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Tur Blogg

22. September 2020

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Bin ich Künstlerin? Nein. Ich bin Kunst. (Lisa Eckhart)

Meine Noten von Bach, Liszt, Mozart etc. muss ich nun alle doppelt, also neu kaufen, denn meine Noten werden als Kunstwerke angesehen von vielen, also werde ich eine gerahmte Serie daraus machen und auch Reproduktionen anbieten (bald mehr im Shop). Ich überlege mir noch den Preis. Wenn ich jedoch zu lange aus den Noten weiter spiele auf Konzerten, könnten die Kunstwerke kaputt gehen. Man muss also wiederfinden, wann sie gerahmt werden sollen. Eigentlich jederzeit, aber besonders schön sind sie frisch nach ca. 3-4 Monaten Übezeit.  Sehr gefällt mir, dass es echte, lebendige Kunst ist, mit Herz-Blut geschrieben und gespielt. Die Musik-Malerei ist nun in meinem Shop zu finden: Musik-Malerei

Ich möchte gern, dass eine Malerin mich malt, ich habe eine schöne Pose gefunden, die natürlich und echt ist. 

Neulich war ich in einem Küchengerät-Geschäft und fragte, ob es auch eine Maschine zum Kochen gäbe. Die Frauen im Geschäft brachen in Gelächter aus. “Kochen müsse man schon selbst.” Aber sie hätten hier einiges, das klein schneide usw. Ich beharrte darauf, dass es doch neuerdings ein Gerät gäbe, das auch kochen kann, aber sie wollten mir nicht glauben. 

Guter Unterricht macht vor allem Folgendes aus: Dass man motiviert ist, weiter zu gehen, weiter zu üben, durchzuhalten. Und es ist Arbeit an der Persönlichkeit, aber zarte, freundliche, lobende, anerkennende, würdigende, liebevoll korrigierende, wenn nötig. 

Neues Reincken-Video:  – freue mich auf eure Kommentare 

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Niemand ist unvergänglich, nur Gott ist es. Versöhnt euch mit eurem Tod. (Franziskus)

Wie ihr seht, ich bin gerade auf einem “Papst-Trip”. Aber es stimmt: Gott hat viel riskiert. Warum sollte ich nicht viel riskieren?

Ich möchte sehr gern einmal nach Lateinamerika. Dahin, wo er herkommt.

Ich freue mich auf meine Konzerte in Kolbermoor bei München und Hannover.

Luigi Nono gefällt mir nicht. Die Komponistin Se-Lien Chuang gefällt mir.

Ich erinnere mich, wie Hans-Ola mir anfangs lächelnd sagte, ich sei mit meinem Pedalspiel wie “Bambi auf dem Eis”, und “wir wollen doch keine Disneyfiguren” – es stimmt, dass man vom Pedal aus spielt, also von unten nach oben (dabei immer beachtend, dass die 16-Füße langsamer sein können, vor allem, wenn die Pedaltürme hinten sind und die Akustik stark), und dass man sehr klug vorgehen muss, wenn man nervös ist oder ein neues Repertoire hat, insbesondere Bach: Tipps von Hans-Ola und mir:

  1. wenn der Puls schneller geht und das Herz klopft, dann höchstens 85 Prozent von dem eigentlichen Tempo vorstellen und wählen – dann ist man bei 100 –
  2. wenn man nervös ist, sind die 100 nicht mehr 100, sondern 130, und wenn man nicht runterbremst mit gedanklicher Kraft, kommt man in Tempi, die man nie geübt hat und fährt mit dem Porsche gegen die Wand
  3. sich nicht dazu verführen lassen, von hungrigen Wölfen gejagt zu werden – lass dich nicht auf diese Jagd ein. Halte dich genau und unterkühlt an dein Metronom-Tempo (und davon 85 Prozent)
  4. 35 Minuten vorher eine Banane essen – nur eine, nicht drei, und auch nicht 5 Minuten vorher – eine Banane beruhigt und ist eine gesegnete Frucht und gibt Kraft
  5. wenn man nervös ist und die Gedanken nicht richtig gerade sind, dann ist nicht genug Sauerstoff im Blut: tief einatmen, alles ausatmen, bis nichts mehr da ist, dann wieder einatmen – sich aufrichten –
  6. es ist viel Willenskraft gefragt: Positiv denken, kontrolliert spielen, nicht denken: Ich will da so schnell wie möglich durch oder: Ich kann das gar nicht langsam spielen oder: Hilfe, ich flüchte – nein, sich selbst spüren wollen; sich selbst alles Ruhige zutrauen; ruhig und “langweilig” spielen, dann ist es richtig; nichts beweisen, ganz simpel und demütig – nicht nüchtern, aber demütig
  7. verzichte auf alles, was zusätzlich Kraft kostet, lass Schultern und Augenbrauen und Gesicht locker
  8. denke immer an das Wort Demut und was es bedeutet – das hilft: Die Entscheidung, sich selbst zu stellen, sich zu zeigen: Dies ist eine Einstellung, die man natürlich vorher trainiert haben muss  – ein ganz wichtiger Schlüssel für Exzellenz

Was mir auch hilft, ist, zu trinken, zu lachen und zufrieden zu sein (sich an etwas Lustiges erinnern), sich hinzulegen und die Augen kurz zu schließen. Nicht kämpfen. Federe von den Füßen nach oben. Stille. Akzeptiere die Realität, auch wenn es um Kunst geht. Was mir auch wichtig ist: Nicht baden vorher. Auch nicht am Tag vorher. Bei mir erschlaffen und entspannen die Muskeln komplett. Max. kalt duschen.

Wahrscheinlich gelten diese Regeln auch für das Leben allgemein, nicht nur für Musik.

19. September 2020

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Wir können fliegen, weil wir uns selbst nicht mehr schwer nehmen. (Ratzinger)

Mir gefallen die weisen Worte des ehemaliges Papstes. Es stimmt, dass wir wieder Zeit “vertrödeln” sollen. Uns “langweilen”. Im positiven Sinn! Wieder unsere menschlichen Gesten kennenlernen. 

Nächste Woche stimme ich mit Heissler Orgelbau die Zungen in St. Laurentius Spessart Marktheidenfeld.

Ich mag Dvoraks Symphonien.

Ich finde, Großstädte wie Frankfurt sind schlimm, wenn man mit etwas Verletzlichem unterwegs ist. Dann erst zeigt sich, wie böse und kaputt Menschen sind. Alleine und stark ist kein Problem. Aber mit etwas Verletzlichem, das man beschützen muss… wie einem Instrument… Vor allem Männer sind so grob und unsensibel und jagen riesig und knochig vor sich hin, ohne sich umzusehen. Ich muss sagen, deutsche Männer schießen an unhöflichem Benehmen den Vogel ab. 

Presse Main-Post

18. September 2020

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Man soll Geschmack nicht nachlaufen, sondern Geschmack bilden. (Ratzinger)

Es stimmt, dass man uns gezeigt hat, wie man lebt und wie man stirbt. Wir können wieder zuhören und uns selbst überschreiten. Denn das Sterben ist wo wichtig wie das Leben.

Mein Zander Clavichord hat seinen Platz am Fenster gefunden. Es ist gebunden, 110 cm lang und 31 cm breit. Mal sehen, was ich darauf spielen kann.

Happy Birthday, Emilia!

17. September 2020

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Gott gab uns die Fähigkeit, nach der Wahrheit zu forschen. (Papst Franziskus)

Ein erfolgreicher Tag gestern: Note 1,0

Danke für euer Gebet.

Ich bin glücklich, aber meine Sehnen schmerzen: Ich habe durch die 2 Tage Aufnahme und Konzert am Sonntag und durch das Üben den ganzen Sommer über, während andere am Strand lagen, mich etwas überanstrengt. Nun heißt es kühlen und etwas ausruhen. Endlich hatte ich heute wieder Zeit für Friseur und Sushi und Spazierengehen und sogar mal Sekt trinken (noch vom Konzert). Im Stress jedoch spüre ich meinen Herzschlag sogar in meinem Zahnfleisch. Das, was zudem angestrengt ist, wenn ich musikalisch mein Alles gebe, sind auch meine Augen: drei Systeme. Es passiert in jedem Stück, dass ich kurz nicht weiß, wo ich bin, wenn ich fliegen will.

Aber eine wunderschöne Erstaufführung von Liszt Ad nos und Messiaen Himmelfahrt. Ach, und es ist noch so viel Potential im “Hinterzimmer”, ich spüre es.

Ich habe aus dieser Orgel eine sehr schöne Registrierung “herausgeholt”, lange getüftelt und ausprobiert, nächtelang überlegt. Und es hat Spaß gemacht. Wenn man EINE Orgel in- und auswendig kennt, dann ist es auch viel leichter, jede Orgel zu kennen. 

Empfehlen kann ich beide Papst-Filme, einmal den über Papst Franziskus von Wim Wenders (dessen Frau ich kenne) und einmal die Dokumention über den deutschen Papst aus Oberbayern (“wir sind Papst”). Was für unterschiedliche Päpste, und immer interessante Worte. Es ist natürlich eine bedrückende Männerwelt, aber beide Männer sind mir sympathisch, da sie klug sind. Und vor allem Papst Franziskus, der immer wieder betont, dass Frauen integriert werden müssen.

Morgen darf ich mir mein Leih-Clavichord aus Frankfurt abholen (Stipendium). Ich freue mich. Es ist klein und passt auf einen Tisch, so stelle ich es mir ins Schlafzimmer und kann am Fenster neben der Hängematte üben.

Nicht empfehlen kann ich das Coaching der Alumni Uni Würzburg. Es sind unreife Coache, die unsicher werden, wenn man eine andere politische Meinung vertritt als sie selbst. Es wird gefährlich, sich diesen anzuvertrauen. Sie missbrauchen das Vertrauen, das man ihnen schenkt, weil sie andere Sichtweisen nicht verkraften. Wie sollte eine solche Person beruflichen oder künstlerischen Ratschlag geben können?

16. September 2020

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Glück misst man nicht nach der Länge, sondern nach der Tiefe. (Agatha Christie)

Schöner Pressebericht von Martin Harth in der Mainpost.

Wieder ein super Aufnahme-Tag, insgesamt Reincken Fuga (im Achtfuß), Liszt, Scheidemann, Muffat Passacaglia (mit allen Wiederholungen), Bach Piece, Bach Trio-Sonate d-Moll, zwei eigene Werke, Liszt Ad nos, Messiaen Himmelfahrt. Ich überlege, was wir davon am besten nehmen. Oder alles. Es ist schön, morgens aufzunehmen, im Morgenlicht, wenn die große Kirche ganz ruhig ist, friedlich, in ihrer Akustik daliegend, der Altar in Streifen, die Orgel noch kühl. Michael Beier ist sehr geduldig. Vor allem dann, wenn ich es nicht bin. Ich erwarte manchmal Unmenschliches von mir. Wir haben mit 6 Mikros und glaube 7 Kameras aufgenommen.

Betet heute mittag für mich. DANKE! 

15. September 2020

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Die Müdigkeit ist mir verschlossen. Nur meine Augen sind geschlossen, wenn ich müde bin. (AHS)

Die Orgel-Aufnahmen mit One Point Media Michael Beier Hannover war sehr gut heute, er hat super Equipment, Mikros, Stative, viele Kameras, wir haben viel geschafft: Liszt Ad nos, Messiaen aus Himmelfahrt, Bach Piece d’Orgue, eigene Werke. Ein gewaltiges Programm für einen Tag. Bei Liszt zwischendurch merkte ich, dass ich noch vom Konzert gestern erschöpft war. Noch dazu war es wieder so heiß. 30 Grad.

Gerade der 2. Satz Liszt braucht sehr viel Konzentration, wenn man diesen schön und musikalisch gestalten will – mit MW, Tremulant, Schwellen, Setzen… Und meinen Sonderideen und Sondereinsätzen für den Registranten, der dann über mich drüber greifen muss… Wir waren dabei umzingelt von vielen Kameras, die auch auf mein Gesicht gerichtet waren… dabei mache ich doch beim Spielen so viele Grimassen… Kameras sind herzlose, kalte Wesen, die alles so filmen, wie es ist. Man lernt bei Aufnahmen enorm viel dazu und immer wieder etwas Neues auch über sich. Michael sagte, er sei erstaunt, wie zäh ich durchhalte. Wir haben einige Speicherkarten und Akkus verbraucht, so viele wie noch nie in seiner bisherigen Laufbahn an einem Tag. Ich könnte wahrscheinlich 20 Stunden am Stück aufnehmen. Ich gehe richtig auf beim Aufnehmen. Ich presse mich aus wie einen Schwamm. Das war schon als Kind bei mir so, wenn mich mein Papa aufgenommen hat.

Bin erstaunt von Carl Orff. Da wird er oft von Kollegen eher abgewertet, aber seine Musik ist sehr experimentell, für seine Zeit erst recht, sehr beeindruckend, besonders Trionfi.

Begeistert bin ich auch von der jüdischen Ärztin Johanna Geissmar – tolle Frau! Sie wurde vom Nazisystem ermordet.

Meine neuen Noten sind meinem Neffen Jaron Vincent gewidmet.

14. September 2020

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Musik ist ein Erdblitz, ein Kugelblitz. (AHS)

Ich spiele ein Programm von der Passacaglia umrundet, die von Muffat nicht unterschiedlicher komponiert werden konnte im Vergleich zur weltberühmten Bach-Passacaglia. Dazwischen zwei Orgeltänze, von Mozart (diesmal F-Dur) und Schlüter, die ebenfalls verschiedener nicht sein könnten und ihre Zeit ausdrücken. Auch der Choral Heiliger Geist findet sein Gegenstück in Bachs freien Orgelwerken: J.S., der stets alle seine Werke mit Soli Deo Gloria versah: Allein zur Ehre Gottes. Dies gilt auch heute. S.D.G.

Das Konzert gestern war sehr gut besucht und hat Spaß gemacht, vor allem, wenn man einen lieben und befreundeten Registranten hat. Da macht es gleich doppelt Spaß. Es war meine Erstaufführung der Passacaglia c-Moll von Bach – ein Sonntagsspaziergang, aber wie! Dies ist das Werk, weshalb ich überhaupt Orgel angefangen habe zu spielen. Und heute! Ich habe es zum Schluss gespielt. Und: Am CD-Tisch frage ich wie immer: Was hat Ihnen am besten gefallen?  – Die Passacaglia!

Danke! Und danke für Gebete, die ich von nah und fern gespürt habe, um den Globus herum, der so klein geworden ist. Facebook ist doch super für so etwas. Für Gebet. Und das Besondere: Ich habe die Passacaglia in EINER Registrierung gespielt – das wollte ich ausprobieren. Und es kam gut an! Ich habe es in einer milden Registrierung gespielt, kein Plenum. Der Bass sollte dunkel und geheimnisvoll immer durchtragen. Und er tat es! Ich wollte nicht davon ablenken. Es soll in ein tröstendes, meditatives und aufwühlendes Stück sein, aber innen. Nicht außen. Auch Piece d’Orgue war sehr schön, bei diesem Werk kann ich mich immer entspannen, es ist einfach für einen selbst tröstend. So kann man nicht sagen, ich hätte zwei Plenumsstücke gespielt, da ich die Passacaglia eher ruhig und klagend gespielt habe.

Die Presse war auch da und hat schöne Fotos gemacht.

Danach waren wir essen mit dem Organisten, Registranten, Dichter, zwei Orgelbauern und mir. Es war sehr lustig. Man hat ja immer so seine Vorbehalte und Vorurteile und man kann nun gemeinsam darüber lachen. Zum Beispiel erzählte jemand, dass ein Orgelbauer einmal bei einer Generalüberholung überall die Lichter der Orgel brennen ließ, dann aber verschwand und in der Zeit zwei Klaviere stimmte. “So etwas ist doch nur windigen Künstlern zuzutrauen… oh, ich habe ja eine Künstlerin neben mir.” 🙂 Ich hoffe, ich bin keine “windige” Künstlerin.

Wie kann man Frauen und Männer am besten beschreiben? Die Leistungen von Männern, die von Männern immer wieder hochgelobt werden, sind wie die angeblich “größten Gebirge der Erde”. Aber das größte Gebirge der Erde ist ganz woanders aufzusuchen: Auf dem Boden des Ozeans, verborgen, 60.000 Kilometer lang, ein gewaltiger Gebirgszug, ragt vereinzelt als Inseln aus dem Ozean heraus. Das sind die Leistungen von Frauen: Vielfach größer, submarin. Die Leistungen von Frauen sind Aufwärtsblitze, Kraftbedarf der Atmosphäre, Weidefutter des Meeres. Und sie zeigen Gottes Gesicht: Der kreative, demütige Gott lässt auf dem Meeresboden, dorthin, wo kaum ein Menschenauge blickt, die erstaunlichsten und kreativsten Tiere leben. Kleine, verborgene Tiere in der “ewigen Nacht”, auch Carnivoren. Er kreiert Kunst ganz im Verborgenen, nicht, um anzugeben. Dieser Gott, dessen Energie in Blitzen und Sonnenoberfläche millionenfach größer ist als unsere Energieversuche.

Es ist nur sehr schade, dass Frauen nicht zusammenhalten. Selbst in der Tierwelt, beispielsweise bei Steppenzebras, wurde beobachtet, dass Stuten sich nicht umeinander kümmern, sondern nur um Hengst und Fohlen. Wir aber sind Menschen. Auch in der Tierwelt haben die Hengste eine engere Bindung zueinander, wie man auch bei Menschen sehen kann.

Wenn ich die vielen schrecklichen Nachrichten höre, was Männer in der Welt alles anrichten, morden, plündern, dann stelle ich mir vor, eine Welle zu sein: Diese durchwandern das Meer, nehmen das Wasser aber nicht mit.

Neue Noten im Shop unter “Noten”!

13. September 2020

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Bachs music on organ is the non plus ultra in music. It is the most divine I’ve ever discovered. (AHS)

Schon am Klavier ist Bach wundervoll, mind. 3 oder 4D. Aber an der Orgel ist Bachs Musik noch eine Dimension mehr, 5D.

Heute 10. Deutscher Orgeltag! – Ich spiele diesmal heute Abend in St. Laurentius Spessart an der Elenzorgel von 1984, von Heissler intoniert und reguliert 2009. Heissler und Hey sind beide sehr gute Orgelbaufirmen aus der fränkischen Gegend hier, sehr schön, sehr nett, sehr hilfsbereit, sehr musikalisch.

Griegs Peer Gynt Suite Nr 2 ist sogar noch schöner als Suite Nr. 1, falls das überhaupt möglich ist, übertroffen werden zu können  – kaum zu glauben (Verlage Eulenburg und Breitkopf). Einfach wunderschön. Es macht so Spaß, dies zu dirigieren. Und Zoom hilft. Aber noch mehr Partiturspiel. Die Hände erzählen, sind wie ein Tour-Guide.

Ich freue mich, bei den Bochumer Orgeltagen zu spielen. Heute Abend erst mal Konzert in Marktheidenfeld und dann etwas später in St. Josef Würzburg.

Ich halte ganz gut durch, jeden Tag 5-7 Stunden zu üben. Trotzdem finde ich, dass ich in einem dauererschöpften Zustand im RedBull-Modus unterwegs bin, um sich plötzlich wieder zu erholen, als hätte ich eine Sonnen-Spritze bekommen.