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Sauer Orgel Rheydt Mönchengladbach

Rheydt Mönchengladbach Hauptkirche

Orgelbauer:

Wilhelm-Sauer-Orgel

Baujahr:

1902 op. 864

Datum des Erstbesuchs:

6. November 2020

Disposition und Spielhilfen

Sauer-Orgel Rheydt

Rheydt Mönchengladbach Hauptkirche

40 Register verteilen sich auf HW OW  SW und Pedal (3 Manuale)

Übersicht über die Rückführung auf die historische Disposition durch die Firma Karl Schuke Berlin in den Jahren 1985-1986 nach Umbauten durch W. Peter, Köln 1937 und 1951
Hauptwerk
Prinzipal 16‘              C-Ds Holz akustisch, alt; E-g‘ Prospekt neu, d‘‘–g‘‘‘, alt, Zinn
Prinzipal 8‘                neu im Prospekt, ab b-g‘‘‘ alt
Gemshorn 8‘             Holz, alt 1902
Gambe 8‘                   Rekonstruktion, neu nach Dorstfeld
Flute harmon. 8‘      alt 1902
Gedeckt 8‘                  alt 1902
Oktave 4‘                    alt 1902
Rohrflöte 4‘                alt 1902
Cornett 3-4fach         alt 1902, nur Terzchor neu
Oktave 2‘                     alt 1902
Mixtur 4fach               neu, Rekonstruktion
Trompete 8‘                Bass aus Pedal zurückversetzt, Diskant neu
Oberwerk
Bordun 16‘                  C-H Holz, alt 1902, Rest neu nach Dorstfeld
Prinzipal 8‘                 Prospekt neu, sonst alt 1902
Salicional 8‘                alt 1902, zurückgesetzt aus III
Concertflöte 8‘           neu, Rekonstruktion nach Dorstfeld
Liebl. Gedackt 8‘       alt 1902
Fugara 4‘                     Rekonstruktion nach Broich und Dorstfeld
Flauto dolce 4‘           alt 1902
Piccolo 2‘                    alt 1902, zurückgesetzt aus III
Sesquialtera 2fach    alt 1902
Clarinette 8‘               Rekonstruktion nach Amsterdam, St. Nicolaas
Schwellwerk
Liebl. Gedeckt 16‘     Rekonstruktion nach Dorstfeld anstatt Trompete 4‘ (Willi Peter)
Geigenprinzipal 8‘    Rekonstruktion nach Dorstfeld
Quintatön 8‘              alt 1902, aus Hauptwerk zurückversetzt
Aeoline 8‘                   Rekonstruktion nach Mühlheim-Broich
Vox celestis 8‘           Rekonstruktion nach Mühlheim-Broich
Fernflöte 8‘                alt 1902
Violine 4‘                    Rekonstruktion nach Dom zu Bremen
Flauto traverso 4‘      alt 1902
Oboe 8‘                        alt 1902, obere Okatve neu
Pedal
Contrabass 16‘           alt 1902
Subbass 16‘                 alt 1902
Violonbass 16‘            Rekonstruktion nach Dorstfeld
Liebl. Gedeckt 16‘      Transmission aus III
Quintbass 10 2/3‘      Holz, neu nach Dorstfeld
Oktavbass 8‘               alt 1902
Gedecktbass 8‘           alt 1902
Violoncello 8‘              C-H in Holz (1902), übrige Pfeifen aus Zinn (nach Dorstfeld)
Oktave 4‘                      alt 1902

Koppeln

    • Normalkoppeln: II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P
    • Suboktavkoppeln: III/III
    • Superoktavkoppeln: I/I
    • Spielhilfen: Registercrescendo, feste Kombinationen (pp, p, mf, f, ff), 4000-fache Setzeranlage

Klang und Akustik

Warm, grundtönig, süffig, weich, farbig, zärtlich, romantisch, sehr leichtgängig
Hier schimmert der Sound wie Perlmutt. Dann leuchtet Bachs Kombinatorik. Dann hat jeder Ton Richtung und Größe. Satt, dicht, elastisch

Persönliche Note

Das erste Mal war ich hier bei meinen Klavierabenden, dann zur Aufnahme mit Michael Beier. Sauer ist für mich eine meiner Favoriten.

Ich liebe den Schluss von der Passacaglia c-Moll. Im Grunde ein Schluss der 10.000 Schlüsse, der 10.000 Schlenker, diese Art, die Beethoven übernommen hat, 5 Schlüsse in der Tonika, 12 Schlüsse insgesamt, wenn man die Schlüsse in der Dominante mit dazu nimmt. Die Immitationen wie ein dichtes, elastisches Band, das sehr stabil und ausgeglichen ist. Das Besondere der Ladegast sind die vielen Achtfüße und auch Vierfüße, die vielen neuen Farben. Das Satte, das er auch in seinen kleinen Orgeln eingebaut hat – als Bonus zur Streichern und Flöten. An der herrlichen Sauer-Orgel habe ich Bach warm und in jeder Variation neu registriert. Die Fuge ist die krönende Abschluss-Variation. Romantic Style. Wunderschöner Bogen.

Ich liebe die Sauer-Orgel in Mönchengladbach. Butterweiche Tasten, die Sonne, die beim Ad nos-Choral durch das blaue Fenster scheint Schritt für Schritt. Ein warmer Spaltklang 16-4. Vox und Aeoline. Viele Achtfuß-Flöten. Subkoppel und mehrere 16-Füße in den Manualen. Tasten, die schon beim puren Ansehen reagieren und spielen. Nun wird die Sauer- Orgel einige Monate gereinigt, der Motor erneuert, das Durchkoppeln möglich gemacht, die Elektronik sicher gemacht (50iger Jahre).


Eine Antwort auf “Sauer Orgel Rheydt Mönchengladbach”

  1. Daniel Ruppel

    Ich habe die Orgel auch besucht, sehr schön
    Besonders die Akustik und Kirche mitten in diesem Pott

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