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Kuhn Frosch Orgel St. Gallen

Kuhn Frosch Orgel Kathedrale St. Gallen Schweiz

kath. Dom-Kirche Stiftskirche St. Gallus und Otmar

Orgelbauer:

Kuhn Orgelbau / Nepomuk Kuhn / Franz und Josef Frosch (München)

Baujahr:

1815 / 1875 / 1968 7 2007

Datum des Erstbesuchs:

2026

Disposition und Spielhilfen

Große mechanische Dom-Orgel by Kuhn: Kuhn Frosch Orgel Kathedrale St. Gallen, Schweiz, Schleifladen, 4 M, 5465 Pfeifen, 73 klingende Register, Kronwerk, Setzeranlage, gleichstufig

Die Domorgel (auf der Westempore von 1810) besitzt das Gehäuse von dem Stuckateur und Bildhauer Josef Simon Mosbrugger (Tschoppernau, Bregenzer Wald) von 1811. Dieses Gehäuse blieb lange unverändert. Abgesehen von Teilen des Gehäuses und den Pedaltürmen ist die Orgel keine historische Orgel mehr.

Zuerst gab es hier die Frosch-Orgel von 1815, 60 Register, 3476 Pfeifen und 4 Manuale.

Die schöne deutsche Frosch-Orgel wurde schließlich von 1872 bis 1875 von Johann Nepomuk Kuhn nach dem Zeitgeist umgebaut, wobei ein Manual wegfiel. Das Instrument  hatte nun nur noch 3 M, 55 Register, von denen 14 neu gefertigt wurden. Und Kegelladen.

Der Dom wurde 1961 bis 1967 renoviert und farblich gerettet. Hierbei wurde die heutige Hauptorgel 1968 von Kuhn Orgelbau neu konzipiert. Von der Frosch-Orgel von 1815 wurden leider nur die beiden seitlichen Pedaltürme übernommen. Der Rest im teilweise erhaltenen alten Gehäuse ist ein Neubau von 1968.

Das Instrument erhielt neue Schleifladen, mechanische Trakturen, sechs mechanische Normalkoppeln und Balanciers für eine bessere Spielbarkeit, welche 2007 durch Weiterentwicklungen ersetzt worden sind.

Die Stiftskirche besitzt insgesamt 3 Orgeln: die grosse Domorgel sowie die historischen Epistel- und die Evangelienorgel im Chorraum. Diese beiden historischen Chororgeln wurden 1768 und 1770 von Viktor Ferdinand Bossard (1699–1772) gebaut.
Diese wunderbaren Orgeln sind spiegelbildlich zueinander angeordnet und befinden sich je seitlich über dem Chorgestühl. Die Spieltische sind links und rechts in das Chorgestühl eingebaut und wurden 1966–1967 durch Orgelbau Mathis restauriert. Lange Zeit gab es nur diese Orgeln, bevor die Westempore gebaut wurde.

Positiv I

Quintatön 16’

Harfenprincipal 8’

Copula 8’

Principal 4’

Rohrflöte 4’

Sesquialtera 2f. 2 2/3’

Superoctave 2’

Octävlein 1’

Mixtur 3f. 2/3’

Dulcian 16’

Krummhorn 8’

Schalmei 4’

Tremulant

Schwellwerk III

Gedackt 16’

Holzoctave 8’

Metallgedackt 8’

Viola 8’

Unda Maris 8’

Principal 4’

Harfpfeife 4’

Querflöte 4′

Quinte 2 2/3’

Nachthorn 2’

Terz 1 3/5’

Plein jeu 4f. 2’

Basson 16’

Trompette harm. 8’

Hautbois 8’

Clairon 4’

Tremulant

Pedal

Principal 32’

Praestant 16’

Flötbass 16’

Subbass 16’

Octave 8’

Spitzflöte 8’

Basszink 3f. 5 1/3’

Octave 4’

Blockflöte 4’

Mixtur 5f. 2 2/3’

Piffaro 2’

Kontrafagott 32’

Posaune 16’

Fagott 16’

Trompete 8’

Clairon 4’

Singend Cornett 2’

HW I

Principal 16’

Gambe 16’

Praestant 8’

Offenflöte 8’

Gemshorn 8’

Quinte 5 1/3’

Octave 4’

Koppelflöte 4’

Pommer 4’

Terz 3 1/5’

Quinte 2 2/3’

Octave 2’

Flachflöte 2’

Cornett 5f. 8’

Grossmixtur 5f. 2’

Kleinmixtur 3f. 1 1/3’

Bombarde 16’

Trompete 8’

Kronwerk I

Rohrgedackt 8’

Quintade 8’

Principal 4’

Spitzgedackt 4’

Flautino 2’

Zink 3f. 1 3/5’

Nasat 1 1/3’

Scharf 3f. 1’

Farbcymbel 3f. 1/14’

Holzregal 16’

Vox humana 8’

Tremulant

Koppeln

IV-II

 III-II

I-II

III-

III-P

II-P

 I-P

2500 Generalkombinationen auf 5 Ebenen

Überall Tremulanten außer im HW und Pedal; wunderschöne Zungen und Solostimmen als Charakterstimmen. Es ist meine 13. Kuhn-Orgel.

Ich finde jedoch gerade die historischen Orgeln im braunen Chorgestühl bemerkenswert. Sie sind hinter einem türkisfarbenen Gitter und haben zwei Manuale.

Der weite Dom ist hell, weiß, türkis.

Klang und Akustik

Großer Nachhall, langgezogene riesige Kathedrale. Der weiße Dom mit den Doppeltürmen liegt in einer schönen Klosteranlage.

Der zwischen 1755 und 1766 errichtete barocke Neubau wurde 1983 als UNESCO WELTERBE in die Liste der Weltkulturgüter aufgenommen.

Persönliche Note

St. Gallen ist eine wunderschöne kleine schweizerische Stadt mit ca. 88.000 EW. Die schöne kleine Schweiz mit insgesamt nicht mal 10. Millionen EW hat die Migration viel besser im Griff als Deutschland und vermeidet alles, ihre Städte nicht vollgestopft zu bekommen.

So sind die Städte sauber und gepflegt, die Züge pünktlich mit schönen, funktionierenden, gepflegten Toiletten.

St. Gallen besitzt wunderschöne Kirchen, eine putzige Altstadt, eine außergewöhnliche Stiftsbibliothek (die etwas gestellt und überladen wirkt) und gemütliche Cafés mit Schocki und Mohrenkopf.

Die Stiftsbibliothek gehört zur ehemaligen Benediktinerabtei, mit Drucken aus dem 15. Jahrhundert. Der Saal im Rokoko-Stil  ist sehr aufwendig und reich gestaltet.

Die Stadt liegt nahe am Bodensee, nah an Österreich, Liechtenstein und Deutschland.


2 Antworten auf “Kuhn Frosch Orgel Kathedrale St. Gallen Schweiz”

  1. Mirko Domes

    Eine sehr schön und Barock wirkende Kirche. Es ist die erste Kirche die ich kenne die drei Orgeln besitzt.
    Schade das die Dom Orgel nicht mehr komplett Historisch ist. Aber der Dom sieht gut aus und ich hoffe du spielst hier bald.

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