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Nöske Orgel Martin Luther Kirche Rotenburg

Noeske Orgel Martin Luther Kirche Rotenburg an der Fulda

ev. Kirche Rotenburg an der Fulda (1962)

Orgelbauer:

Dieter Noeske / Orgelbau Rotenburg

Baujahr:

1968 / 2018

Datum des Erstbesuchs:

Juni 2026

Disposition und Spielhilfen

Große universale, neobarocke Noeske Orgel ev. Martin Luther Kirche Rotenburg an der Fulda, Hessen, 3 M,  51 R, horizontale spanische Trompeten, elektrisch, Schleifladen

Die schlichte große Orgel mit tollen Zungen, Horizontalen, Bronzepfeifen im Prospekt, reich bestücktem Pedal und Kippschaltern steht auf der breiten Westempore in der modernen Kirche.

Sie ist die größte Orgel in Rotenburg an der Fulda. Sie ist noch größer als die Nöske Orgel in der Stiftskirche mit 38 Registern. Die drittgrößte in Rotenburg steht in der ev. Jakobikirche und wird gerade saniert und gereinigt.

Zusätzlich zu dieser Schleifladen-Orgel in Martin Luther gibt es in der Rotenburger Jakobikirche eine weitere Orgel von Dieter Noeske aus dem Jahr 1990 (32 Register, mechanische Traktur, 3 M), die gerade saniert wird, sowie eine 2004 erbaute große Noeske-Orgel in der ev. Stiftskirche mit 3 M, und eine elektrische in der kath. Kirche mit 2 Manualen. Die Orgelbaufirma Noeske / Orgelbau Rotenburg prägt die Orgellandschaft der Region maßgeblich. Rotenburg an der Fulda ist eine malerische Stadt im Nordosten von Hessen und liegt am Fluss Fulda im Landkreis Hersfeld-Rotenburg.

Sehr schön ist hier das Altarwandtuch mit dem „Menschen-Friedens-Band um die Erde“, eine 4 x 6 m große Batik- und Patchworkarbeit von 1985.

Und es befinden sich auf der rechten Seite 5 schöne bunte Glasfenster, mit Motiven zu den hohen Festtagen des Kirchenjahres, gestaltet von Christiane Wollenhaupt-Brenner.

Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz.

Pedal

1 Untersatz 16

2 Gedackt-Pommer 16

3 Subbass 16

4 Prinzipal 8

5 Stillgedackt 8

6 Nachthorn 4

7 Hohlflöte 2

8 Bassaliquote 5 1/3 und 3 1/5 und 2 2/1

9 Hintersazu 4 4fach

10 Posaune 16

11 Dulzian 8

12 Schalmei 4

13 I-Ped

14 II-Ped

15 III-Ped

Manual I

16 Holzgedackt 8

17 Spillpfeife 4

18 Quintade 4

19 Prinzipal 2

20 Quinte 1 1/3

21 Oktävlein 1

22 Oberton 1 3/5 und 1 1/1

23 Scharff 1/2 3fach

24 Holzregal 8

25 Tremulant 

Manual II HW

26 Prinzipal 8

27 Koppelflöte 16

28 Spitzflöte 8

29 Oktave 4

30 Rohrgedackt 4

31 Sesqui 2 2/3 und 1 3/5

32 Flachflöte 2

33 Mixtur 1 1/3 5-6fach

34 Trompete 8

35 Spanische Trompete 4

36 Tremulant 

37 I-II

38 I-III

Manual III

39 Prinzipal 4

40 Rohrflöte 8

41 Quintade 8

42 Salizional 8

43 Vox coelestis 8

44 Flaut douce 4

45 Nasat 2 2/3

46 Blockflöte 2

47 Mixtur 1 4fach

48 Fagott 16

49 Franz. Oboe 8

50 Clairon 4

51 Tremulant 

Prospekt Orgel Martin Luther Kirche Rotenburg

Pedal Orgel Martin Luther Kirche Rotenburg


Spielhilfen

Normalkoppeln, Schweller, Walze, Pistons, Zungen ab, feste und freie Kombis, Handregister

Klang und Akustik

Direkte, angenehme Akustik unter der Holzkuppel. Sie ist leichtgängig. Einige Register „funktionieren“ momentan nicht und sind durchgestrichen. Von den 51 Registern sind es insgesamt 41 klingende Register.

So ganz verstehe ich nicht, wie man bei so vielen Registern keine Gamben und Streicher einbaut, dafür allen Ernstes Oberton 1 1/1 und weitere viele dieser Art. Dadurch ist das Instrument etwas zu groß und hart für den Raum. Einige warme und weiche Stimmen hätten dem abgeholfen. Ansonsten ein tolles Instrument.

Persönliche Note

Es war schön, hier zu spielen. Mir gefallen die vielen interessanten Orgeln in Nordhessen sehr gut, auch die in den Dörfern und Randgebieten; sowohl die historischen als auch die neuen Instrumente. Besonders schlägt mein Herz für die restaurierten historischen Orgeln.

Gespielt habe ich also über 20 historische Orgeln in den Gebieten Knüllwald, Ludwigsau, Alheim und Hersfeld-Rotenburg an der Fulda in Hessen, zuvor im Odenwald. Eine malerische, idyllische, waldreiche Landschaft voll Fachwerkhäuser, Dorfkirchen und Wald.

Mit dabei waren Bechstein-Orgeln in Rohrbach, Gerterode und Sterkelshausen, Bechstein / Möller-Orgel in Niederellenbach, Möller-Orgel in Niedergude und Schmerbach-Orgel Niederbeisheim Knüllwald, Wegmann-Orgel in Ersrode, Nöske-Orgeln in Niederthalhausen, Rengshausen, Morschen und Heinebach, Ott-Nöske-Orgel in Nenterode, Nöske-Orgeln in ganz Rotenburg, Dauphin-Orgel in Meckbach, Möller-Nöske-Orgel in Beenhausen, Wilhelm / Döring-Orgel in Friedlos, abklären muss ich noch Mecklar.

Insgesamt waren Friedrich und Heinrich Bechstein, Heinrich und Valentin Möller und Dieter Nöske hier zugange. Betreut werden die meisten Instrumente von Orgelbau Rotenburg an der Fulda; einige auch von Orgelbau Waltershausen.


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