Stockmann Orgel St. Blasius Kirche Balve, Sauerland
kath. St. Blasius Kirche Balve
Orgelbauer:
Gebrüder Stockmann (Werl)
Baujahr:
1983
Datum des Erstbesuchs:
September 2025
Disposition und Spielhilfen
Barocke Schwalbennest Orgel Stockmann Orgel kath. St. Blasius Kirche Balve, Sauerland, NRW, bei Iserlohn, 3 M, 36 R (10 davon von der Barock-Orgel Stockmann im Gehäuse von 1786), mit Glockenspiel (Celesta)
Besonders schön fand ich im Konzert, Fernwerk und Rückpositiv im Duett zu spielen, beispielsweise Oboe oben mit Salicional unten. Der Schweller war die Akustik.
Es ist meine 6. Stockmann-Orgel. Im Sauerland ist eine „Stockmann-Gegend“. Sie ist groß, hängend, mit Rückpositiv und großer Setzeranlage. Schweller oder Walze besitzt sie nicht. Die Vorgänger-Orgel von Feith stand früher hinten in einer Art Orgelkammer mit Chorempore, man spielte mit dem Gesicht zum Altar.
Dann wurde eine Zwischenwand eingebaut und diese Schwalbennest gebaut.
Die grüne kleine Barockorgel ist ebenfalls von Stockmann im alten hübschen Holz-Gehäuse von 1786. Wie sie wohl ursprünglich klang? Sie dient im 3. Manual als Fernwerk. Sie steht in der sogenannten „alten Kirche“ unten und hat einen eigenen Spieltisch.
Beide Orgeln sind barock im Klang konzipiert. Die Hauptorgel wirkt größer als sie ist.
Besonders gern habe ich im Konzert das Glockenspiel und die Fernorgel verwendet. Beides passte sehr gut zu meinen Flötenuhren.
Die öffentlichen Abstrakten zittern und beben hinter dem Notenpult.



RP I
| 1. | Gedackt | 8′ |
| 2. | Salicional | 8′ |
| 3. | Prinzipal | 4′ |
| 4. | Blockflöte | 4′ |
| 5. | Oktave | 2′ |
| 6. | Quinte | 1 1⁄3′ |
| 7. | Sesquialtera II | 2 2⁄3′ |
| 8. | Scharff IV | 1′ |
| 9. | Vox humana | 8′ |
| Tremulant |
HW II
| 10. | Bordun | 16′ |
| 11. | Prinzipal | 8′ |
| 12. | Flaut major | 8′ |
| 13. | Oktave | 4′ |
| 14. | Gedacktflöte | 4′ |
| 15. | Quinte | 2 2⁄3′ |
| 16. | Flöte | 2′ |
| 17. | Cornett III (ab c0) | 2 2⁄3′ |
| 18. | Mixtur V | 2′ |
| 19. | Trompete | 8′ |
Fernwerk III
| 20. | Prinzipal | 8′ |
| 21. | Rohrflöte | 8′ |
| 22. | Dolce | 8′ |
| 23. | Oktave | 4′ |
| 24. | Gedackt | 4′ |
| 25. | Quinte | 2 2⁄3′ |
| 26. | Prinzipal | 2′ |
| 27. | Mixtur V | 1 1⁄3′ |
| 28. | Oboe | 8′ |
| Tremulant |
Pedal
| 29. | Subbaß | 16′ |
| 30. | Oktavbaß | 8′ |
| 31. | Gedacktbaß | 8′ |
| 32. | Choralbaß | 4′ |
| 33. | Pedalmixtur | 2′ |
| 34. | Posaune | 16′ |
| 35. | Trompetenbaß | 8 |



Brillante große Akustik durch hohe Decke.
Koppeln: I/II, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P
Die Kirche besitzt 9 Glocken, einen 20 Meter hohen Turm und ist typische westfälische Romanik.
Auch wenn es eine Setzeranlage gibt, verwende ich Register zusätzlich immer spontan manuell. Es macht mir einfach Spaß, frische Farben zu kreieren.
Klang und Akustik

Es war sehr schön, hier zu konzertieren. Hübsche Zungen und Solo-Stimmen. 2 Tremulanten. Oboe im 3. M. und Trompete im HW. Glockenspiel, Setzer-Anlage und Fernorgel.
Im Süden befindet sich die große Orgel, die 1912 von der Firma Anton Feith aus Paderborn erbaut wurde. Umbauten erfolgten 1932, 1952 (jeweils Fa. Feith) und 1962 (Fa. Stockmann).
Zudem wurde im Zuge der Renovierungsarbeiten 1980 die Orgel von den Gebrüdern Stockmann nochmals ganz umgebaut und als Schwalbennestorgel an die jetzige Position versetzt. Sie wurde 1983 eingeweiht. Die Orgel hat ein Celesta (Glockenspiel) im 3. Manual.
Für die Kirchenmusiker ist es schön, ihre Orgel im Konzert einmal ganz in Ruhe von unten zu hören, da ich oben alles alleine mache. Für manche ist es seit Jahren das erste Mal.
Ich habe CDs verkauft und oben am Mikro etwas zum Programm gesagt.
Persönliche Note

Im schönen ländlichen Sauerland steht diese große romanische Kirche.
Das Konzert gestern war sehr schön. Die Akustik der großen Kirche ist brillant, stark und phantastisch. Die kleine grüne Barockorgel von der Seite gehört als eine Art Fernwerk zum Spieltisch der großen Hauptorgel, das dritte Manual der Stockmann Schwalbennest, auf der Höhe des großen Kronleuchters.
Ich habe ja etwas Höhenangst. Es geht steil herab. Unter der Orgel ist das Rückpositiv. Und zwar rechts und links unter den Pedaltürmen. In den benachbarten Sauerlandstädten Menden und Iserlohn habe ich schon gespielt.
Anschließend waren wir im 2,5-Millionen-Pfarrheims Pizzaessen. Die Kirche gehört ja zum reichen Bistum Paderborn.

Danke für den perfekten Orgelblog in den Bildern, den YouTube Videos und dem Text. Klasse und weiter so!