Startseite Nach oben

Ann-Helena Schlüter

12. Juni 2026: Ich fragte mich scheu, ob oder wann ich einst geboren wurde und gestorben dann? … Und jedes Bild, das ich von dieser Welt gewann, verlor ich doppelt, und auch das, was ich ersann. (Else Lasker-Schüler)

Foto: Bechstein Orgel Heubach Odenwald

Ich lese Der Mann, der den Zügen nachsah.

Heute erinnere ich an Ilma Rakusa, eine tschechisch-schweizerische Schriftstellerin, 1946 geboren. Und an Maria Magdalena von Friedrich Hebbel.

Das Interview zur freikirchlichen Worship-Szene, in der ich lange tätig war, ist ready mit Daniela-Marlin Jakobi und das Video bereits bei ihr auf ihrem Youtube Kanal hochgeladen. Es ist spannend geworden, finde ich. Unten unter diesem Blogbeitrag verlinke ich das Video in ihrem Kanal auch noch mal.

Gestern probte ich für mein Konzert an der schönen historischen romantischen Orgel in Arnstein am Main. Es ist die größte Orgel der Gegend. Die große Stadtkirche ist hell, offen und geschmückt und steht auf einem Berg. Vorher hatte ich Massage.

Die edle Orgel in Arnstein erinnert mich an die große Orgel in Bad Windsheim.

Reicher Barock-Prospekt von Johann Hoffmann 1710 (1660-1725) hier in Arnstein, unterfränkischer Barockorgelbau, der Dom-Orgelmacher aus Würzburg: ein besonderer neunteiliger Prospekttyp mit Wappen, Akanthuslaub, Musikengeln, mit der Arbeit des Bildhauers Auwera.

Früher stand diese Orgel im Kloster Würzburg, seit 1808 in Arnstein im Spessart hier in Unterfranken.

Arnstein ist immer noch die perfekte unterfränkische Stadt voller Fachwerkhäuser, jedoch fahren leider viele tonnenschwere Laster durch die unterfränkischen Dörfer.

Orgelbauer Willibald Siemann (1864 Streitheim – 1932 in München), Binder & Siemann (Regensburg): Kurz vor seinem Tod wurde das Kegelladeninstrument fertig gestellt. Es ist meine vierte Siemann-Orgel. Die Orgel wurde vor ein paar Jahren saniert. Besonders hübsch sind die Torbögen im Prospekt.

Johann Hoffmann darf man nicht mit der modernen Hoffmann-Orgelbaufirma aus der Rhön verwechseln, die viel in Würzburg gebaut hat.

Erste kleine Orgel der Kirche hier war 1573, repariert von Hans K. Hoffmann 1628, J. G. Otto 1731 und 1780 von Orgelbau Wehr aus Marktheidenfeld. Dann wurde 1808 die Johannes Hoffmann-Orgel von 1710 des Karmelitenklosters (wo ich gerade spielte) gekauft, denn das Kloster war säkularisiert worden.

1906 wurde überlegt, die Orgel zu verkaufen. Doch davon nahm man dann Abstand. Es passierte aus Geldgründen lange nichts. Dann kam 1931 das neue Werk in den schönen historischen Prospekt:

Langes Video zu Klang, Aufgang und Walze:

You are currently viewing a placeholder content from YouTube. To access the actual content, click the button below. Please note that doing so will share data with third-party providers.

More Information

Das Interview zur “WORSHIP”:

You are currently viewing a placeholder content from YouTube. To access the actual content, click the button below. Please note that doing so will share data with third-party providers.

More Information


Anbei meine neue CD bei Naxos:

https://www.naxos.de/neuheiten/4029897020553

https://nxd.lnk.to/ACD2055WE


Neue CD 2026: BACH BERÜHREN:

https://www.ann-helena.de/orgelinformation

https://www.ann-helena.de/shop

https://magazin.klassik.com/records/teaser.cfm?RECID=41534

https://www.ann-helena.de/news

CD 2026 Bach berühren auf jpc

11. Juni 2026: Nein nicht mehr die Schneefeger diese kalten Tage sind nun beinahe vorüber gottlob diese dich ins herz frierenden (Friederike Mayröcker)

Foto: Pedal Schlimbach Orgel Heubach Odenwald

Heute erinnere ich an die österreichische Lyrikerin Friedrike Mayröcker, 1924 geboren; oft vergessen und doch so gut.

Und an Maria Stuart, schottische Königin und politische Gefangene.

Ich lese Ferdinand von Schirach, SCHULD, aber der Stil gefällt mir nicht. Zu kalt.

Gestern war ich beim Friseur; es war angenehm.

Beeindruckend ist das neue große bunte Altarbild in St. Clemens von Thomas Jessen in Drolshagen bei Olpe: Dies ist meine Interpretation dieses Flügelaltars, über dem das große alte goldene Kruzifix schwebt; das war ich euch noch schuldig: Jesus ist im Zentrum, aber die Frau, die auf der Leiter steht, sehr präsent. Sie ist der Mensch, für die Jesus gestorben ist. Sie ist sein geliebtes Kind. Und die beiden Frauen auf dem Flügelaltar sind die Zeugen der Auferstehung und berichten den nackten Männern unten, was sie erlebt und gesehen haben: Das, was wirklich zählt:

Den Sieg über den Tod, der alles zerstört hat.

Der Retter hat Tod überwunden und damit auch wir. Daher ist im Zentrum auch sein leuchtendes Rot. Blut. Seins. Das Bild ist sehr lebendig und edel; wenn man weiter weg steht, denkt man, alles bewegt sich und findet jetzt erst statt. Als würden die Frauen eben erst Jesus begegnet sein, wie er sein Grabtuch liegen lässt.

Sie sind ready für den Dienst für ihn. Sie geben die gute Nachricht weiter, das Evangelium (= predigen) und reichen das Tuch nach unten; gehen los. Als ich ganz weit weg stand, passierte etwas Seltsames: Plötzlich sah ich nicht mehr das Bild, sondern das Bild verwandelte sich in eine Aussage mit riesigen Buchstaben: AUFERSTEHUNG. Ich musste weinen:


Die Dispositionen, Akustik und Fotos sind hier zum ersten Mal im Netz:



Anbei meine neue CD bei Naxos:

https://www.naxos.de/neuheiten/4029897020553

https://nxd.lnk.to/ACD2055WE


Neue CD 2026: BACH BERÜHREN:

https://www.ann-helena.de/orgelinformation

https://www.ann-helena.de/shop

https://magazin.klassik.com/records/teaser.cfm?RECID=41534

https://www.ann-helena.de/news

CD 2026 Bach berühren auf jpc

10. Juni 2026: Wenn du sprichst, wacht mein buntes Herz auf. Alle Vögel üben sich auf deinen Lippen. Immerblau streut deine Stimme…Singen hängt überall an dir… (Else Lasker-Schüler)

Foto: Spieltisch Heinrich Bechstein Orgel Ober-Mossau Johanniterkirche Odenwald

Heute erinnere ich an Elisabeth Gräfin von Ysenburg-Ronneburg, geborene Gräfin von Gleichen-Tonna. Sie lebte im Hochadel vor und nach der Reformation in Thüringen. Die ehelichen Verbindungen waren politisch. – Und an Christine Lavant, 1915 geboren, Lyrikerin. Oft vergessen. Und doch so gut.

Ich las gerade von dem norwegischen Schriftsteller Trygve Gulbranssen die Heimat-Novelle Heimkehr nach Björndal von 1935. Es ist eine der vielen berührenden Variationen vom Gleichnis Der verlorene Sohn – diesmal eine alte nordische.

In den wirklich guten Gedichten und Geschichten ist immer von Farben, Gerüchen und Lauten die Rede, von inneren Dingen und von Musik, von Rhythmus. – Bei Georg Trakl besonders zu finden. Für mich ist das alles auch oft eins. Es ist die altbekannte Witterung nach richtigem Wald …

Nicht empfehlen kann ich die Einheitsübersetzung der Bibel, die frauenfeindlich ist: Die sprachliche Selbstoffenbarung Gottes und alle Gottesnamen ohne geschlechtliche Festlegung aus dem original hebräischen Text wurden fast komplett gestrichen und monoton in HERR verwandelt. Aus dem wichtigen hebräischen Gottesnamen Ich bin wurde einfach “Der Ich bin” gemacht; Überschriften hinzuerfunden, die nur ein männliches Ich verorten. Frauen werden marginal und tauchen nur am Rande auf. Gott wird Mann. Ausschließlich Mann. Im Grunde ist es eine Irrlehre, in der Gott ausschließlich Mann ist oder eine Heilsgeschichte nur für Männer geschrieben oder eine Ideologie, in der nur eine einzige Frau von Wert und Bedeutung ist. Denn es ist falsch. Gott-los. Und wir sehen ja auch, wohin uns diese Irrlehre geführt hat: Kreuzzüge, Machtmissbrauch, Ablasshandel, Hexenverbrennungen, Misshandlungen, Mord, Gewaltstrukturen, Vergewaltigungen…

Wir sehnen uns nach dem richtigen Wald. Und so sehnen wir uns auch nach dem richtigen Glauben und nach der richtigen Übersetzung der Bibel. Das Modell des herrschenden weißen alten männlichen Menschen auf Gott aufzudrücken, ist bedenklich. In der Einheitsübersetzung werden männliche Begriffe patriarchal gebraucht, als ob Gott ein weißer alter feudaler Patriarch oder Sippenoberhaupt mit Bart wäre, der Frauen als “Nicht-Männer” unterdrückt und ausgrenzt. Und das alles ist schon ganz normale Tradition geworden in und um Kirche, dass es kaum mehr auffällt.

Aber wenn Gott wirklich spricht, leuchten die Herzen; wir fühlen uns alle hingezogen; er lockt und ruft uns; es ist Jesus, die die Frauen am Grab trifft; er redet zu Marta und Maria, und sie sagen: Wenn du sprichst, wacht mein buntes Herz auf. Alle Vögel üben sich auf deinen Lippen. Immerblau streut deine Stimme…Singen hängt überall an dir…

Die Dispositionen, Akustik und Fotos sind hier zum ersten Mal im Netz:



Anbei meine neue CD bei Naxos:

https://www.naxos.de/neuheiten/4029897020553

https://nxd.lnk.to/ACD2055WE


Neue CD 2026: BACH BERÜHREN:

https://www.ann-helena.de/orgelinformation

https://www.ann-helena.de/shop

https://magazin.klassik.com/records/teaser.cfm?RECID=41534

https://www.ann-helena.de/news

CD 2026 Bach berühren auf jpc

9. Juni 2026: In jedem Menschen gibt es eine Einsamkeit, die keine menschliche Zuwendung füllen kann. Dennoch bist du nie allein. Schaust du in dich, in das Innerste, merkst du, dass dort, wo kein Mensch dem anderen gleicht, Christus auf dich wartet. (Frere Roger)

Foto: Pedal Bechstein Orgel Ober-Mossau Johanniterkirche Odenwald

Heute erinnere ich an Eva von Tiele-Winckler, die Mutter der Armen. Und an die Jüdin Hedwig Klein.

Ich bin jetzt verantwortlich für das kleine Blumenbeet von der Stadt Würzburg vor unserem Haus. Heute kamen die Blumen, gelb und blau; schwedische Farben. Das nennt man “Baumpatin”. Auf diesem Beet gibt es sogar eine kleine Ameisenkolonie unter den beiden großen Steinen. Vor der Pflege war das Beet eine Wüste.

Gestern waren wir in den Gärtnereien rund um Würzburg. Manche sind sehr schön.

Ich lese die beiden Französinnen Marie de France und Marguerite de Navarre. Und Auserwählt von Stefan Haas. Es geht hier um das auserwählte Volk der Juden. Und um das Land Israel. Um Judäa. Um den Augapfel Gottes. Um den Bund. Den Anstoß für alle Völker. Denn wer erwählt ist, wird auch scheitern. Zerstreut, in der Fremde, Antisemitismus ohne Ende. Von Juden wird mehr erwartet als von allen anderen. Ich kann das sehr gut mitempfinden.

Das Bild der Wiedergeburt hat mir noch nie Mühe gemacht. Es war mir immer klar, dass wir einen Retter brauchen. Und ich bin stolz darauf, dass unser Retter jüdisch ist. Wir sind Heidenchristen, Teil des Ölbaums, und sollten immer dankbar sein.

Ein weiteres Buch, das ich sehr liebe, ist Anne Frank Tagebuch. Margot und Anne, was für wunderschöne Mädchen. Was mich am meisten trifft, ist die Arglosigkeit der Untergetauchten, diese Häuslichkeit und “Normalität” in einer absoluten Katastrophe, die Lebensgefahr, die in jeder kurzen Zeile schwingt, der Glaube, die Hoffnung. So kurz gefasstes Entsetzen. Ihre Identität nie verloren. Ihr Humor, fein und klug.

Zu glauben und auserwählt zu sein, war nie etwas Harmloses. An den Gott des Mose zu glauben, ist immer ein Angriff an die Vielgötterei.

Die Dispositionen, Akustik und Fotos sind hier zum ersten Mal im Netz:



Anbei meine neue CD bei Naxos:

https://www.naxos.de/neuheiten/4029897020553

https://nxd.lnk.to/ACD2055WE


Neue CD 2026: BACH BERÜHREN:

https://www.ann-helena.de/orgelinformation

https://www.ann-helena.de/shop

https://magazin.klassik.com/records/teaser.cfm?RECID=41534

https://www.ann-helena.de/news

CD 2026 Bach berühren auf jpc

8. Juni 2026: Es gibt Dinge, die sind nicht möglich, aber notwendig.

Foto: Historische romantische E.F. Walcker Orgel 1866 ev. Kirche Fränkisch Crumbach Odenwald Hessen

Heute erinnere ich an P!NK. Sie hat auch viele Trolls, Tastenkrieger und Hater und ist eine starke Frau, die sich behauptet.

In meinem Handy-Vertrag ist nun das iPhone 17 Pro dabei, bin gespannt, ob ich damit noch bessere Videos und Fotos für euch machen kann. Es ist gerade angekommen. Bisher hatte ich das iPhone 14 Pro, aber das war recht alt; noch mit Lightning.

Den Film Interstellar kann ich schon empfehlen: Erst mal wegen der Filmmusik von Hans Zimmer, die ich neulich auf einem Fest auf der Orgel spielte wie gewünscht (die zum Film passt, aber unabhängig vom Film eher nackt ist). Aber auch wegen der „mystischen“ Aussage des Films, der schon von 2014 ist.
Es gibt Dinge die sind dämonisch, und es gibt die, die einfach Kunst und Vorstellungskraft sind und auf etwas hinweisen – auf Gott. So würde ich diesen Film zusammenfassen. Er ist zwar gottlos, weist aber gerade dadurch wie automatisch auf Gott hin, der über Raum und Zeit steht. Kunst muss man auch mal aushalten können.

Mein Rosengarten wächst und gedeiht. Es ist gar nicht so leicht, eine Gärtnerin zu sein. Habe schon einiges versemmelt; aber eins kann ich sagen: Je hochwertiger die Pflanze, desto besser. Aber selbst das muss nicht immer so sein.

Anbei die schöne evangelische Michaelskapelle Schloß Reichenberg Reichelsheim im Odenwald:

Hier lebte Christian Gottfried Daniel Nees von Esenbeck, 1776. Er war christlicher Arzt:

Die Dispositionen, Akustik und Fotos sind hier zum ersten Mal im Netz:



Anbei meine neue CD bei Naxos:

https://www.naxos.de/neuheiten/4029897020553

https://nxd.lnk.to/ACD2055WE


Neue CD 2026: BACH BERÜHREN:

https://www.ann-helena.de/orgelinformation

https://www.ann-helena.de/shop

https://magazin.klassik.com/records/teaser.cfm?RECID=41534

https://www.ann-helena.de/news

CD 2026 Bach berühren auf jpc

7. Juni 2026

Foto: Dreymann Orgel 1838 ev. Georgskirche Georgenhausen Reinheim Odenwald

Ich lese von Annette Jantzen „Gotteswort, weiblich.“ Sehr interessant. Sie berichtet, dass die Einheitsübersetzung der Bibel bewusst Überschriften hinzuerfunden hat, die mit der Macht der Sprache alle Frauen ausschließt und nur von einem männlichen Ich ausgeht: Der Einsame, der Verlorene usw.

Historische romantische seitenspielige Bernhard Dreymann Orgel 1838 evangelische Kirche Georgenhausen-Zeilhard Reinheim, Hessen, 1 M, 9 R

Die wunderschöne kleine grüne Dorforgel ist rechtsseitenspielig mit Registern über dem Kopf. Das mechanische Instrument  hier im Odenwald in dieser evangelischen Dorfkirche, der weißen Georgenhäuser Kirche (Ende 18 Jahrhundert erbaut)  in „Schorsche-Hause“, wie die Hessen sagen, ist eine Augenweide.

Sie ist die erste Orgel, die vor Ort existierte, und sie ist bis heute unverändert erhalten. Es ist meine erste Dreymann Orgel.

Die helle, kleine historische Orgel ist ebenfalls eine AltarOrgel. Sie steht seitlich vorn und reicht bis unter die Decke. Eine steile Treppe hinter der Kanzel führt zu ihr empor. Sie wird nun von F&N betreut.

Die Pedalklaviatur der grün-goldenen Dorf-Orgel hier im Lichtenberger Land im Hunsrück ist von Andreas Ott aus Bensheim verändert worden.

Die schöne, schlichte weiße Saalkirche von 1790 besitzt auf drei Seiten umlaufende grüne Emporen.

Diese liegen auf runden Holzsäulen, die auf der Westseite bis zur Decke durchgehen und das Dach tragen.

Die kleine Georgskirche im schönen Friedhof gehört in den Landkreis Darmstadt-Dieburg Hessen / Nassau.

Die Kirche in Spachbrücken, in der ich auch spielte, ist ihr Vorbild.

Der Taufstein ist von 1865, das Taufbecken aus dem 17. Jahrhundert.

Die Kirche ist samtig grün in Klang und Aussehen. Nur die Lampe am Spieltisch ist ein Ekzem.

Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz.

Die Firma Dreymann gehörte zu den von Christian Heinrich Rinck besonders geschätzten Orgelbauern. Bernhard Dreymann lebte von 1788-1857. Es gibt noch viele erhaltene Dreymann-Orgeln.

Zarte, samtig-trockene grüne Akustik.
Es war sehr schön, hier zu spielen. Ich mag es, die historischen, hessischen Dorforgeln im Odenwald. Es ist fein, in Hessen diese wundervollen Orgel-Kleinode zu entdecken. Ich habe sie alle gern gespielt. Auch die Kirchen haben mich berührt.

Die Dispositionen, Akustik und Fotos sind hier zum ersten Mal im Netz:



Anbei meine neue CD bei Naxos:

https://www.naxos.de/neuheiten/4029897020553

https://nxd.lnk.to/ACD2055WE


Neue CD 2026: BACH BERÜHREN:

https://www.ann-helena.de/orgelinformation

https://www.ann-helena.de/shop

https://magazin.klassik.com/records/teaser.cfm?RECID=41534

https://www.ann-helena.de/news

CD 2026 Bach berühren auf jpc

6. Juni 2026: Sie ist nicht die einzige, die fehlt.

Foto: Schlimbach Orgel 1871 ev. Kirche Heubach Odenwald

Gestern waren wir im Hafentheater im Stück Kardinalfehler, eine satirische “Kirchenkomödie” von 2023. Es ist ein gutes Stück, wenn auch einiges plakativ, politisch und etwas geschmacklos war. Doch das Schlimme ist, dass vieles in der Kirche noch viel schlimmer ist, als es im Stück dargestellt wird (und schon sehr schlimm ist). Berührend ist, dass das Kreuz auf der Bühne durch all die Lügen am Schluss verkrümmt dasteht, als würde das Kreuz brechen müssen. Sich übergeben. Das verkrümmte Kreuz.

Es fällt mir schwer, bei solchen Komödien zu lachen. Ich kann auch nicht so laut und bitter auflachen wie viele aus dem Publikum. Man kann eigentlich nur weinen. Man hält so ein Stück nur mit einem guten Longdrink aus, einem Moscow Mule on ice. Gegen Ende der ersten Hälfte aber war der satirische Overload so heftig, dass ich lachweinte: Ich lachte und weinte gleichzeitig leise vor mich hin, gegen meinen Willen fast. Denn die Schuld der Kirche ist übermäßig, und besonders die Schuld der Männer und Leiter. Die Kirche ist so oft so weit entfernt von Gott und der Liebe wie der sonnenfernste Punkt von der Sonne. Und Gott lässt sich nicht spotten.

Historische romantische kleine Schlimbach Orgel 1871 ev. reformierte Kirche Heubach im Odenwald, Hessen, 1 M, 11 klingende R, Elfenbeintasten, mechanische Kegelladen

Im malerischen Heubach im Odenwaldkreis voll Fachwerkhäuser steht die hübsche Dorfkirche von 1743 mit ihrer weißen Orgel von 1871. Es ist meine 11. Schlimbach-Orgel. Heubach im Odenwald ist ein kleiner, idyllischer Ortsteil der Stadt GroßUmstadt im Landkreis Darmstadt-Dieburg in Hessen.

Der Ort liegt im westlichen Vor-Odenwald und ist auch als Sandstein-Klettergebiet bekannt. Es ist nicht zu verwechseln mit Großheubach am Main, eine eigenständige Marktgemeinde im unterfränkischen Landkreis Miltenberg in Bayern direkt am Main, am östlichen Rand des Odenwaldes.

Es ist die einzige Schlimbach Orgel, die in einer evangelischen Kirche steht. Denn Schlimbach ist ein katholischer Orgelbauer aus Würzburg.

Die wunderbare weiße kleine Orgel ist in einem guten Zustand. Sie besitzt zwar nur ein Manual wie auch in Fränkisch Crumbach, hat aber genauso singende und weiche, vollmundige Klangfarben. Die Orgel steht auf der Westempore, frau sitzt mit dem Gesicht zum Altar, was schön ist.

Die Akustik ist samtig trocken, sehr angenehm und karamellisiert. Die vielen 8-Füße im Manual singen, es gibt eine wundervoll weiche Gamba und ein romantisches Salicional. Die Orgel erinnert mich an mein Konzert in Aub. Sogar einen weichen 16 Fuß gibt es im Manual, was selten ist bei einer einmaligen Orgel.

Es ist sehr schön, die gut sanierten oder rekonstruierten Orgeln in Süd- und Nordhessen zu spielen in den malerischen Orten hier u.a. im Odenwald oder an der Grenze zu Bayern.

In Heubach gibt es auch eine weitere evangelische Kirche, eine lutherische, diese hat eine wundervolle Bechstein Orgel. Auch diese ist in meiner Orgel Information und die habe ich gespielt.

Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz: Anbei die schönen Fotos:

Die Dispositionen sind hier zum ersten Mal im Netz:



Anbei meine neue CD bei Naxos:

https://www.naxos.de/neuheiten/4029897020553

https://nxd.lnk.to/ACD2055WE


Neue CD 2026: BACH BERÜHREN:

https://www.ann-helena.de/orgelinformation

https://www.ann-helena.de/shop

https://magazin.klassik.com/records/teaser.cfm?RECID=41534

https://www.ann-helena.de/news

CD 2026 Bach berühren auf jpc

5. Juni 2026: … und eine Wasserader.

Foto: Heinrich Bechstein Orgel 1894 ev. Kirche Heubach Odenwald

Historische romantische Bechstein Orgel 1894 ev. Kirche Heubach im Odenwald, Hessen, 1 M, 6 R, Altar-Orgel, seitenspielig, mechanische Kegelladen

Sie ist meine erste Bechstein Orgel. Sie ist die einzige vollständig und original erhaltene Orgel aus dieser Werkstatt. Sie besitzt Elfenbeintasten und hat damals 2000 Mark zusammen mit dem Altar gekostet.

Sie steht hier im malerischen Heubach im Odenwaldkreis in Südhessen zwischen Fackwerkhäusern. Ich habe schon viele Bechstein-Flügel gespielt. Aber Heinrich Bechstein hat nichts mit dem Klavierbauer Bechstein zu tun.

Die linksseitenspielige Altarorgel ist eine Augenweide. Schön sind die originalen Notizen und Zeichnungen auf der Orgelwand.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde über dem Altar auf der Empore die dreiseitig gegliederte Orgel mit neoklassizistischen Stilmerkmalen erbaut. Es handelt sich um eine Denkmal-Orgel aus der Werkstatt der Umstädter Orgelbau-Dynastie Bechstein.

Der kleine Saalbau von 1754 mit einem nach Süden ausgerichteten Chor besitzt eine fast umlaufende Holzempore. 1860 erfolgte die Ausmalung der Kirche durch den Darmstädter Maler Velte.

Die Eingangstür hat einen Segmentbogensturz, und in dem darüberliegenden Inschriftfeld findet man die Erbauungszeit. Die Original-Holztür ist noch erhalten.

Sehr schön und einzigartig sind hier die Klapp-Notsitze an den Bankreihen zum Mittelgang, die ich so noch nie gesehen habe. Die Kanzel aus Eichenholz ist mit Nuss- und Kirschbaumeinlagen verziert.  Nebenan stand die ehemalige Schule.

Im malerischen Heubach im Odenwaldkreis voll Fachwerkhäuser steht die hübsche Dorfkirche mit ihrer grünen Orgel. Heubach im Odenwald ist ein kleiner, idyllischer Ortsteil der Stadt GroßUmstadt im Landkreis Darmstadt-Dieburg in Hessen.

Er liegt im westlichen Vor-Odenwald und ist auch als Sandstein-Klettergebiet bekannt. Es ist nicht zu verwechseln mit Großheubach am Main, eine eigenständige Marktgemeinde im unterfränkischen Landkreis Miltenberg in Bayern direkt am Main, am östlichen Rand des Odenwaldes.

Die wunderbare grüne kleine Orgel ist in einem guten Zustand und klingt fast so wundervoll wie die E.F. Walcker Orgel im nahen Fränkisch Crumbach. Sie besitzt zwar nur ein Manual wie auch in Fränkisch Crumbach, hat aber singende und weiche, vollmundige Klangfarben.

Die Akustik ist samtig trocken, sehr angenehm und karamellisiert. Das Pedal ist gerade; ich mag es, das Holz unter meinen nackten Füßen zu spüren. Die vielen 8-Füße im Manual singen, es gibt eine wundervoll weiche Gamba und ein romantisches Salicional.

Bei diesen Registern hätte es auch eine zweimalige Orgel werden können. Aber auch Stumm hat bewusst einmalige große Orgeln gebaut.

Es ist sehr schön, die gut sanierten oder rekonstruierten Orgeln in Süd- und Nordhessen zu spielen in den malerischen Orten hier u.a. im Odenwald oder an der Grenze zu Bayern.

In Heubach gibt es auch eine weitere evangelische Kirche, eine reformierte, diese hat eine wundervolle Schlimbach Orgel. Auch diese ist in meiner Orgel Information und die habe ich gespielt.

Lutherisch und reformiert haben sich durch die Art, Abendmahl zu feiern, unterschieden; auch heute noch. Für die einen ist das Brot und für die anderen erinnert das Brot.

Die Dispositionen sind hier zum ersten Mal im Netz:



Anbei meine neue CD bei Naxos:

https://www.naxos.de/neuheiten/4029897020553

https://nxd.lnk.to/ACD2055WE


Neue CD 2026: BACH BERÜHREN:

https://www.ann-helena.de/orgelinformation

https://www.ann-helena.de/shop

https://magazin.klassik.com/records/teaser.cfm?RECID=41534

https://www.ann-helena.de/news

CD 2026 Bach berühren auf jpc

4. Juni 2026: .. und eine Seelsorgerin.

Foto: Link Orgel 1903 ev. Kirche Hering Otzberg Odenwald

Heute erinnere ich an Schwester Blandine Merten.

Die größte Demut, die eine Künstlerin oder ein Künstler haben kann, ist die Hingabe. Also das Leben. Das hingegebene Leben. Das Gesamtprodukt. Die Gesamtgestalt. Das Gesamtkunstwerk im Endeffekt. Als End-Essenz. Was meine ich damit? Wenn eine Rose in ihrer Erde genau das ist, was sie sein soll, dann ist das Demut. Wenn ein anderes Wesen in einer ganz anderen Erde kommt und sagt: Du musst aber so und so sein – dann ist das dumm oder arrogant. Denn das andere Wesen kommt aus einer ganz anderen Region.

Oder in Menschen ausgesprochen: Wenn jemand, der es nicht geschafft hat, von Musik oder Kunst zu leben, entweder weil er sich nicht getraut hat, nicht begabt genug war oder Geld und Sicherheit vorgezogen hat, nun davon redet, wie ein anderer, der von Kunst und Musik lebt, zu leben oder zu sein hat, dann ist das, als würde ein Pilz zu einer Rose sagen: Sei demütig. Sei demütiger!

Nur, wer selbst eine Rose ist, kann dies zu einer anderen Rose sagen. Würde aber eine Rose nie zu einer anderen sagen. Denn nur wer weiß, wie es ist, von Musik und Kunst zu leben (sich dies nicht nur von außen anzusehen, vorzustellen oder auszumalen oder mal ein Jahr auszuprobieren), kennt die Erde. Es ist die Erde der Berufung. Und eine solche Berufung ist nicht Meditieren, Nachdenken, Muße, sondern Realität, Risiko, Gottvertrauen und Hingabe. Und die größte Demut ist die Lebenshingabe. An die Berufung und die Gabe, die Gott gibt.

Wenn ein Pilz alle Jubelzeit mal ein Konzert gibt, dazu umsonst, oder sich welche anhört, dann ist das Hobby; dann kann der Pilz davon sprechen, wie er meditiert und gebetet hat und dies für Demut halten. Wenn eine Rose aber ein Konzert ist, weil dies Teil ihres Leben ist wie Atmen, dann ist das Hingabe. Dann ist der ganze Lebensweg schon Erde und Gebet.

Historische romantische Gebr. Link Orgel 1903 ev.-reform. Kirche zu Hering Otzberg Odenwald, 2 M, 8 klingende Register

In dieser schönen denkmalgeschützten, neuromanischen Dorfkirche von 1899 mit rotem Sandstein in Südhessen steht die wundervolle weiße kleine Orgel. Sie hat zartbunte Registerschilder. Schwarzschmale Registerzüge. Es ist meine 1o. Link-Orgel. Sie steht unter einem türkisgrünen Dach.

Obwohl die Orgel nur 8 klingende Register besitzt, hat sie zwei Manuale. Das ist erstaunlich, da ich in meiner Reise durch die Länder viele Orgeln kennengelernt habe mit 11 oder 12 Registern, die nur ein Manual haben, so auch hier im Odenwald in Heubach, Georgenhausen, Reinheim Spachbrücken und Fränkisch Crumbach.

Die schlichte helle Kirche besitzt darüber hinaus 4 Glocken und drei Buntglasfenster im Chorraum. Sie steht auf einem Berg, dem Otzberg mit Blick über die Rhein-Main-Ebene.

Die Orgel steht auf der Westempore mit dem Spieltisch Gesicht zum Altar – wie die Schlimbach-Orgel in Heubach im Odenwald. Der Otzberger Ortsteil Hering im Landkreis Darmstadt-Dieburg ist ein idyllischer Ort im Grünen. 2024 wurde die Kirche mit Turm saniert.

Es ist die kleinste historische Link-Orgel. Ich habe schon einige kleine Link-Orgeln gespielt, die jedoch umgebaut worden sind.

Samtig-trockene Akustik. Die Klänge sind farbenprächtig, mit Spannweite.

Schön ist, dass die Kirche eine elektrische Tafel mit Touchscreen und auditiven Erklärungen zur Kirche besitzt. Beim Anhören gehen sogar die Lichter an. Die Kirche liegt am Odernwälder Radweg.

Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz:



Anbei meine neue CD bei Naxos:

https://www.naxos.de/neuheiten/4029897020553

https://nxd.lnk.to/ACD2055WE


Neue CD 2026: BACH BERÜHREN:

https://www.ann-helena.de/orgelinformation

https://www.ann-helena.de/shop

https://magazin.klassik.com/records/teaser.cfm?RECID=41534

https://www.ann-helena.de/news

CD 2026 Bach berühren auf jpc

3. Juni 2026: Feind oder selig?

Foto: Bechstein Orgel 1866 ev. Johanniter Kirche Ober-Mossau Odenwald

Süffige historisch romantische Bechstein Orgel 1866 ev. Johanniterkirche Ober-Mossau Odenwald, marmorierte Elfenbeintasten, 1 M, 7 klingende Register, linksseitenspielig

Es ist meine zweite Bechstein-Orgel. Die erste steht in Heubach, die einzige vollständig und original erhaltene Orgel aus dieser Werkstatt, mit Elfenbeintasten.

Auch diese grünblaue Orgel besitzt sinnliche Elfenbeintasten, ist aber nicht mehr ganz vollständig erhalten. Wer noch an der Orgel arbeitete, ist unbekannt. Über den Tasten sind die Registerzüge mit breiten Registergesichtern angebracht.

Die Kirche ist eine einschiffige gotische Chorturmkirche von 1253 mit Malerei aus dem 15. Jahrhundert; das Langhaus wurde 1501 erweitert. Die Grabplatte ist frühgotisch.

Der Turmhelm wurde erhöht und die Kirche erhielt ihre heutige flache Decke.

Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz:



Anbei meine neue CD bei Naxos:

https://www.naxos.de/neuheiten/4029897020553

https://nxd.lnk.to/ACD2055WE


Neue CD 2026: BACH BERÜHREN:

https://www.ann-helena.de/orgelinformation

https://www.ann-helena.de/shop

https://magazin.klassik.com/records/teaser.cfm?RECID=41534

https://www.ann-helena.de/news

CD 2026 Bach berühren auf jpc