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Knauf Orgel Tüngeda

ev. Jesuskirche

Orgelbauer:

Guido Knauf

Baujahr:

1875

Datum des Erstbesuchs:

2021

Disposition und Spielhilfen

Kulturkirche. Hörselbach-Hainich-Tüngeda. Guido Knauf (1834-1912), Gotha, der Sohn. Emporensaal 1589, ornamental bemalte, flache Decke, Madonna, Schnitzereien, schlichte braune Orgel mit Rundbogenfeldern. Chromatische Lade, weiße Tasten, Strahlenmechanik. Seitliche, rundliche Stangen-Register. 2008 gereinigt. 2021 Tasta-Tour Emmaus-Gemeinde

HW C-f3

 

Bordun 16

Principal 8

Gedackt 8

Hohlflöte 8

Octave 4

Hohlflöte 8

Octave 4

Flöte 4

Quinte 3

Octave 2

Mixtur 3fach

OW

Geigenprincipal 8

Salicional 8

Flauto Traverso 8

Gemshorn 4

Flauto dolce 4

Pedal

 

Subbass 16

Octavbass 8

Gedacktbass 8

Violoncello 8

 

PK, MK, Ventil, Calcant

Klang und Akustik

Klar, deutlich, zeichnend, kräftige Principale, typischer Klang der Orgelbaudynastie, 2 M.

Persönliche Note

Ich liebe diese seitlichen Register, die niedlichen, kompakten Spieltische, die freundlichen offenen Prospekte von Knauf, die Registerschilder, die kleinen, gemütlichen, einladenden Dorfkirchen mit ihren runden Emporen, von denen aus man manchmal in die Orgel blicken kann. Diese Orgel muß restauriert werden.

Schulze war damals um 1840 mit Arbeit überhäuft. Er suchte einen regionalen Orgelbauer, der Orgeln nach den erstellten Plänen vollenden sollte. Knauf hatte Zeit, und Tabarz lag nah. Knauf übernahm viel vom wunderbaren Schulze.

Die Knauf Orgel 1875 in Tüngeda gestern war sehr speziell, Guido Knauf, Friedrichs Sohn. (Schulze war damals um 1840 mit Arbeit überhäuft und suchte einen regionalen Orgelbauer, der seine Instrumente, beispielsweise in Warza, nach den erstellten Plänen vollenden sollte. Und Knauf hatte Zeit. Tabarz liegt auch viel näher an Warza als Paulinzella, wo Schulze seine Werkstatt hatte.) Die Jesuskirche ist kleiner als die Kirche in Wangenheim, jedoch mit schönen rustikalen Emporen, und der Prospekt der Orgel ist golden-Holz, ganz anders. Die Mechanik ist sehr laut, nicht ganz ausgewogen, aber das stört mich nicht; die Registerzüge hier ebenfalls seitwärts, die Schriftzüge sind noch nicht erneuert, durch die hohen Emporen kann man in die offene Orgel blicken. Pedal, Bank, Boden und Seitenwände, alles knarzendes, duftendes, rustikales Holz mit Bleistiftmarkierungen, und die Kirche hatte etwas Weihnachtliches an sich, während sich draußen allmählich das Wetter zusammenzog. Die Kronleuchter spendeten Licht. Hier ad hoc direkt vom Radl, ohne etwas anzuspielen, Bach zu interpretieren ist eine Herausforderung, die ich jedoch liebe und trainiere. Es kam gut an. Sozusagen noch nass von Regen und Radl-Sport sofort Bach e-Moll aus dem WTK I. Dann nach Oesterbehringen an die dritte große Knauf. Dies war meine schönste. Groß und rot. Ich berichte. Und dann Friedrichswerth, Gustav-Adolf-Kirche.


4 Antworten auf “Knauf Orgel Tüngeda”

  1. Gelungene Fotos und die textliche Aussagen zu der Knauf-Orgel vermittelst du uns so großartig.
    Die Orgel, der Kirchenraum und die Akustik muss sicherlich die Besucher und Zuhörer begeistern.

  2. Karl Ackerman

    Hi Ann-Helena, good morning.. as you know, i am such a great supporter and admirer of your work as a musician and organist and pianist.
    I absolutely love who you are as a person, the feeling you show when performing. All the different churches and organs brings so much enrichment to everyone.

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