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Hartmann Orgel St. Petri

Hartmann Orgel St. Petri Kirche Möckern Stegelitz S-A

ev. Pfarrkirche St. Petri (12. Jh.)

Orgelbauer:

Johann Georg Hartmann (Magdeburg)

Baujahr:

1748 / 1997

Datum des Erstbesuchs:

Juli 2025

Disposition und Spielhilfen

Historische, restaurierte kleine Hartmann Orgel ev. St. Petri Kirche Möckern Stegelitz bei Magdeburg, Sachsen-Anhalt, 1 M, 13 R

Das mechanische schöne barocke Schleifladen-Instrument steht unter Denkmalschutz und besitzt einen wunderschönen Rokoko-Prospekt aus Lindenholz und einen Zimbelstern und wurde 1997 von Orgelbau Hillebrand für eine halbe Million restauriert. Es ist meine erste Hartmann-Orgel. Die wendische Dorfkirche ist eine Augenweide.

Der Silbermann-Schüler Hartmann legte den Mechanismus eines Schalenglockenspiels an, dessen Glocken unbedingt rekonstruiert werden müssen.

Ich freue mich auf den Stegelitzer Orgelsommer. Von hier fahre ich direkt zum Orgelsommer nach Frankfurt an der Oder.

Es ist die letzte spielbare Hartmann-Orgel der Welt.

Manual

Gedackt 8′

Quintatön 8′

Principal 4′

Spitzfloite 4′

Quint 3′

Octav 2′

Super Octav 1′

Mixtur 4f

Trompet 8′

Tremulant

Cymbelstern

Glocken (Schalenglockenspiel, vakant)

Pedal

Sub Baß 16′

Octav 8′

Octav 4′

Posaune 16′

Orgelkonzert Möckern Stegelitz

Die spät-romanische alte Kirche, von mächtigen Bäumen umgeben, rührt mich zu Tränen. Es ist der größte Kirchensaal im Jerichower Land. Auf der Nordseite befindet sich eine Gruft. Im Dachstuhl hängen die beiden kleinen Glocken.

Die Kanzel ist von 1701 und wurde 1999 restauriert. Überall in den Ecken der Kirche sitzen vorwitzige Putten.

Es gibt feierliche Krieg-Gedenkstafeln und Wappen. Hinter einem Verschlag steht der Blasebalg der Orgel. Es gibt auch eine kleine 2. Empore und einen Dachboden mit mechanischer alter Turmuhr. Für die alte Glocke gibt es noch den ehemaligen Seilzug.

Ella Haas stickte die Altardecke.

 

Spielhilfen & Koppeln Pedalkoppel

Klang und Akustik

Die Akustik ist warm, sanft und mild, genauso duftend-holzig wie das Lindenholz des geschnitzten Rokoko-Gehäuses dieser schönen Denkmal-Orgel. In diesen samtig-trockenen Klang tönt das Kleinod mit seiner Pedal-Posaune und seiner geteilten, hellen Manual-Trompete hinein.

Besonders gefallen hat mir der weiche Tremulant, die Zungen, die etwas, also lieblich verstimmt waren, und dass kein Register etwas Grelles hat.

Der Zymbelstern und die Glocken müssen jedoch dringend saniert werden. Bitte spendet dafür. Auch der Turm muss saniert werden für ca. 200000 €. Das letzte Mal wurde er 1871 renoviert.

Es stört mich nicht, dass es kein Prinzipal 8 gibt und der Umfang etwas begrenzt ist. Gedackt und Quintatön singen dafür umso schöner, und schicke Vier-Füße gibt es auch.

Ich habe mit Socken gespielt, da das Pedal etwas „Stummeliges“ hat, was ich sehr attraktiv finde: ich spüre das alte Holz sinnlich unter meinen Füßen.

Persönliche Note

Mein Konzert war sehr schön und gut besucht. Ich bekam Wein, Buch und Schokolade, spielte Zugabe und verkaufte CDs. Als Zugabe spielte ich mein eigenes Lied mit Gesang. Draußen war es etwas windig und abgekühlt. Leider hat es hier seit Wochen nicht geregnet.

Danach fuhren wir nach Burg bei Magdeburg, wo meine Pension war.

Es ist ein schönes Gefühl, diese besonderen Orgeln in den historischen Orten durchzupusten und ihnen Klänge zu entlocken, die die meisten Menschen aus den Ortschaften, die ihre Kirche und Gott lieben und alles pflegen und bezahlen, so noch nie gehört haben.


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