Orgel St. Peter und Paul Kirche Bütthard Franken
kath. Pfarrkirche
Orgelbauer:
Otto / Steinmeyer
Baujahr:
1779 / 1904-11 / 1946
Datum des Erstbesuchs:
2026
Disposition und Spielhilfen
Pneumatische romantische Otto Steinmeyer Orgel 1904-1911, kath. St. Peter und Paul Kirche Marktgemeinde Bütthard bei Würzburg, Franken, 2 M, 22 klingende Register, freistehender Spieltisch
Das schöne Gehäuse ist von 1779. Der Orgelbauer dieser alten Orgel war Orgelbau Otto aus Würzburg. In dieses Gehäuse wurde die neue Steinmeyer Orgel um die Jahrhundertwende eingebaut.
Die Gemeinde gehört zur Pfarreiengemeinschaft Giebelstadt und Bütthard im Dekanat Ochsenfurt. Der Chorturm stammt aus den Jahren 1594–1596, das Langhaus wurde im späten 18. Jahrhundert errichtet und im 19. Jahrhundert erweitert.
Die römisch-katholische Pfarrkirche ist ein denkmalgeschütztes Kirchengebäude hier im Landkreis Würzburg in Unterfranken.
Die weißgelbe Kirche ist groß, schlicht ausgestattet und mit Nachhall in der Akustik. Die hübsche braune Orgel wirkt fast klein auf der Westempore.
Bütthard hat ca. 1300 EW und sehr engagierte und musikalische Menschen.
Sowohl in der Kapelle als auch in der großen Kirche befinden sich Steinmeyer-Orgeln.
Ursprünglich wurde Orgelbau Schlimbach angefragt. Jedoch man setzte sich durch mit Steinmeyer. Allerdings probierte ausgerechnet bei dieser Orgel Orgelbau Steinmeyer folgendes aus: bei den Taschen wurde diesmal statt Leder ein Pflanzenprodukt verwendet, was schnell kaputt ging.
Für teures Geld musste bis 1946 repariert werden. Ursprünglich kostete die Orgel 1911 genau 8000 Mark und musste nun für 3000 Mark repariert werden. Die Steinmeyer-Kapellen-Orgel kostete auch 3000 Mark.
Der Kronleuchter kostete 1000 Mark, die Monstranz 2390 Mark.
Die Disposition, Erbauer und Baujahr sind hier zum ersten Mal im Netz. Es brauchte viel Recherche.






Hauptwerk I
1 Bordun 16
2 Principal 8
3 Viola da Gamba 8
4 Hohlflöte 8
5 Dolce 8
6 Gedeckt 8
7 Rohrflöte 4
8 Octav 4
9 Octav 2
10 Mixtur
11 II-I
12 Super II-I
Schwellwerk II
13 Flötenprincipal 8
14 Violine 8
15 Saliconal 8
16 Vox coelestis 8
17 Lieblich Gedackt 8
18 Flauto amabile 4
19 Fugara 4
20 Super II
Pedal
21 Violonbass 16
22 Subbass 16
23 Gedecktbass 16
24 Violoncello 8
25 Oktavbass 8
26 I-Ped
27 II-Ped

Koppeln
Super-Koppeln
Pistons
Tutti
Feste Kombis
Klang und Akustik

Die Akustik ist groß und brillant; schöne Streicher und 8-Füße. Die Orgel muss saniert werden.
Die Kirche besitzt schöne Paramente: Textilien, die im christlichen Gottesdienst und im Kirchenraum verwendet werden, darunter wertvolle Messgewänder.
Im Glutjahr 1947 konnte die Orgel wegen der Hitze nicht gespielt werden. Es wurde ein Harmonium verwendet.
Persönliche Note

Ich liebe die historischen Schätze in der Orgelwelt im mainfränkischen Land. Es war sehr schön, hier zu spielen.
Es ist meine 35. Steinmeyer Orgel und meine zweite Otto-Orgel. Die erste Otto-Orgel spielte und erlebte ich in Eibelstadt.
Sohn Adam Adolf Otto lebte von 1734 bis 1794. Er erlernte das Handwerk bei seinem Vater und übernahm später die Werkstatt. Seine Orgel in der Kreuzkapelle Eibelstadt (1794) ist bis heute erhalten, ebenso das Gehäuse der Orgel in Bütthard.
Das weltberühmte Orgelbauunternehmen G. F. Steinmeyer & Co. hat 1911 auch eine weitere der bedeutenden pneumatischen Orgel gebaut, nämlich das Opus 1100 für die Christuskirche Mannheim. Sie wurde als rein pneumatisches System mit Röhrenpneumatik und Taschenladen konstruiert, wie auch in Bütthard. Ich liebe pneumatische Orgeln!

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