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Walcker Orgel Johanneskirche Obersulm Affaltrach

ev. Kirche

Datum des Erstbesuchs:

2026

Disposition und Spielhilfen

Walcker Orgel Johanneskirche Obersulm Affaltrach, 2

Affaltrach, größter Teilort Obersulms, hat größere Neubaugebiete mit Familien. In der Kirchengemeinde gibt es rund 20 Gruppen, die sich wöchentlich oder auch monatlich treffen. Traditionelle Veranstaltungen wie z.B. Grillabend nach dem Serenadengottesdienst und Gemeinde-Kaffee-Nachmittage kommen hinzu. Die Johanneskirche – erstmals 1289 erwähnt – war bis vor 100 Jahren simultan geführt mit der katholischen Gemeinde am Ort, zu der rege Kontakte bestehen. Direkt neben der Kirche befindet sich das Gemeindehaus (Johanniterhaus). Ebenfalls neben der Kirche steht die ehemalige Synagoge, jetzt Museum für jüdische Geschichte und Kultur.

Seit dem 1. Dezember 2019 gehört unsere Gemeinde der Verbundkirchengemeinde „Obersulm See“ an. Zu ihr gehören die Gemeinden Affaltrach, Eschenau und Weiler-Eichelberg.

Das genaue Baujahr der Johanneskirche ist unbekannt. Im Jahr 1289 erhielt der Johanniterorden, der zu dieser Zeit einen Sitz in Schwäbisch Hall hatte, das Patronatsrecht (Pfarrbesetzungsrecht) für die Kirche in Affaltrach. Weitere vier Schenkungsurkunden aus der Zeit von 1293 bis 1312 deuten ebenfalls auf das Vorhandensein einer Kirche hin. Das Kirchengebäude weist auf Grund der vielfältigen baulichen Veränderungen im Laufe der Jahrhunderte keinen einheitlichen Baustil auf. So findet man gotische und barocke Bauteile genauso wie Jugendstilelemente vom Beginn des 20. Jahrhunderts. Einzelne Gebäudeteile der Johanneskirche dürften sicherlich mit zu den ältesten Gebäuden in Obersulm gehören. Nachdem Affaltrach bei der Reformation zum evangelischen Glauben übergetreten war, siedelten die Johanniter im 17. Jahrhundert verstärkt katholische Einwohner an. So wurden ab 1660 Gottesdienste beider Konfessionen in der Johanneskirche abgehalten. Von 1706 bis zur Weihe der neuen Katholischen Kirche im Oktober 1899 diente das Gotteshaus offiziell als sog. Simultankirche. Bis 1819 war das Gebäude von einem Friedhof umgeben, auf dem sowohl die evangelischen Einwohner Affaltrachs und die des kirchlichen Filials Eichelberg als auch die katholischen Einwohner bestattet wurden.Die erste Orgel von 1784 befand sich auf einer Empore „in paralleler Richtung“ gegenüber der Kanzel. Sie konnte aus freiwilligen Beiträgen „der Evangelischen undKatholiken angeschafft werden, „denn ehevor war keine Orgel vorhanden“. Die neue Pfeifenorgel von 1894 – mit 12 Registern und zunächst ohne Rückwand – gehörte der evangelischen Gemeinde. Die Katholiken zahlten für die Mitbenutzung jährlich 25 Mark Orgelmiete. Diese Orgel wurde vermutlich im Zusammenhang mit der grundlegenden Renovierung der Kirche im Jahr 1902 auf die heutige Orgelempore versetzt. Sie befindet sich auf der westlichen Giebelseite des Kirchenschiffes.1949 wurde diese Orgel von der Firma Walcker, Ludwigsburg, renoviert und zum Teil umgebaut. 1972 entschloss sich die Evangelische Kirchengemeinde eine elektronische Orgel zu beschaffen. Die heutige dritte elektronische Orgel stammt aus dem Jahr 2019.                       

 


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