrückung von Christen interessiert deswegen nicht, weil unser Land auch an dem Gott der Bibel kaum Interesse zeigt. Wir machen mehr für andere Leute.
Verfolgte Christen sind meist still. Sie machen keinen Lärm, werden übersehen. Wer Lärm macht, wird gesehen.
Aber diese Erde wird vergehen. Und dann geht das wahre Leben erst richtig los. Yes! Freue mich darauf.
Ich mag es, dass man an der Orgel das „Passive“ auch trainiert, das Nüchterne. Der Wald bleibt gleich, ich passe mich ihman, nicht er mir. Dabei meine ich nicht das antrainiert Kühle, sondern das, was zu der jeweiligen Musik passt. Nicht bei jeder Musik muss man aktiv sein, zum Beispiel nicht bei Messiaen Banquet und Brahms as-Moll. Ich bin so dankbar für den tollsten Lehrer der Welt: Pieter van Dijk. Ich vertraue ihm. Er hat mich noch nie eingeengt, mich verbogen oder mir Dinge verboten. Er hat immer alles gegeben. Ich lerne auch von seiner Pädaogik. Er ist klug, lustig, streng, höflich, sehr engagiert, absolut verlässlich, echt und loyal. Er ist barmherzig. Ich lerne von ihm auch als Mensch. Habe momentan 3 Stunden pro Woche Unterricht bei ihm, es ist genial. Ich bin extrem fleißig und engagiert. Übe Tag und Nacht.
Die Mobber selbst schreiben ihre „Kritik“ grundsätzlich mit Fake-Namen, Fake-email-Adressen, immer hintenrum. Durch deren Hetze aber haben meine Videos teilweise innerhalb von 24 Stunden 1000 Aufrufe. Sie sind sauer über jeden Like und jeden guten Kommentar, disliken alles. Wie kann das noch normale Kritik sein? Wieviel Angst müssen die vor mir haben? Wie kann man nur so verblendet sein? Wie kann man ernsthaft etwas kritisieren, was man selbst nicht kann und nie können wird? Es wird fast niemand in dieser Gruppe Chopin an der Orgel spielen können.
Niemand kann dort so Klavier spielen, keiner wird solch schnelle Finger haben wie ich. Mag sein, dass ich „arrogant“ bin, wie sie sagen. Aber lieber arrogant sein und es können, als arrogant kritisieren und es nicht können.
Chopin jedenfalls habe ich in 20 Minuten mal eben abends aus dem Ärmel geschüttelt, nach einem langen Aufnahmetag mit ganz anderen Werken. Klar liebe ich es am Flügel mehr. Ich weiß, man hat sehr hohe Erwartungen an mich bei allem, was ich mache.
Bezüglich Kirchenmusik sehe ich es so: Es ist, als würde man „Obst und Gemüse“ studieren bzw. arbeiten. Wobei das Gemüse oft einen sehr viel höheren Anteil hat (Chöre, Organisation, Büro, People, Politik, Geldbeschaffung…). Wenn man aber Obst studiert und arbeitet, ist man fokussiert auf Obst (Orgel). Wenn man nun Obstspezialistin wird, gibt es dennoch immer noch Gemüslinge, die meinen, Obst besser zu kennen/zu können. Obst aber ist für viele Gemüslinge nur in einer bestimmten Richtung gebräuchlich: Gottesdienst. Für Obstlinge jedoch ist Obst eine ganze, eigene, weite Welt und Kunst, die nicht nur aus Safttrinken, Saftpressen, Schälen besteht, sondern aus Obstkuchen, Obstsalat, Obstdessert, Obstspaghetti, Obstkonfetti…
Wenn ein Gemüsling auf einen seltenen Obstling trifft und sagt: „Ach, das ist ja gar kein richtiger Beruf, Obstling zu sein – kannst du überhaupt schälen? Weißt du, was eine Tomate ist? Und überhaupt – willst du sagen, ich sei kein richtiger Obstling? Ich bin ein Gemüs- und Obstling! Aber du, was bist du?“ Wen wundert es, dass dann ein Obstling empört ist.
Obstlinge wollen nicht unterdrückt werden. Gemüse mag ich trotzdem. Lieber Orchester.
Bei „SangundKlanglos“ haben viele Gemüslinge so getan während Corona, als wäre ihnen die Kultur wichtig. Dabei waren es gerade die Gemüslinge, die sich für Obstlinge null interessieren und Show gemacht haben mit ihrer Kulturliebe. Es sind gerade diese Gemüslinge, die meist nur Kollegen-Gemüslinge (Dommännergemüse) einladen. Weder vor noch in Corona haben sich diese Gemüslinge für Obst, Obstlinge und Kultur interessiert, schon gar nicht für weibliche, sondern nur für ihresgleichen.
Am schönsten finde ich es, wenn Obstlinge und Gemüslinge Freunde sind und sich gegenseitig unterstützen. Das ist auch manchmal so. Das ist dann toll! Ich weiß, viele Kirchenmusiker haben es schwer, sitzen auf doofen, schlecht bezahlten Stellen, plagen sich mit Laien-Chören herum. Oder werden nicht anerkannt. Aber da kann ich nichts dafür.
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Pianistin oder Nonne? Nein, orgelnde, heilige Prophetin. (Kommentar von MN, zu Flügel auf Reisen von AHS)
Was ich lustig finde: Manchmal gibt es Männer, die meinen, über Orgelbau die Dinge besser zu wissen als ich und mich korrigieren zu müssen – selbst wenn sie falsch liegen. Scheinbar sind sie nicht daran gewöhnt, dass sich auch Frauen für Orgelbau sehr interessieren und dafür Feuer und Flamme sind. Einer meinte einmal zu mir: “Frauen wollen sich nicht schmutzig machen und haben Angst vor Schimmel. Deswegen klettern sie nicht in Orgeln!” Absurd. Ob sich an diesen Aussagen erklären lässt, dass sogenannte “Orgelsachverständige” nur Männer sind? Und auch durchaus wollen, dass es so bleibt? Auch hier habe ich einige sehr interessante Geschichten zu erzählen. Dabei wird kaum jemand interessierter an Orgelbau sein als ich.
Und hier ist er, mein erster Chopin an einer Orgel – an der schönen, großen Sandtner-Orgel in Mariae Himmelfahrt Schongau:
Danke, Andreas Wiesmann!
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Music isn’t something a musician does. Music is who they are.
Hamburg. Die Elphi ist schneebedeckt.
Folgenden schönen Spruch habe ich heute gelesen: Solange ich atme, hoffe ich.
Über 10 Stunden geübt. An tollen Orgeln. Bei Bach habe ich oft vor Genuss einen Kloß im Hals. Mein linkes Handgelenk tut etwas weh.
Heute war in Katharine ein Fernsehteam. Sie waren auch bei der Orgel.
Der Straßenverkehr in Hamburg kommt mir rasant und aggressiv vor. Eigentlich fahren alle zu schnell.
Bis jetzt habe ich ohne Asimut überlebt. Irgendwie sind solche Systeme und ich auf Kriegsfuß. Vielleicht lebe ich wieder hinter dem Mond.
Diese Gruppen rund um Kirchenmusik sind eigentlich zu 80 Prozent für Laien. Hier ist alles bunt gemischt: Metzger, Handwerker und Profis. Und wer weiß es besser? Der Metzger natürlich. Ich denke, als Profis sollte man sich von diesen Gruppen fernhalten. Die wirklich Souveränen sind da nicht, posten nie, kennen das gar nicht. Sind maximal stille Mitlesende, wie Wirtschaftsprüfer, die wissen wollen, nach welchem Zahn der Zeit die Herde gerade rennt. Profis, die dort posten, sind mir suspekt geworden. Ich dachte, es wären Profi-Gruppen. Die gibt es auch. Wohl woanders. Und dass man mit Neidern in dieser kleinen Szene leben muß, mit ihnen eventuell in derselben Gruppe ist, in der gleichen Konzertreihe spielt, in der gleichen Zeitung interviewt wird – so ist das eben. Fiese Leute halten einen auf dem Boden, dass man an seinem Charakter feilt und demütig bleibt oder zumindest wird, man bringt das Gegengewicht, das Gleichgewicht, die andere Pflanze, damit der Boden des Ackers gesund bleibt.
Oft ist es in Kirchen viel kälter als draußen. Vor allem auf der Empore. Ich friere oft sehr.
Ich mag sehr die alte, gelbe Platte DAS ORGELBÜCHLEIN mit Helmuth Rilling an der Orgel. Ich wusste nicht, dass er so gut Orgel spielt. Manche haben das gewisse Etwas, das man berührt wird. Andere spielen einfach zu kühl, das berührt mich nicht, egal, wie fehlerlos es ist. Es gibt verschiedene Arten der Virtuosität für mich: – die drei B –
Brillant
Berührend
Besondere Tempi
– in jeder Hinsicht (immer etwas extremer als der Durchschnitt hin zum Schnellen oder Langsamen, es gibt auch sehr virtuose Langsamkeit, beispielsweise bei Messiaen oder Sweelinck).
Ich liebe es, Dinge zu erschaffen.
Sehr schön ist auch die Platte Europäische Orgeln.
In großen Situationen entscheidet der Charakter. (Edith Stein)
Ich mag sehr die Schallplatte der Welte-Philharmonie-Orgel 1911-1928. Es klingt teilweise so virtuos wie am Flügel. Viele Klänge sind sehr spannend.
Ich freue mich, dass im Forum Kirchenmusik meine Orgelwerke angekündigt wurden.
Bin wieder in Hamburg. Hier muss man keine scharfe Maske tragen und darf auch nachts laufen/fahren…
Die neuen Videos sind sehr schön geworden.
Ich liebe die Orgel und freue mich, dass sie Instrument des Jahres 2021 geworden ist! Die Orgel berührt mein Herz!
Orgel spielen bedeutet, den Raum zu spielen.
Die verschiedenen Stile zu suchen, zu kennen.
Zu reisen.
Es ist mir besonders als Frau und Konzertorganistin wichtig, die Orgel als Konzertinstrument mit Charme (aber bewusst ohne Pop-Appeal) präsent und lebendig zu machen, da die deutsche Kirchenmusikszene leider oft ein frauenfeindlicher Verein ist. Ich sehe mich als Konzertkirchenkünstlerin in der Verantwortung, zu zeigen, dass die Königin der Instrumente auch für weibliche Artists gemacht ist. Da ich als Pianistin aus der Klavierwelt komme, scheine ich ein schillernder Vogel in dieser Szene zu sein, was mir Fans (aber auch Feinde) einbringt – was mich anfangs verwirrt hat. Aber nichtsdestotrotz: Die Orgel selbst ist ein schillernder Vogel und möchte aus Altmodischem befreit werden, möchte virtuos, weiblich, sinnlich, wild sein dürfen! Gott hat da nichts dagegen. Soli Deo Gloria! Und es gibt viele wundervolle Kirchenmusiker und Freunde, die mich unterstützen und mir helfen. Danke dafür!
Ich freue mich, für eine zweite schöne Zeitung interviewt zu werden.
Ich habe mit der Orgel ein neues Genre „erfunden“, das es schon lange nicht mehr oder kaum gibt in Deutschland und selten gegeben hat: Konzertkünstlerin an der Orgel. Dabei hat die Orgel genauso viel Appeal wie die Geige oder der Flügel. Ich werde jeden Tag eine Geschichte berichten, was mir bisher auf diesem Weg passiert ist. Manches ist wirklich geradezu crazy.
Im Kuss sich verzehret. (Romeo und Julia, 2. Akt, 6. Szene)
Meine Masken verwende ich oft als Haargummi. Dadurch ist die Überlebensdauer gering. Die der Masken.
Heute lernte ich die schöne Sandtner-Chororgel in Schongau kennen, mit Schleifenteilung (um sozusagen zwei Manuale zu haben). Die Orgel ist von der Künstlerin Hilda Sandtner mit klangdurchlässiger, schöner Webarbeit geschmückt. Schräg über der Orgel schwebt der Heilige Geist in einem Deckengemälde. Die große Sandtner-Schwester mit vier Schwellkästen und mit einer Maria von beinahe 1,80 m thront weit hinten. Wenn man überlegt, dass ich nicht mal 1,65 m bin. So eine Orgel ist groß wie ein Einfamilienhaus. Ich freue mich auf mein Konzert hier im Mai! Martin Gessner kümmert sich um die Orgeln in Schongau. Die Schmid-Orgel wird generalüberholt.
Ich mag das Bayerische: Pfürdi. Es pressiert… Und Löwenzahnhonig. Und Krapfen mit Mango.
Manchmal, wenn mir sehr kalt ist, übe ich auch mit UGGs.
Ich entdecke bei Brahms immer wieder neue Dinge; das erinnert mich an Bach oder an die Bibel.
In der Bibel werden wir Menschen mit Schafen verglichen. Viele behaupten, Schafe seien dumm. Aber das stimmt nicht. Die kleine übersichtliche Herde auf dem Reßle-Hof, den ich übrigens sehr empfehlen kann, ist eine zutrauliche, sensible Gruppe. Sie schmusen gern und erkennen einen schnell wieder. Tiere sind sehr schmerzempfindliche Wesen. Tiere zu quälen ist daher schlimm. Jedes Schaf hat eine eigene kräftige Stimme. Es sind alle Stimmlagen dabei, Tenor, Bass, ein ganzer Chor.
Jedes Schaf hat eine eigene Persönlichkeit. Das habe ich im Stall gemerkt. Eines stampft, ein anderes ist scheu, wieder eines ganz scharf darauf, die Hand zu lecken. Zusammen klingen sie wie das Rankett in der Sandtner-Orgel. Wenn ich in einer kleinen Herde auf der Weide einzelne Schafe wiedererkenne und sie mich, wieviel mehr Gott uns Menschen!
Gladiator, den schwarzen Hengst, mochte ich besonders. Gut, eine Blenderfarbe, dazu ist er riesig und hat geflochtene Zöpfe wie ein Afrikaner. Aber seine Art gefiel mir gut, protzigsensibel.
Der sechsjährige Sohn erschien mir hochbegabt, er fuhr Trecker, aber wie!, schnell und souverän, rückwärts auch, lud Holz ab, trieb die Schafe zusammen.
Die Kühe im Stall erklingen, Heu fressend, eine Kuhsinfonie mit Glocken.
Nun bin ich wieder zuhause, nach sieben Tagen. Nur um morgen wieder nach Hamburg zu fahren.
Ich habe die Chopins Revolutionsetüde transkribiert. Bald kommt das Video.
Es ist mein Geburtstagsmonat. Da ich schon oft gefragt wurde: Es ist der Valentinstag, 14.2. Diesmal ein Sonntag ❤️