Steinmeyer Orgel Kirche Kälbertshausen Hüffenhardt Kraichgau
ev. Pfarrkirche
Orgelbauer:
Steinmeyer & Co (Oettingen) opus 2284
Baujahr:
1974
Datum des Erstbesuchs:
September 2026
Disposition und Spielhilfen
Kleine hellblaue, ebenerdige Steinmeyer Orgel op. 2284 Kirche Kälbertshausen Kraichgau, 1 M, 8 R
Die hübsche kleine, helle Dorfkirche unter Kastanienbäumen gehört zum Kirchenbezirk Mosbach der Evangelischen Landeskirche in Baden. Während im benachbarten Hüffenhardt eine historische Overmann-Orgel von 1815 steht, beherbergt die Kälbertshäuser Kirche das kleine Werk aus dem Hause Steinmeyer.
Die Firma Steinmeyer war über 150 Jahre lang einer der bedeutendsten deutschen Orgelhersteller. Ihre Instrumente aus der Zeit der Spätromantik zeichnen sich durch ein besonders warmes, grundtöniges und farbenreiches Klangbild aus, romantisch geprägt.
Die Orgel steht unten rechts beim Altar, gegenüber der Kanzel, nicht auf der schönen breiten Westempore verziert mit Gemälden. Sehr hübsch ist, dass Kanzel, Orgel, Bänke und Empore farblich wunderbar aufeinander abgestimmt sind.
Die Akustik in der Kirche ist erstaunlich brillant; im Vergleich zur samtig-trockenen Kulturkirche im nahen Hüffenhardt.
Es ist meine 40. Steinmeyer-Orgel.
Die Registerzüge sind alle rechts.
Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz.
Gedeckt 8
Prinzipal 4
Rohrflöte 4
Nasat 2 2/3
Gemshorn 2
Oktave 1
Mixtur 4fach 1 1/3
Subbass 16






Pedalkoppel (Piston)
Was auffällt, ist, dass kleinere und sogar größere neobarocke Orgeln keinen Principal 8 haben, während selbst die kleinsten romantischen Orgeln einen Prinzipal 8 und machmal sogar einen 16 Fuß im Manual haben! Die neobarocken Orgeln sind selbst mit 8-10 Registern sehr hoch intoniert, wobei die Höhe eher schrill wirkt, während romantische Orgeln grundtönig und warm intoniert sind.
Klang und Akustik
Brillante Akustik
Persönliche Note

Es war sehr schön, hier zu konzertieren.
Eine der wenigen Möglichkeiten, die exakten Registerzüge und den Aufbau dieses spezifischen Instruments visuell und klanglich nachzuvollziehen, bietet das aktuelle Videomaterial von Ann-Helena Schlüter, die die Orgel vor Ort dokumentiert hat.