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Casparini Mathis Sonnen-Orgel St. Peter und Paul Görlitz

ev. St. Peter und Paul, Schlesien

Orgelbauer:

Eugen Casparini/Sauer/Mathis

Baujahr:

1703/1928/97

Datum des Erstbesuchs:

2021

Disposition und Spielhilfen

Eugénio Casparini-Orgel mit Sohn Adam Horatio 1703, 300 Jahre nach Vertragsschluss, Prospekt Johann Conrad Buchau, wird erweitert auf 4 M und 90 R, Neubau Matthis 1997: Die geniale Görlitzer Sonnenorgel mit klingenden, tönenden Sonnen.

Seit 1697 baute der berühmte Casparini mit seinem Sohn Adam nach dem Brand eine neue Orgel im wunderschönen Görlitz: 57-64 Register, 3 Manuale/Pedal, die größte in Schlesien. Der herrliche Prospekt wurde mit 17 klingenden Orgelpfeifen-Sonnen geschmückt, 12 lassen jeweils einen Ton einer zwölffachen Pedalmixtur erklingen, die überall großes Interesse hervorriefen. Doch mein Bach bezeichnete sie dagegen als Pferdeorgel, zu schwer zu spielen, genauso auch Silbermann. Sonnen-Pferde-Orgel.

W. Sauer-Orgel 1928

Orgelbau Sauer aus Frankfurt (Oder) stellte 1926 hier im gleichen historischen Prospekt eine neue und größere Orgel her, 89 Register auf vier Manualen / Pedal mit elektro-pneumatischer Traktur (Taschenladen), wie es damals modern war.

Mathis-Orgel 1997

Mathis Orgelbau aus der Schweiz mit M. Eisenberg sollte in den Neunziger eine neue Orgel bauen, zurück nach Casparini, mit Schwellwerk, 64 Register, 3 Manuale und Pedal. 2002 wurden die Pfeifen-Sonnen durch Mathis restauriert, 2004 das Schwellwerk mit weiteren 23 Stimmen ergänzt; seitdem 87 Register auf 4 Manualen / Pedal.

Die Compenius-Sauer-Mathis-Sonnen-Pferde-Orgel

I Hauptwerk C-a3
 
Principal 16′
Groß-Octava 8′
Viol di Gamba 8′
Hohl-Flöt 8′
Rohr-Flöt 8′
Fiffaro 8′
Rohr-Flöt-Qvint 6′
Octava 4′
Spitz-Flöt 4′
Salicet 4′
Qvinta 3′
Super-Octava 2′
Mixtur IV 2′
Cymbel III 113
Cornet V
Bombart 16′
Trompet 8′
Clarin 4
II Oberwerk C-a3
 
Qvintadena 16′
Principal 8′
Grob-Gedackt 8′
Qvintadena 8′
Onda maris 8′
Octava 4′
Rohr-Flöt 4′
Zynk II 223
Sedecima 2′
Glöcklein-Thon 2′
Vigesima nona 113
Scharff Cymbel III 1′
Cornetti III
Trompet 8′
Krumb-Horn 8′
Schalmey 4′
Tremulant

Pedal

Groß-Principal-Bass 32′
Principal-Bass 16′
Contra-Bass 16′
Sub-Bass 16′
Groß-Qvinten-Bass 12′
Octav-Bass 8′
Gemss-Horn-Bass 8′
Jubal-Flöt 8′
Super-Octav-Bass 4′
Jubal-Flöt 4′
Bauer-Flöt 2′
Mixtur VI 223
Contra-Posaunen 32′
Posaunen 16′
Fagotti 16′
Trompeten-Bass 8′
Tromba 8′
Clarinen-Bass 4′
Vox Angelica 2′

Schwellwerk C-a3

Bordun 16′
Viola pomposa 16′
Diapason 8′
Doppel-Flöt 8′
Bordun 8′
Salicional 8′
Gamba 8′
Vox coelestis (ab c0) 8′
Principal 4′
Travers-Flöt 4′
Viola d’amore 4′
Spitz-Flöt 3′
Schweitzer-Pfeiff 2′
Violine 2′
Piccolo 1′
Mixtur V 2′
Harmonia aeth. III 223
Bombarde 16′
Trompette harm. 8′
Hautbois 8′
Voix humaine 8′
Clarinette 8′
Clairon 4′
Tremulant
IV  Brustwerk
 
Gedackt 8′
Praestant 4′
Gedackte Fleut doux 4′
Nassat 3′
Octava 2′
Gemss-Horn 2′
Qvint-Nassat 112
Tertia 112
Super-Sedecima 1′
Scharff-Mixtur III 113
Hobois 8′
Tremulant

 

 

    • Normalkoppeln: II/I, III/I, IV/I, IV/II, IV/III, III/II, I/P, II/P, III/P, IV/P.
    • Superoktavkoppel: III/P
    • Suboktavkoppeln: III/I, III/II
      Wunderschöne Nebenregister: Cymbelstern, Nachtigall, Vogel-Gesang, Tamburo 16′, Kuckuck, Sonnenmixtur (12fache Pedalmixtur mit Tromba 8′
    • Spielhilfen: Tutti, Absteller, Koppelhilfen, 1000-facher Setzer, Crescendowalze mit 4  Kombinationen

Klang und Akustik

Eine der schönsten Orgeln überhaupt, klanglich und optisch, sehr leicht zu spielen, smooth und sanft, wunderschöne Spielereien, Vogelstimmen und Trommel, zarte Akustik, schöner Spieltisch, Schönes Tastengefühl, wunderschöne Onda Maris und Nachtigall. Nur die Onda Maris ist von dem genialen Casparini erhalten geblieben.

Persönliche Note

Evangelische Pfarrkirche Peter und Paul
6219 Pfeifen, Amazing Akustik, OW ist 2. M, HW ist 1. M.
Onda Maris und Grobgedackt liebte ich
Sonnenmixtur: Terz-Mixtur mit Zunge. Ich war 2021 hier mit Matthias Eisenberg.

Und die schönen Feuerzungen wird bei den Trost-Orgeln. Holy Spirit.


2 Antworten auf “Casparini Mathis Sonnen-Orgel St. Peter und Paul Görlitz”

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