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Buchholz Orgel St. Nikolai Stralsund

ev. St. Nikolai

Orgelbauer:

Carl August Buchholz

Baujahr:

1841/2006

Datum des Erstbesuchs:

2020

Disposition und Spielhilfen

Wunderschöne, große, süffige Buchholz-Orgel mit 56 Registern, 3 Manualen und ihrem typischen spitzen Gehäuse, lieblich, ich liebe Buchholz! An Buchholz Orgeln kann man erkennen: Orgeln sind zwar groß, aber auch sehr zart und zerbrechlich. Genau diese Mischung LIEBE ich. Schöne Hansestadt Stralsund, von ihrem “Vorort” Altefähr auf Rügen besonders gut zu sehen, vom Strand aus, direkt bei St. Nikolai Altefähr. Hier küssen sich über die Ostsee zwei Seefahrerkirchen namens St. Nikolai. Schuke Chororgel rechts oben. Truhenorgel unten.

Mehr als 3800 Pfeifen. Einst schwedische Hansestadt. Stralsund und Greifswald sind mit knapp 60.000 Einwohnern ca. gleich groß, aber völlig unterschiedlich. Die eine eine Unistadt. Die andere, Stralsund, eine Hafen-Orgel-Urlaubsstadt.

Orgel neu gebaut 1841 durch C.A. Buchholz, umgebaut 1879 und 1895 durch F. Mehmel, umgebaut 1935 durch G. Heinze, erweitert 1951/1955 durch A. Schuke (Potsdam) und saniert 2003-2006 durch Wegscheider & Klais

Schwellwerk I C-g3

1 Principal 16‘

2 Praestant 8‘

3 Viola di Gamba 8‘

4 Piffaro 8‘

5 Gedackt 8‘

6 Flauto traverso 8‘

7 Octave 4‘

8 Rohrflöte 4‘

9 Viole d’amour 4‘

10 Nasard 2  2 / 3‘

11 Superoctave 2‘

12 Mixtur IV

13 Vox angelica 8‘

Unterwerk III C-g3

29 Bourdon 16‘

30 Principal 8‘

31 Salicional 8‘

32 Gedackt 8‘

33 Octave 4‘

34 Rohrflöte 4‘

35 Gemshornquinte 2  2 /3‘

36 Superoctave 2‘

37 Mixtur IV

38 Progressio Harm. II-V

39 Fagott/Hautbois 8’

Tremolo

Hauptwerk II C-g3

14 Principal 16‘

15 Quintatön 16‘

16 Principal 8‘

17 Gemshorn 8‘

18 Rohrflöte 8‘

19 Nasard 5  1 / 3‘

20 Octave 4‘

21 Spitzflöte 4‘

22 Quinte 2  2 / 3‘

23 Decima quinta 2‘

24 Cornett V

25 Scharff V

26 Cymbel III

27 Progressio Harm. II-V

28 Trompete 8’

Pedal C-d1

40 Violon 32’

41 Untersatz 32’

42 Principal 16’

43 Violon 16’

44 Subbaß 16’

45 Nasard 10  2 / 3’

46 Principal 8’

47 Violon 8’

48 Baßflöte 8’

49 Nasard 5  1 / 3’

50 Octave 4’

51 Baßflöte 4’

52 Mixtur VI

53 Contraposaune 32’

54 Posaune 16’

55 Trompete 8’

56 Clairon 4’

Koppeln

III/II , I/II , II/P

Spielhilfen

mechanische Ton- und Registertraktur

Ventile

Calcantenglocke

Evacuant

für gesamte Orgel: Tremulant

 

Klang und Akustik

Süffig. Tolle Zungen

Persönliche Note

Während meiner Konzerte auf Rügen und in Stralsund kennengelernt, Ozeaneum, Weihnachtsmarkt am Sund.

Das Besondere des silbernen Schwellers: Der Löffeltritt fungiert wie ein viertes Manual. Er wird súbito piano, wenn man ihn zum Echoeffekt loslässt. Er kann aber auch ganz konzentriert bewegt werden. Schöner, je spitz zulaufender Prospekt, flach, da kein Rückpositiv.

Sehr schön ist auch der alte viermanualige Spieltisch, der noch bis vor kurzem gespielt wurde und unten als Ausstellungsstück neben der „Kinderorgel“ steht.

Die Orgel wurde neu gebaut 1841 durch C. A. Buchholz 1841 (vorher Orgel von N. Maaß (1599), Kosten ca. 11.060 goldene Taler), dann umgebaut 1879 und 1895 durch F.A. Mehmel, wieder umgebaut 1935 durch Fi. Heinze (Kolberg), erweitert und umgebaut 1951/1955 durch Fi. Schuke und stillgelegt 1986, erstmals wieder gespielt 1997, schließlich restauriert, saniert und neuintoniert 2006 durch Fi. Wegscheider.


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