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28. Mai 2021

Die größte Furcht des Organisten ist die Pianistin. (Elisabeth Waas)

Es ist schon das 3. Mal, dass ich meine Noten am Veranstaltungsort vergessend zurückgelassen habe.

Bin bei einem neuen Lyrikwettbewerb ins Finale gekommen.

Was mich aber viel mehr freut: Meine neuen Orchesterwerke sind beinahe fertig. Ich habe von dem einen Teil schon die DIN A 3 – Partitur erhalten. Mich kribbelt es, wenn ich die “digitale Version” höre. Natürlich bin ich betriebsblind und kann nicht wirklich sagen, wie es klingt, das müssen Menschen von außen sagen. Ich weiß nur, mich packt eine große Freude, es zu hören, es ist so  – speziell, besonders, anders, so faszinierend, etwas crazy, berührend. Das ist eine Art Freude, die mit wenig zu vergleichen ist, die eigenen Werke zu hören mit Orchester. Was gibt es Schöneres?

Anbei das Interview mit mir von Leonardo Ciampa über Covid, mich und Orgeln, Aprilausgabe von „The American Organist“ New York.

ApriI-Interview The American Organist

Es ist erstaunlich, dass ich Orgel gerade rechtzeitig kurz vor Covid lernte. Ohne Orgel wäre es viel trauriger und unmöglich geworden für mich, nur mit Klavier.

Dass die Musikwissenschaft oft atheistisch denkt, merke ich an Aussagen, dass Bach seine Musik und Affekte nur wie eine Dichter-Schablone eingesetzt habe, aus einem Arsenal von Modellen und Figuren. Als sei es Bach gleichgültig gewesen, welchen Schmerz er nun vertont habe. Bach, der Schablonen-Komponist?

Ich weiß nun, warum Frauen oft mehr als dreimal so gut sein müssen als männliche Kollegen. Sie müssen den Vorteil der Männer-Seilschaft (Sauna-Freundschaft), die sie nicht nutzen können, überspringen. In einer Sauna-Freundschaft geht es nicht um Leistung. Im Gegenteil.

Frauen wollen künstlerische Zusammenarbeit, nicht Sauna-Freundschaften.

Neu aus München: Die wunderschöne Wellen-Etüde:

Chopin – Ocean Etude op. 25 No. 12 C-Minor, Organ Transcription, c-Moll Ozean Etüde, Orgel München

5 Antworten auf “28. Mai 2021”

  1. Rochus Schmitz

    Es ist Frauen ja nicht verboten, ihrerseits Seilschaften zu gründen. Das kriegen Frauen aber nicht hin, scheint ´n genetisches Problem zu sein. Deshalb wollen Frauen ja immer in Männerclubs (nie umgekehrt), s. die unsägliche Klage gegen den Staats- und Domchor Berlin.

    • Es ist tatsächlich ein Problem, dass viele Frauen bisher leider nie gelernt haben, mit anderen Frauen Seilschaften zu bilden. Aber es liegt auch etwas Gutes darin: Die Art Seilschaften, die Männer haben, sind meist ungerechter, egoistischer, überheblicher, exklusiver Natur. So etwas wollen Frauen meist nicht nachahmen.

  2. Auch wenn MN sehr rasch ein Statement verfassen wird, I am the first. What an interesting blog today. You are the best wich I have found in my live just til to day.

      • Hey Maximilian, jeder von uns hat in seinem Leben mehr als genug Nackenschläge bekommen. Take it easy. Ich schätze deine Kommentare sehr (auch auf youtube). Doch dies ist der Blog von AHS. Nicht der Unsrige. Wir dürfen loben, beipflichten … was auch immer. Ann-Helena ist genial, jedoch nicht göttlich. Sie ist ein menschliches Wesen aus Fleisch und Blut mit allen Segnungen und Verteufelungen. It is a game! Wenn AHS und ich etwas Wichtiges austauschen – bestimmt nicht hier. Dies geschieht dann nur unter vier Augen oder vier Ohren.

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