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Schmidt Sauer Orgel St. Marien Rostock

ev. St. Marien (1230) Hansestadt Rostock

Orgelbauer:

Paul Schmidt (Rostock) / Sauer (Frankfurt/Oder)

Baujahr:

1770/1938/83

Datum des Erstbesuchs:

2022

Disposition und Spielhilfen

Wunderschöne große Barock-Orgel an der Westwand. 5702 Pfeifen (viele aus dem Jahr 1938), 83 Register, 4 Manuale und Pedal. Schleifladen, 4 freie Kombinationen, elektro-pneumatische Traktur. Von Sauer 83 generalüberholt (38: Werk von Sauer). Die Orgel braucht Hilfe, ich konnte sie klagen hören, aber hat enormes Potential. Sie ist vergoldet, grau und gebogen in die weiße Wand hineingewölbt und wirkt wie eine eigene Festung mit Stockwerken und Balkonen. Die untere Etage ist eine Königinnen-Loge mit Vorhang aus Samt (Fürstenempore, 1749). Oben strahlt die Sonne des Geistes. Veränderungen durch Marx (1793), Winzer (1880), Börger (1905-10), nun Sauer heute hinter der historischen Fassade, ein elektro-pneumatisches Orgelwerk.

Die ehemalige Uni-Kirche mit großem Turm hier in Mecklenburg (Meecklenburg ausgesprochen, jedoch bei der Abkürzung Meck-Pomm wird das ck kurz gesprochen) ist eine mächtige Hallenkirche, Gewölbehöhe von 32 Meter, und hat wunderschöne „Mannsche Fenster“ mit Tiroler Glasmalerei von 1904 und vielen Kunstwerken und Kapellen. Der goldene Marienflügelaltar um 1430 mit Szenen aus den Evangelien ist wertvoll. Auffallend ist auch die Fünte aus Bronze mit Kessel und Adler um 1920, ein Taufbecken. Das Gewölbe der Kirche ist beeindruckend.

(Positiv) 1. Man.

Gedackt 8′
Quintatön 8′
Oktave 4′
Blockflöte 4’
Prinzipal 2′
Terz 1 3/5′
Quinte 1 1/3′
Cymbel 3f.
Dulcian 16′
Krummhorn 8′
Regal 4′
Tremolo

(Kronwerk) 1. Man.

Holzprinzipal 8′
Pommer 4′
Nasard 2 2 2/3′
Nachthorn 2′
Sifflöte 1′
Sesquialter 2f.
Mixtur 3-4f.

(Hauptwerk) 2. Man.

Prinzipal 16′
Quintade 16′
Oktave 8′
Holzflöte 8′
Gemshorn 8′
Oktave 4′
Rohrflöte 4′
Quinte 2 2/3′
Oktave 2′
Mixtur 5-7f.
Scharff 4f.
Fagott 16′
Trompete 8′
Trompete 4’

(Oberwerk) 3. Man.

Liebl. Gedackt 16′
Prinzipal 8′
Spitzflöte 8′
Gedackt 8′
Oktave 4′
Fugara 4′
Gedackt 4′
Quinte 2 2/3′
Oktave 2′
Mixtur 4f.
Trompete 8′
Oboe 8’
Schalmey 4’

(Schwellwerk) 4. Man.

Bourdon 16′
Prinzipal 8′
Hohlflöte 8′
Gedackt 8′
Salicet 8′
Vox coelestis 8′
Oktave 4′
Zartflöte 4′
Violine 4′
Quinte 2 2/3′
Waldflöte 2′
Progressio 3-4f.
Scharff 4f.
Fagott 16′
Trompete 8′
Hautbois 8′
Tremolo

Pedal

Prinzipalbass 32′
Prinzipal 16′
Violon 16′
Subbass 16′
Gedacktbass 16′
Quinte 10 2/3′
Oktavbass 8′
Violoncello 8′
Gedacktbass 8′
Oktave 4′
Nachthorn 4′
Flachflöte 2′
Rauschpfeife 2f.
Großmixtur 5f.
Hohe Mixtur 3f.
Posaune 32′
Posaune 16′
(Still-)Posaune 16′
Trompete 8′
Sordun 8′
Clairon 4′
Singend Cornett 2′

Weiße Kippschalter, weiße Tasten

Tonumfänge: Man. C-f“‘, Pedal C-f‘

Koppeln: KW/III (entfernt, nicht original), I/II, III/II, IV/II, IV/I, IV/III, I/P, II/P, III/P, IV/P, Generalkoppel.

4 Freie Kombinationen; Organo pleno, Tutti

Keine Setzeranlage

Klang und Akustik

Große Akustik.

Persönliche Note

Hinter dem Hochaltar befindet sich die berühmte astronomische Uhr (1472) mit Glockenspiel, vielen Details, Sonne, Mond, Sternen, Figuren, sie scheint zu vibrieren, das Uhrwerk summt, und das komplexe Kalendarium der Astronomischen Uhr. Sie erinnert mich an Münster: Dom. Passend hierzu: Die Marienkirche besitzt einen Rochus-Altar um 1525, ein Nebenaltar. Kanzel von 1574, Schalldeckel 1723. Hochaltar von 1721. Die Warnow fließt in der Nähe, Unistadt Rostock.

Die quadratische Uhrscheibe ist beeindruckend, der Stundenring, gotischer Zahlenring, Monatsbilder, Mondscheibe, astrologische Stundenregentschaftsuhr mit Evangelisten-Symbolen, Engeln und Kalenderraum. Kalenderscheibe mit Ringen, goldenen Zahlen, Sonnenzirkel, Buchstaben, Musiktrommel, Hammerwerk, Apostelwerk, Laternentrieb, Pendel und Uhrengesicht.

Die Kirche besitzt ein gemütliches Café. Es sind alles alte Universitäts-Städte hier in Meck-Pomm.


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