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Orgel Kloster Hunsrück Dom Ravengiersburg

Orgel Hunsrücker Dom Kloster Ravengiersburg Hunsrückdom

kath. Kloster Ravengiersburg (11. Jh.)

Orgelbauer:

unbekannt / Christian Gerhardt

Baujahr:

1898 / 1923

Datum des Erstbesuchs:

2026

Disposition und Spielhilfen

Groß aufgefaltete Orgel Hunsrücker Dom Kloster Ravengiersburg, Hunsrück, 2 M, 19 R

Die ehemalig romanische Stiftskirche St. Christophorus („Hunsrückdom“) geht auf eine Gründung des 11. Jahrhunderts zurück. Sie ist hoch erhoben auf Schieferfelsen über dem kleinen Dorf im zentralen Hunsrück, riesig für den kleinen Ort, und mit seinen Türmen eindrucksvoll. Hier stand früher mal eine Burg.

Das weiße Klostergebäude davor wurde nun für ein Altersheim verpachtet, da die letzten beiden (indischen) Brüder ausziehen mussten. Das Bistum Trier ist leider auch noch nicht aus den Pantoffeln gekommen, die Orgel zu restaurieren oder zu sanieren – was mehr als dringend erforderlich ist. Es wird aber recht teuer werden.

Alle Epochen der Baugeschichte von der Romanik über die Gotik und den Barock bis in die Moderne haben an den Gebäuden Spuren hinterlassen.

In der Reformation wurde das Kloster 1566 aufgegeben, doch während des Dreißigjährigen Krieges wieder mit Augustinern besetzt. Ein Auf und Ab prägte das Leben des Stiftes bis zur Säkularisation 1803, als es ganz aufgelöst wurde.

1920 wurde ein Ausbildungsseminar für die Mission durch Patres der „Heiligen Familie“ gegründet, die bis 2012 das Kloster bewohnten. Von 1970 bis 2007 befand sich das Berufsbildungswerk der katholischen Arbeitnehmerbewegung KAB im Haus.

Von 2012 bis 2017 waren im Kloster Ravengiersburg zwei Priester der Kongregation der Vinzentiner aus Kerala untergebracht, die nun nicht mehr bleiben konnten.

Die Orgel auf der Empore wurde ursprünglich im 18. Jahrhundert für die St. Nikolaus Kirche in Bad Kreuznach gebaut,  in der ich auch schon gespielt habe, und 1898 hier in die Stiftskirche St. Christophorus versetzt. Dabei wurde der Prospekt aufgefaltet, um möglichst pompös zu wirken. Die Kirche ist eigentlich relativ klein im Verhältnis zu den enormen Gemäuern auf den Felsen. Der Orgelbauer ist unbekannt.

Ein neues Instrument wurde 1923 von der Werkstatt Gerhardt & Söhne in den alten schönen Orgelprospekt eingebaut. Hierbei wurde dort, wo der mechanische Spieltisch stand, ein riesiger Engel von oben nach unten hingestellt und ein freistehender Spieltisch rechts an die Seite gebaut. Dieser ist nun sehr in die Jahre gekommen.

Viele Register spielen nicht mehr (im Pedal wurden nur 2 Register entwickelt, die anderen sind Fake-Register), oder haben Durchstecher. Eine Christian Gerhardt-Orgel kannte ich vorher noch nicht.

Die Orgel muss dringend saniert werden. Bitte spendet!

Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz. 

Pedal

1 Prinzipalbaß 16

2 Subbaß 16

3 Oktavbass 8

4 Gedacktbass 8

5 Pedalflöte 4

6 Koppel I / P

7 Koppel II / P

 

Klang und Akustik


Eine Antwort auf “Orgel Hunsrücker Dom Kloster Ravengiersburg Hunsrückdom”

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